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Neue Messe Hamburg in Metallleichtbau

(4.9.2007) Hamburg hat sich zu einem attraktiven Standort für Messen und Kongresse entwickelt. Mit guter Verkehrsanbindung, vielfältigem touristischem Angebot und interessanten Themen zieht die Hansestadt das Fachpublikum an. Im Jahr 2006 verzeichnete die Hamburg Messe zu insgesamt 41 Messen und Veranstaltungen rund eine Million Besucher aus der ganzen Welt. Zurzeit baut die HMC ihre Messe- und Kongressaktivitäten deutlich aus. Bis Ende 2008/ Anfang 2009 wird das Messegelände von bislang 65.000 auf 84.000 Quadratmeter vergrößert. Das Neubauprojekt "Weiße Messe" soll ein weiterer bedeutender Schritt sein, Hamburg als Standort noch attraktiver zu machen und diesen für die Stadt so wichtigen Wirtschaftsfaktor langfristig zu sichern.


Das neue Messegelände und das erweiterte CCH-CongressCenter Hamburg liegen mitten im Herzen der Elbmetropole (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Die Besonderheit des Standortes ist die innerstädtische Lage zwischen dem botanischen Garten "Planten un Blomen" sowie den Wohn- und Gewerbegebieten. Der ICE-Bahnanschluss liegt praktisch vor der Tür ebenso die City. Zum Flughafen sind es nur 20 Autominuten.

Das verabschiedete Planungskonzept aus der Feder des Düsseldorfer Büros Ingenhoven Architekten soll die Prinzipien von Ästhetik und Funktionalität harmonisch verbinden. Die Grundsteinlegung war im Sommer 2004, bis Ende 2008 soll das ehrgeizige Projekt, für das im Jahre 2003 ein internationaler Architekturwettbewerb ausgelobt wurde, in mehreren Bauabschnitten realisiert werden.

Funktionalität und Ästhetik

Die bereits umgebauten und fertig gestellten Hallen und die großzügigen Eingangsfoyers mit ihren weißen, wellenförmig geschwungenen Dächern und den Glasfassaden sind reizvoller Blickfang. Sie bieten Einblicke in einen lebendigen Erlebnisraum entlang der Karolinenstraße. Hinter dem repräsentativen gläsernen Eingang öffnet sich dem Besucher ein modernes Hallenambiente. Zentrale Verbindungsachse ist die Messe-Loggia, die als gebäudehoch verglaste Konstruktion alle Messebereiche miteinander verknüpft. Ein transparent gestalteter Übergang (Bild) verbindet die beiden Areale, den Bestand mit dem Neubaukomplex. Die Gliederung der Fassaden und Traufhöhen der Dachschalen fügen sich harmonisch in die vorhandene Stadtstruktur ein.

Metallleichtbau mit Qualitätszeichen

Den Auftrag zur Lieferung und Montage der Fassadenelemente incl. der Herstellung der Lüftungsgitter für die Klimatisierung in der Fassade, sicherte sich wib Wortmann Industriebau aus Wenden/Sauerland, ein etablierter Fachbetrieb für die Verarbeitung von Bausystemen aus Metall und darüber hinaus langjähriger Mitgliedsbetrieb im Industrieverband für Bausysteme im Metallleichtbau e.V. IFBS, Düsseldorf. Sichtbares Zeichen für die Ausführungsqualität und für das professionelle Handling mit modernen Metalllbauelementen im Betrieb und auf der Baustelle ist übrigens das IFBS-Qualitätszeichen. Es verspricht den Projektverantwortlichen ...

  • eine hohe Ausführungskompetenz,
  • die ausschließliche Verpflichtung von permanent geschultem Fachpersonal,
  • den perfekten Umgang mit Materialien sowie
  • eine professionelle Projektabwicklung.

Die damit verbundenen Qualitäten werden jährlich von unabhängigen Gutachtern überprüft und dem Mitgliedsbetrieb immer wieder neu bestätigt.

Material- und Ausführungsqualität

Die Konstruktion der Messehallen besteht aus einer auf Pendelstützen gelagerten Holzgitterschale. Jedes Dachelement überspannt eine Rasterfläche von 20 x 40 Meter. Die effiziente und elementierte Konstruktion ermöglicht eine hohe industrielle Vorfertigung und kurze Bauzeiten. Durch Einbringen einer zusätzlichen Unterspannung, die eine Feldlänge von 80 Meter aufweist, können Mittelstützen durch Luftstützen ersetzt werden. Diese Stützenfreiheit erlaubt auch die Anordnung von Spielfeldern für internationale Sportveranstaltungen.

Mineralfaser-Sandwichelemente bilden die Gebäudehülle auf einer Unterkonstruktion von Stahlrechteckrohren mit einer Wandstärke bis zu 10 mm. Diese Stahlleichtbauelemente sind ein wirtschaftlicher Werkstoff für moderne Industriefassaden. Gute Brandschutzeigenschaften und hohe Tragfähigkeiten bei geringem Eigengewicht der Elemente ermöglichen das Überspannen großer Stützweiten sowie flexible Einsatzmöglichkeiten.

Ausgeschrieben waren Brandschutzelemente mit einem Mineralstoffkern, mit verzinkten, korrosionsgeschützten Deckschichten und zusätzlicher Farbbeschichtung. Zum Einsatz kamen die Elemente des Herstellers Pflaum-Bausysteme, Typ FO - 0/0, mit glatten Deckschichten im Farbton RAL 9010/PV für Außen und RAL 9010 / PE für Innen. Ihre Deckschalen bestehen aus bandverzinkten, korrosionsfreien Feinblechen nach EN 10147 (275 g/m² Zink). Sie entsprechen der Korrosionsschutzklasse K III / DIN 55928 Teil 8. Der Isolierkern besteht aus steggerichteten, hochverdichteten Mineralfasern, ist wasserabweisend und nicht brennbar nach Brandschutzklasse A1. Verarbeitet wurden ca. 30.300 m² mit einer Elementdicke von 140 mm und einer Baubreite von 1000 mm.

Zur Vorbeugung von Verwechslungen und von Beschädigungen der beiden hellen und unterschiedlich kaschierten Deckschichten-Oberflächen lieferte der österreichische Sandwichelementhersteller Pflaum die Elemente in Schutzfolien, eingepackt und mit Kennzeichnung für die Ober- und Unterseite der Paneele. Die durchweg 4.75 m langen Sandwichelemente besitzen als Stahlleichtbauelemente ein geringes Eigengewicht von nur 30 kg/m².

Die manuelle Befestigung erfolgte mit Selbstschneidschrauben, deren Schraubenköpfe durch die Lisenen sauber abgedeckt sind. Um die Fugendichtheit in der Gebäudehülle zu gewährleisten, verfüllten die Monteure die Fugenstöße mit Mineralwolle und dichteten die Stöße zusätzlich mit vorkomprimierten Fugendichtbändern sauber ab.

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