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Photovoltaikbranche verdient weniger als bislang vielleicht vermutet

(10.1.2007) Die Gewinnmargen in der PV-Branche sollen insgesamt keineswegs so üppig sein, wie es die öffentliche Debatte der letzten Monate suggeriert (siehe z.B. auch Beitrag bei uns vom 6.8.2006: "Photovoltaikindustrie fährt traumhafte Gewinne ein"). Im Gegenteil: Im Vergleich mit anderen Technologiebranchen schaffen es selbst die Großen der Solarbranche mit ihren Gewinnen nur ins Mittelfeld - dies berichtet zumindest die "Sonnenenergie" in ihrem aktuellen Heft (Ausgabe 1/2007, EVT: 4. Januar 2007).

>Perspektiven für die Photovoltaik
Bild aus dem Beitrag "Perspektiven für die Photovoltaik" vom 10.1.2006

Offenbar gibt es - abhängig von Geschäftsmodell und Platz in der Wertschöpfungskette - eine gewisse Spannbreite: Zwar kommen die fünf großen TecDAX-Solarfirmen, zu denen z.B. Q-Cells und SolarWorld gehören, auf eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT) von durchschnittlich 16,7% - aber damit liegen sie hinter vergleichbaren Chipherstellern oder Unternehmen der Biotechnologie, die im Durchschnitt 17,2% Marge ausweisen. Berücksichtigt man dann noch die gesamte Wertschöpfungskette der PV-Branche und zieht damit auch das Handwerk, den Handel und die Planer mit ein, dann verbleibe für die Branche insgesamt lediglich eine Marge von nur rund sieben Prozent - resümiert die Monatszeitschrift aus dem Solarpraxis Verlag.

Zu einem vergleichbaren Ergebnis kam auch eine unlängst publizierte Studie des Europressedienstes. Sie errechnete eine durchschnittliche EBIT-Marge der Photovoltaikbranche von 8,1%. Auch im Branchenvergleich liegt Sonnenstrom demnach deutlich hinter anderen Industriezweigen. Die chemische Industrie erreicht immerhin 10%. Noch deutlicher fällt der Abstand zum Bergbau aus. In diesem Industriesektor, zu dem auch die Mineralölwirtschaft gehört, werden Gewinnmargen von durchschnittlich 13,9% erzielt. Auch im direkten Vergleich mit den Energieversorgern schneidet die Solarbranche eher bescheiden ab: Die Gewinnmargen von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall erreichten 2005 durchschnittlich 13,9%.

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