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Von Baustellenfotos zur Projektdatenbank

(17.6.2007) Frank Eritt arbeitet unter Tage. Jedoch nicht in einem Kohle- oder Salzbergwerk. Der Diplomingenieur ist vielmehr auf einer der größten Baustellen in Leipzig unterwegs. Und diese befindet sich in bis zu 25 Metern Tiefe: Die Großbaustelle des City-Tunnels. "Ich dokumentiere den Baufortschritt", beschreibt der 25-Jährige kurz seine Aufgabe. Allerdings ist das längst nicht alles. Frank Eritt, der an der HTWK Leipzig am Fachbereich Bauwesen studiert hat, hat schon einige große Bauvorhaben dokumentiert und nun für das City-Tunnel-Projekt eine umfangreiche Bilddatenbank angelegt.


Auch in seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Optimierung der digitalen Bildverwaltung auf Großbaustellen. "Durch ein Praktikum bei der ARGE City-Tunnel Leipzig konnte ich seit 2005 Fotos von den Arbeiten im Tunnel machen", erzählt Eritt, "und da kam mir die Idee, diese in eine Datenbank einzuspeisen und aufzuarbeiten, damit jeder Mitarbeiter und auch die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit haben, den Stand der Arbeiten zu verfolgen."

Der Nutzen der Datenbank reicht aber noch viel weiter: Die Bilder können zur Auswertung verwendet werden und unterstützen so das Nachtragsmanagement der Firmen. Wurden wirklich zwei Bagger eingesetzt, ist alles Material auch angekommen, all das kann mit der Fotodatenbank von Frank Eritt nachvollzogen werden. Das Projekt City-Tunnel wird damit vollständig dokumentiert. "Außerdem können sich die Bauleute auch nach Monaten noch anschauen, wie dieser oder jener Abschnitt ausgesehen hat, was noch gemacht werden muss", sagt der gebürtige Thüringer. "Der Nachweis gestörter Bauabläufe ist damit kein Problem mehr."

Auch andere Baufirmen und Medien wie das ZDF sind schon auf seine Bilddatenbank aufmerksam geworden, nicht zuletzt, weil seine Homepage inzwischen über 5000 Fotos von Bauvorhaben wie dem DHL Luftdrehkreuz oder der Saale-Elster-Talbrücke zugänglich macht. "Diese Bilddatenbank ist eine Innovation in der Bauinformatik", sagt Prof. Fritz-Jürgen Schwarzat vom Fachbereich Bauwesen der HTWK Leipzig. Er hat die Diplomarbeit von Frank Eritt betreut und schaut auch heute gerne noch bei seinem ehemaligen Studenten auf den Baustellen vorbei. "Diese Lösung hat noch großes Potenzial." Frank Eritt könnte sich selbst schon vorstellen, die Datenbank weiterzuentwickeln und das System auch anderen Baufirmen und Ingenieurbüros anzubieten. Aus diesem Grund wurde auf einer neuen Webseite das System dargestellt. Nun hofft Frank Eritt auf weitere Bauvorhaben, bei denen man sein System einsetzten möchte.

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