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Zeitreise durch die Geschichte des Fertighauses

(22.4.2007) Diese Broschüre ist leider vergriffen, wird voraussichtlich auch nicht neu aufgelegt, so dass wir empfehlen, den letzten Absatz dieses Artikels zu entfernen.) Am Tag des deutschen Fertigbaus am 5. und 6. Mai 2007 blicken die deutschen Hersteller von Fertighäusern auf 80 Jahre Industriegeschichte zurück. Deshalb lädt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mit einer großen Wanderausstellung zu einer Zeitreise durch die Geschichte des Fertighauses ein. Die Ausstellung ist zunächst in den FertighausWelten Berlin und Hannover zu sehen.

Zwar beginnt die Frühgeschichte des Fertighauses bei keinem Geringeren als Leonardo Da Vinci, der um 1494 das erste aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzte Haus entwarf. Doch in der zwieten Hälfte der 1920er Jahre erhielt das Bauwesen dank der Architekten Walter Gropius und Konrad Wachsmann eine neue Qualität. Die beiden Deutschen entwickelten - zunächst unabhängig voneinander und später gemeinsam - die Fertigbauweise, wie wir sie heute kennen. Grundlagen waren einerseits die industrielle Vorfertigung von Bauelementen, andererseits die Verarbeitung von Holz als Baumaterial der Zukunft.

Konrad Wachsmann begann Mitte der 1920er Jahre mit Forschungs- und Versuchsarbeiten zur Rationalisierung und Verfeinerung der Holzbauweise. Wachsmanns bekanntestes Werk ist das Einstein-Haus in Caputh, das 1929 entstand. Etwa zur gleichen Zeit begründete Walter Gropius mit dem Bauhaus die bis heute berühmteste deutsche Architekturschule. Seine Philosophie, den Grundtyp eines Hauses mittels vorproduzierter Bauelemente zu variieren, verwirklichte Gropius 1927 mit der Weißenhofsiedlung in Stuttgart (siehe auch Google-Maps).

Gropius' „Baukastensystem“ machte das Fertighaus zu einem ökonomischen Produkt, denn es könnte Material, Zeit und Geld sparen. Hinzu blieben die Gebäude trotz industrieller Herstellung individuell und erhielten darüber hinaus eine klare architektonische Formensprache. 1941 kamen Wachsmann und Gropius in der amerikanischen Emigration zusammen und entwickelten ein Fertighaus-System, das viele auch heute noch innovative Bautechniken vorweg nahm.

Von diesem Startpunkt aus zeigt die Ausstellung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau in Bild, Text und Videoinstallation die wichtigsten Meilensteine der auch heute noch zukunftsorientierten Bauweise - zum Beispiel den Bauboom der Wirtschaftswunderjahre, die Eröffnung der ersten Hausausstellung Deutschlands in Quickborn bei Hamburg und die Entwicklung neuer Bauformen und Architekturtrends durch die Jahrzehnte. Der historische Überblick schließt mit der Gegenwart, in der Energiesparhäuser in Holzfertigbauweise zur ersten Wahl für immer mehr Bauherren werden.

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