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Convenience Glazing sorgt für die richtige Optik und Energiebilanz

(17.7.2007) Früher galt der Werkstoff Glas oftmals als die Achillesverse in der Energiebilanz eines Gebäudes. Mittlerweile zeichnen sich moderne Hightech-Gläser durch hervorragende energetische Kennwerte aus, die auch in puncto Optik keine Wünsche mehr offen lassen. Dennoch stoßen selbst moderne Funktionsbeschichtungen an ihre physikalischen Grenzen. Beim professionellen Einsatz von Glas gilt es daher zentrale Faktoren zu berücksichtigen wie etwa den Standort oder die Ausrichtung eines Objekts sowie die Größe der Glasflächen und die Nutzung der Innenräume. Fließen diese Parameter in ein energetisches Gesamtkonzept mit ein, nennen Hersteller und Architekten dieses Verfahren "Convenience Glazing". Auch den ästhetischen Ansprüchen wird hierbei Rechnung getragen.

Ob hoch wärmedämmend oder mit dem Plus an Sonnenschutz: Die Industrie bietet heute eine Vielzahl von innovativen Glasprodukten an, deren Anwendung im Gebäude jedoch genau geplant sein will. Es ist daher wichtig, zunächst ein schlüssiges Verglasungskonzept zu entwickeln, das den jeweiligen technischen und optischen Anforderungen entspricht. Dabei sollte neben der Energiebilanz, auch der Nutzerkomfort, der sich beispielsweise mit einer entsprechenden Tageslichtplanung steigern lässt, berücksichtigt werden.

Professioneller Einsatz von Hightech-Gläsern

Bei der Wahl des passenden Isolierglases sind vorwiegend ...

  • der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert),
  • der Lichttransmissionswert (LT) und
  • der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) zu beachten.

Sunstop-Gläser reduzieren beispielsweise den g-Wert auf unter 40 Prozent und schützen die Innenräume vor Überhitzung. Gläser mit niedrigem U-Wert minimieren Wärmeverluste und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Und Kombi-Gläser verbinden ein Höchstmaß an Lichtdurchlässigkeit mit effizientem Energiemanagement im Winter und Sonnenschutz im Sommer. Ihre Leistungsfähigkeit spiegelt eine Selektivitätskennzahl von nahezu 2,0 wider. Zum Vergleich: Herkömmliche Gläser erreichen Werte von 1,4. Doch auch die hochwertigsten Glasinnovationen können ein ausgewogenes Energiekonzept nicht ersetzen, da selbst ihnen physikalische Grenzen gesetzt sind. Beim sommerlichen Wärmeschutz etwa stellt der Gesetzgeber laut Energieeinsparverordnung (EnEV) ab einem Fensterflächenanteil von 30 Prozent besondere Ansprüche. Zudem fordert die EnEV klimatisierte Nicht-Wohngebäude so auszustatten, dass sie eine möglichst niedrige Kühlleistung benötigen (DIN 4108, Teil 2).

Standortfaktor Himmelsrichtung

In gemäßigten Breitengraden kommt bei Nordfassaden nur die indirekte Sonneneinstrahlung zum Tragen. Es empfiehlt sich daher ein Glas mit sehr guten wärmedämmenden Eigenschaften und maximaler Lichttransmission. Technologisch ausgereifte Produkte wie zum Beispiel Silverstar ENplus von Glas Trösch überzeugen mit U-Werten von 1,1 W/m²K, einer Lichtdurchlässigkeit von 80 Prozent und einer farbneutralen Ansicht. Anspruchsvoller ist die Planung von Südfassaden. Hier kann intensive Sonneneinstrahlung zu thermischen Belastungen im Gebäude führen. Die Sonne steht hier jedoch meist so hoch am Himmel, dass die Beleuchtungsstärke (Lux) in tiefen Räumen nicht immer ausreichend ist. Hinzu kommt: Vor allem in kühleren Monaten sind oftmals passivsolare Energiegewinne erwünscht. Je nach Intention ist daher die passende Verglasung zu wählen. Silverstar COMBI Neutral 50/25 ermöglicht beispielsweise einen 50-prozentigen Lichtdurchlass sowie eine Verringerung der Wärmestrahlung auf 27 Prozent des Maximalwertes (nach DIN EN 410). Daneben sind Beeinträchtigungen durch Blendungen zu berücksichtigen: Insbesondere in südlichen Ländern sind mechanische Sonnenschutzeinrichtungen von Vorteil.

Noch komplexer stellt sich die Glasauswahl bei Innenräumen mit Ost- oder Westausrichtung dar. Morgens und nachmittags erreicht die im Sommer niedriger und lange stehende Sonne die höchste Einstrahlungsintensität. Insbesondere westorientierte Fassaden sind an warmen Sommertagen zusätzlich zur hohen Außentemperatur einer langen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Bei Bürohäusern ist daher der Einsatz von einer Kombi-Verglasung wie zum Beispiel von Silverstar COMBI Neutral 70/35 mit einem hohem Lichtdurchlass von 70 Prozent und einem niedrigen g-Wert von 37 (DIN EN 410) empfehlenswert.


Ein extremes Beispiel für die Besonderheiten einzelner Bauaufgaben sind Gebäude in alpinen Höhenlagen: Strenger Dauerfrost macht hier im Winter Gläser mit effizienter Wärmedämmleistung unverzichtbar. Gleichzeitig verstärkt sich die Sonneneinstrahlung durch die zusätzliche Reflexion des Schnees. Unter diesem Gesichtspunkt eignet sich eine Verglasung, die optimal vor der Energieeinstrahlung schützt. Ein anderes Beispiel sind Passivhäuser mit der Sonne zugewandten Glasflächen, die einen vergleichsweise hohen Gesamtenergiedurchlasswert (g-Wert) erforderlich machen. Bei dieser Anwendung ist ein Wärmedämmglas mit niedrigem U-Wert und hohem Energiedurchlass ideal.

Design nach Maß

Neben den glastechnischen Kennwerten ist die Außenansicht der Gläser ein wichtiger Aspekt gelungenen Convenience Glazings. "Früher ging wirksamer Sonnenschutz mit einer starken Reflexionswirkung einher," sagt Bruno Gygax, der bei der Glas Trösch Holding AG in der Schweiz als Mitglied der Gruppenleitung für Silverstar-Beschichtungen verantwortlich zeichnet. "Heute ist es uns dank intensiver Hightech-Entwicklungen möglich, eine Wirkung von Leichtigkeit und Transparenz zu erzielen, so Gygax weiter. Moderne Kombi-Gläser besitzen eine neutrale Optik. Bei Gläsern aus der Sunstop-Produktreihe von Glas Trösch können Kunden beispielsweise zwischen einer Lichtdurchlässigkeit von 20, 30 oder 50 Prozent wählen. Die Farbdesigns reichen von neutralen über blaue bis hin zu brillant-silbernen Nuancen.

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