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Barrierefreie Badezimmer flüssig abdichten

(13.2.2007) Die Bevölkerungspyramide verändert sich radikal. Immer mehr ältere stehen immer weniger jüngeren Menschen gegenüber. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Finanzierungssystem der Sozialversicherungen. Auch im Bauwesen treten Aspekte in den Vordergrund, denen in der Vergangenheit eher wenig Beachtung zukam. Barrierefreies Bauen gehört dazu.

Besonders Badezimmer geraten bei der Sanierung oder Instandsetzung älterer Räumlichkeiten in den Blickpunkt. Mit steigendem Alter werden traditionelle Badewannen zu unüberwindlichen Hindernissen, Duschtassen zu Stolperfallen. Barrierefreie Bäder und langzeitsichere, funktionsfähige Abdichtungen sind aber zwei Seiten einer Medaille. Sie gehören bedingungslos zusammen, denn ein Fliesenbelag ist nicht wasserdicht! Über die Fugen gelangt Feuchtigkeit in den Untergrund.

Auslaufmodell: "Abdichtung im Verbund"

Mit Veröffentlichung 6/2005 des deutschen Instituts für Bautechnik (DIBT) wurde die Europäische Zulassungsleitlinie ETAG 022 "Abdichtung für Boden und Wände in Naßräumen" bekannt gemacht. Die Abdichtung besteht aus wasserundurchlässigen Schichten mit und ohne Nutzschicht (Fliesen o.ä.) mit technisch beurteilter Brauchbarkeit. Die bisher als "Abdichtung im Verbund" (EN14891) über allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (abP) geregelte Verwendung (Bauregelliste A2 1.10) verliert nach einer Übergangsphase für die Anwendung in Naßräumen ihre Gültigkeit (ca. 2009).

Teil 1 der ETAG 022 fertiggestellt

Der Stichtag wird durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Danach gelten nur noch CE-gekennzeichnete Produkte, die nach ETAG 022 und nach Bauregelliste B1 in Verbindung mit der Musterliste der technischen Bestimmungen geprüft und als verwendbar eingestuft sind. Teil 1 der ETAG 022 "Flüssig aufzubringende Abdichtungen mit und ohne Nutzschicht" ist als einzige fertiggestellt, die anderen werden noch beraten. Damit sind die bauaufsichtlich geregelten Grundlagen geschaffen, Flüssigkunststoffe wie Kemperol in Naßbereichen, also auch in barrierefreien Badezimmern mit Bodeneinlauf, als Abdichtung einsetzen zu können (bei erteilter ETAG).

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Verarbeitung von Flüssigabdichtungen wie Kemperol: Die erste Lage wird aufgetragen, das Armierungsvlies eingelegt und mit einer zweiten Lage satt durchtränkt.

kleine Ergänzung: Für Kemperol 1K-PUR, Kemperol 2K-PUR und Kemperol V 210 liegen seit Jahren allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse vor zur Herstellung einer Abdichtung "im Verbund mit Fliesen- und Plattenbelägen für Bauwerksabdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser bei hoher Beanspruchung" gültig für die Beanspruchungsklassen A1, A2, B, C.

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