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Kleine Gas-Blockheizkraftwerke mit besserer CO₂-Bilanz als Atomkraftwerke

(31.7.2007) Die dezentrale Strom- und Wärmeversorgung mit kleinen Gas-Blockheizkraftwerken verursacht insgesamt weniger CO₂-Emissionen als die getrennte Erzeugung von Strom in einem Atomkraftwerk und Wärme mit einer Ölheizung. Dies unterstrich die PowerPlus Technologies GmbH vor dem Hintergrund einer kürzlich vom Öko-Institut, Darmstadt, veröffentlichten und vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie zur Intersolar Freiburg 2007. "Eine ganzheitliche Betrachtung der CO₂-Emissionen von Energieprozessen zeigt, dass die fossile Kraft-Wärme-Kopplung ähnlich geringe Werte wie die Atomkraft erreicht und kleine Gas-Blockheizkraftwerke im direkten Vergleich sogar besser dastehen können", erläutert Michael Boll, Geschäftsführer des Unternehmens aus Gera.


Um die Treibhausgasemissionen von verschiedenen Technologien zur Energiebereitstellung zu ermitteln, muss laut der Studie der vollständige Lebenszyklus von der Primärenergiegewinnung bis zum Energieertrag betrachtet werden. So verursache zwar der Betrieb von Atomkraftwerken keine direkten CO₂-Emissionen - bei der Urangewinnung jedoch würden zum Teil erhebliche Mengen an Treibhausgas frei gesetzt. Um die Emissionen eines Atomkraftwerks mit denen eines Blockheizkraftwerks direkt vergleichen zu können, müsse darüber hinaus auch die Wärmeerzeugung mittels Öl- oder Gasheizung berücksichtigt werden. Unter diesen Voraussetzungen ermittelte die Studie für ein kleines Gas-Blockheizkraftwerk einen Ausstoß von lediglich 747 Gramm CO₂ - während die Kombination von Atomstrom und Ölheizung 772 Gramm erzeugt (jeweils bezogen auf die Produktion von 1 kWh Strom und 2 kWh Wärme). Ein kleiner kritischer Querverweis auf "Klimakiller Palmöl - das schmutzige Geschäft mit erneuerbarer Energie" vom 20.3.2007 sie gestattet!

Angesichts dieser Ergebnisse fällt auch die Bilanz von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eindeutig aus: "Aus Klimaschutzgründen brauchen wir also nicht mehr Atomstrom, sondern mehr Kraft-Wärme-Kopplung." Bei der Stromerzeugung sei der massive Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung dementsprechend die wichtigste Maßnahme zur Realisierung des 40%-CO₂-Minderungsziels der Bundesregierung. Hierzu soll der Anteil der effizienten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 auf 25% verdoppelt und so 20 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden.

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