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für die Insel: netzunabhängige Strom- und Wärmeversorgung

(2.2.2007) Wenn Prominente für ihre intellektuellen Steckbriefe von Zeitungsredaktionen gefragt werden, welche drei Dinge sie mit auf eine Insel nehmen würden, kommt kaum jemand auf die Idee, dass er / sie / es u.a. auch Strom und Wärme brauchen könnte. Nomen est omen ... für solche Fälle böte sich z.B. das "ecoisland" Inselsystem von PowerPlus Technologies an, das auf der BAU als eine neue Lösung für die netzunabhängige Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden vorgestellt wurde.

Das modular aufgebaute System läßt sich zu einer vollautomatisch arbeitenden Energiezentrale zusammensetzen, die Objekte ohne Anschluss an das elektrische Netz auf Basis von Erd- oder Flüssiggas bedarfsabhängig mit Strom und Wärme versorgt. (An ein entsprechendes Vorratsbehältnis samt regelmäßiger Auffüllung müßte bei der Inselfrage also auch gedacht werden!). Darüber hinaus ist es auch möglich, in Gebäuden mit Netzanschluss eine nahezu unterbrechungsfreie Notstromversorgung zu realisieren. Mit dem neuen Inselsystem will das Unternehmen seinen Fachpartnern sowohl in Bezug auf die Netzstabilität als auch den Strom- und Wärmekomfort eine kompakte Lösung anbieten, die ohne vertiefende Fachkenntnisse komplett installiert und in Betrieb genommen werden könne.

Strom und Wärme in Balance

Grundlage für das 1-phasig betriebene Inselsystem ist ein leistungsmodulierendes ecopower Mini-BHKW, welches über eine spezielle Steuerungssoftware mit einem oder mehreren externen Wechselrichtern zusammengeschaltet werden kann. Der bidirektionale Wechselrichter erzeugt dabei eine konstante Netzspannung von 230 Volt / 50 Hz und dient als Führungsgröße für das im Netzparallelbetrieb laufende Mini-BHKW. Gleichzeitig erfasst der Wechselrichter den Stromverbrauch im Objekt und speist bei Bedarf Strom aus einem das Gebäudenetz stützenden Batteriesatz ein. Somit stünden zur Abdeckung größerer Lasten in Ergänzung zu den maximal 4,7 kW elektrischer Leistung des Mini-BHKWs noch einmal bis zu 4,5 kW pro Wechselrichter zur Verfügung.

Auf der Wärmeseite bedient das Mini-BHKW mit einer thermischen Leistung von bis zu 12,5 kW den Heizungs- sowie Warmwarmwasserbedarf des Gebäudes über einen zentralen Kombipufferspeicher. Der dabei produzierte Strom wird sowohl direkt im Objekt verbraucht als auch zum Aufladen des Batteriesatzes verwendet. Wenn dieser seine volle Kapazität erreicht aber hat, wandelt eine "Smartloadeinheit" die überschüssige elektrische Energie mit Hilfe einer Elektroheizpatrone im Speicher in zusätzliche Wärmeenergie um. Wird im Objekt hingegen so viel Strom angefordert, dass die bei der Produktion entstehende Wärme vom Heizsystem nicht mehr aufgenommen werden kann, so kann diese über einen Notkühler abgeführt werden. Auf diese Weise will die Anlage über die stufenlos modulierende Lastregelung selbst bei hohen Strom- und Wärmeanforderungen eine stabile Netzfrequenz und damit eine gleichmäßige und sichere Energieversorgung gewährleisten. (Vielleicht bietet es sich ja zukünftig an, besagten Notkühler mit der Stromgewinnung aus Niedertemperaturwärme zu kombinieren, bevor Überschußwärme einfach "abgefackelt" werden muß!?)

Das Inselsystem sei in der Standardausführung mit einem Mini-BHKW, einem externen Wechselrichter sowie einem Batteriesatz mit 300 Ah / 60 V bereits für Einfamilienhäuser ohne Stromanschluss geeignet. Für den Einsatz in abgelegenen Gasthöfen oder Berghütten mit Gastronomie komme ein zweiter Wechselrichter hinzu und die Kapazität des Batteriesatzes werde auf 600 Ah verdoppelt. Darüber hinaus könne das System über die Einbindung eines zweiten Mini-BHKWs sowie einer beliebigen Zahl von Wechselrichtern und Batteriesätzen in seiner Leistungsfähigkeit frei skaliert werden.

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