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30 Jahre Raketenbrenner: Blaubrenner mit Raumfahrtgenen

(3.5.2007) Die Entwicklung des Raketenbrenners bedeutete vor dreißig Jahren einen großen Schritt für die Heiztechnik. Als erster einer neuen Generation von Ölbrennern nutzte der MHG Blaubrenner das Heizöl im Vergleich zu herkömmlichen Gelbbrennern besonders sparsam und umweltfreundlich.


Das neuartige Verbrennungsprinzip des Raketenbrenners hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren: Der Brenner eignet sich insbesondere zur kostengünstigen Teilmodernisierung bestehender Kesselanlagen. Alle aktuellen Grenzwerte für Hausheizungen soll der Raketenbrenner auch an alten Anlagen mühelos einhalten. Mit dem RE 1H hat MHG die dritte Generation des Blaubrenners in den Markt eingeführt. Seit März 1997 bietet MHG Heiztechnik die Vorzüge dieses Brenners auch im Rahmen eines eigenen kompletten Ölheizungs-Systems mit Gusskessel, Regelung und Warmwasserspeicher an. Und seit März 2005 ist der Raketenbrenner das Herzstück der MHG EcoStar Öl-Brennwert-Unit.

Die Entwicklungsgeschichte

Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Ölpreise wuchs in den siebziger Jahren das Interesse an Brennern mit verbesserter Energienutzung. Die Hersteller waren gefordert. Professor Winfried Buschulte von der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR), der sich bereits jahrelang für das amerikanische Space-Shuttle-Programm mit der optimalen Nutzung von Energie beschäftigt hatte, wurde von MHG gebeten, bei der Entwicklung eines sparsamen Brenners zu helfen.

Buschulte nahm die Herausforderung an. Er entwickelte, was der gesamten Branche bis dahin nicht gelungen war: ein funktionierendes System zur Umwandlung von Heizöl in Gas. Zum Patent angemeldet, erhielt MHG die Lizenz für den Verkauf in Europa, entwickelte aus dem System ein vertriebsfähiges Produkt und brachte es 1977 unter dem Markennamen "Raketenbrenner" auf den Markt.

Das innovative Verbrennungsprinzip

Was ist das Revolutionäre am MHG Blaubrenner? Wenn Heizöl auf die bisher übliche Weise zerstäubt und mit Luft vermischt wird, ist eine optimale Verbrennung nicht immer zu erzielen. Die Folge ist Ruß, der sich an den Kesselwänden niederschlägt. Dadurch wird der Übergang von Heizwärme aus dem Brennraum in das Heizungssystem erschwert; die nicht genutzte Wärme entweicht durch den Schornstein: Schon ein Millimeter Ruß erhöht die Abgastemperatur um 50 Grad Celsius.

Buschultes Idee bestand darin, Öl in Gas umzuwandeln: Beim Raketenbrenner werden die heißen Gase aus der Verbrennungszone bis an die Zerstäuberdüse zurückgeführt, wo sie den Ölnebel derart erhitzen, dass er gasförmig wird. Die damit erzielbare vollständige Verbrennung ermöglichte eine vorher nie erreichte dauerhafte Wärmeausbeute, da kein Ruß entstand. Auch der Ausstoß anderer Schadstoffe wie Stickoxid und Kohlenmonoxid wurde nicht nur durch die Verringerung des Heizölverbrauchs, sondern auch durch die perfekte Verbrennung gemindert.

So kommt es nicht von ungefähr, dass dem Raketenbrenner im Jahre 1981 als erstem Ölbrenner in der Bundesrepublik das Umweltzeichen "Blauer Engel" verliehen wurde. Darüber hinaus wurde der Raketenbrenner RE 1H im März 1999 von der Jury des Industrie Forum Design Hannover e.V. mit dem iF Ecology Award ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung, die zu den international begehrtesten zählt, belohnte die Jury nicht nur das ihrer Meinung nach exzellente Design des Raketenbrenners: Der Blaubrenner wurde unter 104 eingereichten Produkten aus 15 Ländern auch wegen seiner besonderen Produktqualität in Verbindung mit seiner ökologischen Spitzenstellung ausgewählt.

Der Raketenbrenner eignet sich vor allem für die Teilmodernisierung bestehender Anlagen. Zwar ist bei der Modernisierung die Installation einer modernen Einheit von Brenner und Kessel (Unit) die optimale Lösung, doch wenn der Austausch der kompletten Anlage die finanziellen Möglichkeiten des Hausbesitzers überschreitet, bietet der Brennertausch mit dem Raketenbrenner eine kostengünstige Alternative.

15 bis 315 kW: Komplettes Blaubrenner-Programm

Neben dem einstufigen Raketenbrenner RE 1H für Kesselleistungen von 15 bis 70 kW bietet MHG Brennertechnik die Blaubrenner-Technologie auch für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern und Gebäuden in Industrie und Gewerbe an. Mit den Brennern der Baureihe RZ 2 werden Kesselleistungen von 55 bis 185 kW abgedeckt. Der Raketenbrenner RZ 3 ist für Kesselleistungen von 195 bis 315 kW konzipiert.

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