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35. Rosenheimer Fenstertage: Fenster, Fassaden und Glas im Klimawandel


Dauerhaftigkeit

Emmissions-Vermögen

Lichttransmission

Lüftung

Sonnenschutz

Wärmeschutz

(16.7.2007) Der Klimawandel ist in aller Munde, und Deutschland schreitet mit seinen CO₂-Sparzielen forsch voran. Weltweit spüren die Menschen die Veränderungen in Form von Hitzewellen, Stürmen und Starkregen. Die Energieeinsparung gilt unverändert als wirksamste Form der Energiegewinnung, und die energetische Sanierung des Baubestands spielt hierbei eine zentrale Rolle. Fenster und Glas gehören zu den wenigen Bauteilen, mit denen die Sonnenenergie nutzbar wird. Die Rosenheimer Fenstertage werden die zentralen Themen von allen Seiten beleuchten, damit Fenster-, Fassaden- und Glashersteller sowie Verarbeiter bestens für die Aufgaben der Zukunft gerüstet sind.

Die erkennbaren Phänomene des Klimawandels stellen uns alle vor große Herausforderungen. Die konkrete Antwort kommt in Deutschland 2008 in Form der aktuellen Energieeinsparverordnung und des Energiepasses auf uns zu. Hans-Dieter Hegner vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wird über die weitere Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen berichten, deren Einführung für 2010 und 2012 erwartet wird. Konkret bedeutet dies, Fensterrahmen und Verglasungen zu entwickeln, deren U-Wert unter 0,8 W/m²K liegt. Hier heißt es bereits heute mit den konstruktiven Hausaufgaben zu beginnen, um die Produkte für 2010 fit zu machen.

Die Rosenheimer Fenstertage wollen hierzu Denkanstöße geben und werden im Plenum über die wichtigsten Aspekte in 27 Vorträgen und folgende sechs Themenblöcke informieren:

  1. Konstruieren mit neuen Werkstoffen
  2. Klimaschutz durch Bautechnik
  3. Forschung und Zukunft
  4. Sicherheit bei Fenstern und Türen
  5. Verarbeitung von Systembauteilen
  6. Fenster und Fassaden in der Praxis

Im Themenblock "Konstruieren mit neuen Werkstoffen" werden interessante Ansätze für Metall-, Holz- und Kunststofffenster aufgezeigt. Dr. Helmut Weinläder vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) berichtet im Themenblock "Forschung und Zukunft" über den aktuellen Stand der Vakuumdämmtechnik, auf den viele sicher schon ungeduldig warten. Die sicherheitsrelevanten Eigenschaften der Bauteile werden wichtiger, denn Fenster und Fassaden müssen Stürme mit höheren Windlasten und Starkregen mit daraus resultierenden Überschwemmungen widerstehen. Viele Menschen werden sich sicher mit katastrophentauglichen Fenstern und Türen vor diesen Risiken schützen wollen. Prof. Dr. Wolfgang Seiler, Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK-IFU), wird konkrete Wetterdaten für Mitteleuropa skizzieren; Prof. Dr. Gerhard Berz von der LMU München schildert die finanziellen Auswirkungen aus der Sicht der Versicherungswirtschaft.

Weitere Themen wie Fensterlüftung und die Integration elektronischer Bauteile müssen dringend weitergetrieben werden, damit Fenster und Fassaden auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und keine Marktanteile an die Haustechnik verlieren. Hier liefert das ift Rosenheim mit der neuen Richtlinie "Fensterlüfter" und dem abgeschlossenen Forschungsprojekt "Elektronik im Fensterbau" eine optimale Vorlage, die es gemeinsam zu nutzen gilt. Prof. Rüdiger Lorenz von der Fachhochschule Potsdam und Prof. Dr. Harald Krause, Fachhochschule Rosenheim, werden hierzu zum neuesten technischen Stand berichten.

Auch wenn die technologischen Hürden nicht einfach zu nehmen sind, winkt den innovativen und leistungsstarken Unternehmen eine optimale Wettbewerbsfähigkeit auf interessanten nationalen und internationalen Märkten. Dr. Joachim Scharioth von TNS Infratest München wird deshalb die kaufentscheidenden Kriterien der Zukunft vorstellen und Dr. Frederik Lehner von Interconnection Consulting wird die europäischen Bautrends und Wachstumsmärkte analysieren. Fragen zum CE-Zeichen werden natürlich auch 2007 beantwortet, und zwar in Form des Dialogforums "Verarbeitung von Systembauteilen". Unter Federführung von Prof. Christian Niemöller werden die Spielregeln zwischen Systemgeber und Systemnehmer anschaulich aus technisch-rechtlicher Sicht unter die Lupe genommen. An konkreten Fallbeispielen wird die Bedeutung von Prüfzeugnissen, geprüften Systembeschreibungen und der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) analysiert. Zu diesem Themenkomplex zählen auch die rechtlichen Konsequenzen falsch deklarierter Werte, die Klärung von Mangelursachen sowie die Risikominimierung von Personenschäden durch eine korrekte Gefährdungsanalyse seitens der Hersteller.

Im Themenblock "Fenster und Fassaden in der Praxis" wird die konkrete Erstellung einfacher Nachweise für die CE-Kennzeichnung für die handwerkliche Fensterfertigung beschrieben, beispielsweise einfache Wärme- und Schallschutznachweise. Ebenso wird die Analyse und Vermeidung konstruktiver Schwachstellen und Fertigungsfehler im Mittelpunkt stehen.

Das umfassende Programm mit Informationen zu Referenten, Kurzfassungen der Vortragsinhalte sowie allen Anmeldeformalitäten findet sich online unter ift-rosenheim.de.

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