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Aktuelle Pelletsproduktion in Deutschland steigt sprunghaft

(28.9.2007) Pelletsproduzenten in ganz Deutschland erweitern ihre Produktionskapazitäten für Holzpellets. Die Zahl der Produktionsstätten für Pellets ist in den vergangenen drei Jahren deutlich ausgebaut worden: Im Jahr 2005 produzierten 28 Pelletswerke rund 290.000 Tonnen Holzpellets, ein Jahr später waren schon 32 Firmen an 35 Standorten zu zählen. Aktuellen Erhebungen der Solar Promotion zufolge produzieren 44 Pelletswerke dieses Jahr rund 1,3 Millionen Tonnen Holzpellets, was einer Vervierfachung des Angebots innerhalb der vergangenen zwei Jahren entspricht.  Weitere 13 Pelletsproduktionen sind geplant oder befinden sich im Bau. Zudem bauen bestehende Werke ihre Kapazitäten aus. Die in den letzten Monaten deutlich gestiegenen Produktionskapazitäten führten dazu, dass sich der Pelletspreis wieder stabilisiert hat.


Deutlich über 70.000 Pelletsfeuerungen sind laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurzeit in deutschen Haushalten in Betrieb. Diese Anlagen verbrennen pro Jahr jeweils im Durchschnitt zwischen fünf und sechs Tonnen: In der Summe müssen über 350.000 Tonnen Holzpellets zur Verfügung stehen. Es ist demnach noch ein enormes Potenzial für Pelletsheizungen vorhanden. Da schon heute mehr als doppelt so viele Pellets produziert wie verbraucht werden, exportieren einige Werke Teile ihrer Produktion ins europäische Ausland, wie z.B. nach Schweden, Italien und Frankreich. So entsteht ein grenzüberschreitender Handel mit Holzpellets, der sich zunehmend global gestaltet.

Für Nachschub an Holz und Restholz für die Pelletsproduktion ist ebenfalls gesorgt. Stetig werden neue Ressourcen als Rohstoffe erschlossen. Neben Restholz wird so genanntes Schwachholz wie Baumwipfel und dünne Stämme bereits zu Pellets verarbeitet. "Zukünftig könnte ein landwirtschaftlicher Anbau von Energiehölzern auf brachliegenden Flächen aus der Landwirtschaft weitere Ressourcen für die Pelletsproduktion in Deutschland bereit stellen", sagt Barbara Pilz, Projektleiterin des 7. Industrieforums Pellets. Letztendlich sei die Versorgung auch durch den wachsenden internationalen Pelletshandel gesichert, verspricht Frau Pilz.

Trotz zunächst gesunkener Nachfrage nach Pelletsheizungen am Anfang dieses Jahres stehen die Vorzeichen für ein weiteres Wachstum gut: Die Förderung des BAFA wurde von 24 Euro pro Kilowatt auf 36 Euro pro Kilowatt erhöht, mindestens jedoch 1.500 Euro (vorher 1.000 Euro). Damit stehen mit Holzpellets eine wirtschaftliche, umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen zur Verfügung.

Neues und Trends vom wachsenden Pelletsmarkt finden Fachbesucher auf der Interpellets 2007 und dem 7. Industrieforum Pellets. Die Fachmesse Interpellets 2007 ist die einzige Messe, die sich ausschließlich auf Holzpellets konzentriert. Hersteller, Händler und Zulieferer der gesamten Wertschöpfungskette rund um Holzpelletsheizungen sind vertreten und präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen – vom Rohstoff bis zum passenden Schornsteinsystem. Die Interpellets findet vom 10. bis 12. Oktober 2007 in der Neuen Messe Stuttgart statt. Der Veranstalter Solar Promotion erwartet circa 150 Aussteller und 6.000 Besucher, davon rund 20 Prozent aus dem Ausland. Die ersten beiden Tage sind ausschließlich den Fachbesuchern vorbehalten. Am 12. Oktober öffnet die Interpellets 2007 ihre Tore von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr auch für Endverbraucher. Im Vorfeld findet das 7. Industrieforum Pellets (9. bis 10. Oktober, Internationales Congresscenter Stuttgart) statt, zu dem über 400 Teilnehmer erwartet werden.

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