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Mauerkasten zur Vorrüstung dezentraler Raumlüftung

(16.3.2007) Im Bauwesen spielen Zeit und Geld eine tragende Rolle. Das gilt auch für die Installation der Haustechnik. Immer komplexere Systeme erfordern einen hohen Planungsaufwand. Um die zeitraubenden Arbeiten möglichst gering und einfach von der Handhabung her zu halten, entwickelte Meltem ein Mauerkastensystem für die Vorrüstung von dezentralen Lüftungsgeräten. Die Installation der Geräte kann dann kurz vor Fertigstellung des Bauvorhabens oder zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt erfolgen. Aufwändige Einbauarbeiten für ein Rohrleitungsnetz entfallen.


Die Mauerkästen eignen sich für die Unterputzmontage im Neubau oder in der Bestandssanierung jeweils für Massivbau oder Holzständerbauweise. Die Mauerkästen übernehmen mehrere wichtige Funktionen. Zum einen ist im Mauerkasten bereits ein Gefälle von ca. 2% nach außen berücksichtigt, was für die Kondensatausbringung der Geräte erforderlich ist. So können die Mauerkästen trotzdem immer im Lot eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass die Geräte im Mauerkasten sicher aufgenommen werden, wärmegedämmt sitzen und bei der Erfordernis einer werkseitigen Reparatur problemlos aus dem Mauerkasten und damit aus der Wand herausgezogen werden können.

Bei der Standortauswahl ist zu bedenken, dass die Geräte immer an einer Außenwand zu installieren sind. Für den Einbau des Mauerkastens ist ein Wanddurchbruch mit innenliegender Nische an geeigneter Stelle des Rohbaus durchzuführen. Außerdem muss ein Kabelkanal gefräst werden, in dem das Anschlusskabel (NYM 2 x 1,5 mm² bzw. NYM 3 x 1,5 mm²) verlegt und fixiert wird. Im nächsten Arbeitsschritt wird der Mauerkasten eingesetzt und anschließend alle benötigten Kabel in den Montageraum für das Gerät eingelegt.

Vor Beginn der Putzarbeiten ist der Putzschutzdeckel zu montieren und der Mauerkasten mit Hilfe von Keilen zu fixieren. Anschließend wird der Hohlraum zwischen Mauerkasten und Wanddurchbruch mit einem geeigneten Isolationsmaterial wie z.B. Bauschaum dicht ausgefüllt. Anhand eines Rahmens ist ein Putzauftrag von 15 mm vorgegeben. Wird eine stärkere Putzschicht gewünscht, ist der Mauerkasten beim Einbau um das entsprechende Maß in den Raum vorzusetzen. Nach Anbringen eines Putzgitters lässt sich der Innenputz auftragen. Bei diesem Arbeitsschritt ist darauf zu achten, dass die Schutzkappe in den Deckel eingesteckt ist.

Im Anschluss muss der Mauerkasten auch im Außenbereich angepasst werden. Bei einer Wandstärke von weniger als 365 mm ist der Kasten bündig abzusägen. Größere Wandstärken lassen sich über die Rohre ausgleichen. Ist eine zusätzliche Fassadendämmung eingeplant, sollte der Mauerkasten aufgrund der Rohrführung so weit wie möglich in der Dämmung verbleiben. Vor den Putzarbeiten an der Außenwand sind Blindrohre von außen in den Mauerkasten einzuschieben. Sie bilden die Beiputzfläche für den Außenputz. Nach Anbringen eines Putzgitters kann dann die Fertigstellung der Fassade erfolgen.

Der Einsatz von Mauerkästen ist eine sehr wirtschaftliche Variante der Vorrüstung eines Systems und bietet dem Bauherrn den Vorteil hoher Flexibilität. Einerseits kann bis zuletzt entschieden werden, welche Gerätetypen Standard, Komfort oder Netzwerk zum Einsatz kommen sollen. Und die Geräte können genau zum gewünschten Zeitpunkt eingesetzt werden.

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