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Vor Sanierung Mauerwerk trocken legen

(10.9.2007) Im kommenden Jahr wird der Energieausweis endgültig zur Pflicht. Das hat die Bundesregierung nach langen Verhandlungen entschieden (siehe Beitrag "Bundesregierung ebnet den Weg zur Einführung von Energieausweisen" vom 1.7.2007). Zunächst gilt diese Regelung für Vermietungs- und Verkaufsimmobilien. Sie soll aber auch auf selbstgenutzte Häuser ausgeweitet werden. Bereits im ersten Schritt könnten damit rund 400.000 Hausbesitzer in den neuen Bundesländern vor einem Problem stehen. Ihre Häuser warten nämlich dringend auf eine Sanierung, und der Gebäude-Energie-Ausweis wird das noch einmal unterstreichen. Er soll nicht nur den Primärenergiebedarf offenlegen sondern auch Schwachstellen in der Gebäudehülle zeigen. In der Regel werden diese auf eine mangelhafte oder fehlende Wärmedämmung zurückgeführt. Entsprechend die empfohlene Maßnahme: Wärmedämmverbundsystem. Aber: Vorsicht ist geboten.


Bild aus dem Beitrag "Thermografie erleichtert Sanierungsplanung" vom 21.6.2006

Nicht immer reicht eine bloße Dämmung der Gebäudehülle, um den Heizenergiebedarf zu reduzieren. In vielen Fällen würde man auf diese Weise den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Grund: Die Wände sind schlichtweg feucht. Eine verbreitete Ursache dafür ist eine defekte oder ganz fehlende horizontale Sperre im Fundamentbereich. Wasser kann nahezu ungehindert aufsteigen - mit zum Teil schlimmen Folgen für das Haus und seine Bewohner.

Wenn Wasser im Mauerwerk aufsteigt, verschlechtert sich das Raumklima im Haus drastisch. Schimmel an den Wänden droht - ganz besonders dann, wenn gedämmt wurde, ohne die Ursache für die Feuchtigkeit im Mauerwerk zu beseitigen. Schimmel muss nicht sofort erkannt werden, stellt aber von Beginn an eine Gefahr für die Gesundheit der Hausbewohner dar. Das gilt vor allem für ältere Menschen und kleine Kinder.

Neben Gesundheitsgefahren für die Bewohner belastet Feuchtigkeit im Mauerwerk den Geldbeutel des Hausbesitzers, und zwar vollkommen unabhängig von Wärmedämm-Maßnahmen. Entsprechend dem Grad der Durchfeuchtung steigt der Heizenergiebedarf im Bereich der Feuchtigkeit um bis zu 50 Prozent. Abwärts geht es dagegen für den Wert der Immobilie - bis zu 15 Prozent Wertverlust. Ständige Reparaturarbeiten schlagen obendrein zu Buche. Auf lange Sicht zerstört Wasser im Mauerwerk die Gebäudesubstanz. Fazit: Vor jeder Sanierung sollte der Hausbesitzer prüfen, ob sein Mauerwerk tatsächlich vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt ist. Wenn nicht, schafft vielfach eine nachträgliche horizontale Sperre im Fundamentbereich Abhilfe.

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