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Mauerwerksbau verzeichnet 2006 ein deutliches Plus

  • DGfM befürchtet Einbruch für 2007

(16.5.2007) Mit einer deutlichen Absatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die deutsche Bauindustrie erstmals seit rund 10 Jahren wieder eine positive Entwicklung. Insgesamt konnten die Absatzmengen der Mauersteinhersteller in 2006 um knapp 9% gesteigert werden. Dabei behauptet der Mauerwerksbau weiterhin seine Position als wichtigster Wandbaustoff: 80 Prozent aller Wände im Wohnungsneubau wurden 2006 aus Mauerwerk erstellt. Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau legte jetzt die aktuellen Zahlen vor.

Mauerstein - Marktanteile in Deutschland für 2005 und 2006

Die Zahlen sind eindeutig: Die anziehende Konjunktur hat inzwischen auch die Bauindustrie erreicht. Insgesamt wurde 2006 eine Menge von 17,1 Mio. m³ Mauersteinen verbaut. Das entspricht einem Plus von 8,9%. Dabei verzeichnen die Ziegelindustrie mit 11,3% und die Porenbetonindustrie mit 10,3% die stärksten Zuwachsraten. Bei Kalksandsteinen sowie im Bereich Beton- und Leichtbeton konnte der Absatz um 5,7% bzw. 5,9% gesteigert werden.

Mit einem Anteil von 46,2% der Gesamtmenge ist Ziegel nach wie vor der am häufigsten eingesetzte Wandbaustoff, gefolgt von Kalksandstein mit 24,6%, Porenbeton mit 18,7% sowie Beton- und Leichbeton mit 10,5%. Im Detail konnten im vergangenen Jahr ...

  • 7,9 Mio. m³ Ziegel,
  • 4,2 Mio. m³ Kalksandsteine,
  • 3,2 Mio. m³ Porenbeton- sowie
  • 1,8 Mio. m³ Beton- und Leichtbetonsteine abgesetzt werden.

Fortsetzung in 2007?

Der erfreuliche Trend jedoch, so fürchtet DGfM-Geschäftsführer Dr. Ronald Rast, werde sich 2007 aller Voraussicht nach nicht fortsetzen. Verantwortlich dafür sei die Politik der Bundesregierung. Schließlich habe die Regierung bereits seit Jahren alle politischen und steuerlichen Rahmenbedingungen gegen Investitionen in den Wohnungsbau ausgerichtet: "In dieser Legislaturperiode wurden zahlreiche Gesetze verabschiedet, mit denen der Bund den Bürgern noch tiefer in die Tasche greift, als es ohnehin schon der Fall war. Alle negativen steuerlichen Entscheidungen der Bundesregierung," so die Prognose von Dr. Rast, "kommen jetzt zum Tragen." Es sei davon auszugehen, dass sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer um gleich 3 Prozentpunkte, die Streichung der Eigenheimzulage und die Abschaffung der degressiven Abschreibung für Immobilien sowie die anhaltende Diskussion um die Erbschaftssteuer negativ auf die Baukonjunktur auswirke. Im ersten Quartal ist für 2007 ein drastischer Rückgang von 20 bis 25% zu verzeichnen. Das sei auch auf Basiseffekte zurück zu führen, da im Vorjahr die letzte Vorziehwelle wegen der angekündigten Abschaffung der Eigenheimzulage lief. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnet Rast im Vergleich zu 2006 mit einem Rückgang von mindestens 7%.

"Die aktuelle Diskussion um die anziehende Konjunktur", warnt Rast, "trifft nicht für den Wohnungsbau zu. Der Wohnungsbau als mit Abstand größte Bausparte ist mit fast zwei Drittel Anteil für die gesamten Bau- und Immobilienindustrie entscheidend. Da die Bau- und Immobilienindustrie der bedeutendste Wirtschaftszweig der Bundesrepublik ist, hat das möglicherweise weit reichende Folgen: Der Trend kann länger anhaltend ausreichen, um die wirtschaftliche Gesamtkonjunktur nachhaltig zu beeinträchtigen."

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