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Bau- und Baustoffmaschinen: Umsatzprognose für 2007 auf +15% erhöht

(8.7.2007) Nach neuesten VDMA-Schätzungen steuert die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie 2007 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro an. Das wären 15 Prozent mehr als 2006. Auf Baumaschinen entfallen dabei 10,7 Milliarden Euro, auf Baustoff-, Keramik- und Glasmaschinen 3,5 Milliarden Euro. Zu Beginn des Jahres hatte der VDMA-Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen nur ein vorsichtiges Umsatzplus von sechs Prozent für das laufende Jahr vorausgesagt.

"Die sehr gute Konjunktur basiert in erster Linie auf einem unerwartet hohen Anstieg der Exporte um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr", sagte Dr. Peter Hug, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen am Rande einer Vorstandssitzung in Herne. "Das hatten wir am Anfang des Jahres so nicht erwartet." Wegen der ungünstigen Währungssituation des Euro gegenüber US-Dollar und Yen sowie des Rückgangs der "Housing Starts" in den USA waren wir von einer Abschwächung des Wachstums der Auslandsaufträge ausgegangen." Auf die Exporte entfallen rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche.

Auch im Inland zieht die Konjunktur weiter an. Hier erwartet Hug ein Umsatzwachstum für die Gesamtbranche von knapp 19 Prozent, das zum Teil auf Aufträgen fußt, die bereits im Vorjahr eingegangen waren. Zwar sanken im Vorjahresvergleich in den letzten Monaten die Auftragseingänge im Wohnungsbau, jedoch sind diese Zahlen durch den Wegfall der Eigenheimzulage zum Jahresende 2005 verzerrt. Hug geht davon aus, dass bei zunehmendem gesamtwirtschaftlichen Wachstum im Inland auch die Zahl der Baugenehmigungen tendenziell bald wieder wachse und den Absatz von Bau- und Baustoffmaschinen weiter ankurbele.

Durch den enormen Nachfrageboom in der Branche sind die Produktionskapazitäten derzeit voll ausgelastet. Probleme sehen die Unternehmen vor allem bei Zulieferungen und dem Finden von qualifiziertem Personal.

2008 rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von über fünf Prozent

Auch für 2008 prognostiziert der VDMA-Fachverband ein weiteres Umsatzplus von zwischen fünf und zehn Prozent. Die Baukonjunktur in wichtigen Absatzmärkten wie Europa, insbesondere Russland, aber auch in Indien werde sich mittelfristig weiter positiv entwickeln. Das Wachstum in China dürfte sich laut Fachverbandsvoraussage aber abschwächen. Wegen der zunehmenden Gefahr konjunktureller Überhitzung werden Regierungsmaßnahmen wahrscheinlicher, die zu einem Einbruch der Bau- und Baustoffmaschinenkonjunktur im Mega-Markt China führen könnten. Auch der Abschwung in den USA wird sich fortsetzen, so dass folglich wieder mehr Maschinen für Europa zur Verfügung stehen werden.

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