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Richtig Heizen in der „Übergangszeit“

(23.10.2007) Mit sinkenden Außentemperaturen steigt das Komfort-Bedürfnis nach mehr Wärme in den Wohnräumen. Zwar sind die Tage noch angenehm warm, aber die Nächte mitunter schon recht kühl. Gerade in der so genannten Übergangszeit gilt es deshalb, mit umweltfreundlichen und vergleichsweise kostengünstigen Maßnahmen der Kälte Paroli zu bieten. Zu hohe Raumtemperaturen erhöhen zudem die Erkältungsgefahr und verschwenden unnötig Geld und Energie.

Allgemeine Empfehlungen zum richtigen Umgang mit der Heizung vom Deutschen Energieberater Netzwerk:

  • In Wohn- und Arbeitsräumen reicht eine Temperatur von 20ºC aus. Nachts und in ungenutzten Räumen sollte die Temperatur auf etwa 16ºC abgesenkt werden.
  • Wer die Raumtemperatur nur um 1ºC senkt, spart rund 6% Heizkosten. Hier sollte allerdings auch bedacht werden, dass eine zu niedrige Raumtemperatur Schimmelbildung begünstigt.
  • Ökonomisch und günstig ist kurzes, kräftiges Stoßlüften, etwa 3 bis 4 mal täglich jeweils 3-5 Minuten lang. Bei Durchzug wird die verbrauchte Raumluft durch kältere Außenluft innerhalb von fünf bis zehn Minuten ersetzt. Verzichten Sie auf Dauerlüften durch das Kippen eines oder mehrerer Fenster! Das ist für den erforderlichen Luftaustausch nutzlos und verschwendet unnötig Energie. Beim Lüften sollten die Heizkörperventile immer geschlossen sein - am besten werden sie schon einige Zeit vorher 'runtergedreht.
  • Auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist zu achten - empfohlen werden 45 - 55 Prozent. Dringt permanent kalte Außenluft ein, sinkt auch die Luftfeuchtigkeit. Trockene Luft wirkt kälter und ist weniger gesund als ausreichend feuchte Luft.
  • Ein Hygrometer und einfache, an der Heizung montierte Luftbefeuchter helfen, hier optimale Werte zu erzielen.
  • Heizkörper sollten nicht durch Möbel oder ähnliches verdeckt sein, da die erwärmte Luft sonst nicht zirkulieren kann.
  • Bleiben Räume ganz unbeheizt, sollten die Türen zu beheizten Räumen geschlossen werden. Thermostatventile an Heizkörpern sollten dann auf die Position "Frostschutz", meist gekennzeichnet mit Hilfe eines Eiskristalls, eingestellt werden.
  • Mieter von Gebäuden mit hohen Heizkosten sollen überprüfen (lassen), ob die Heizungsanlage des Gebäudes die Vorschriften der Heizungsanlagen-Verordnung einhält. Bei Nichteinhaltung kann der Hausbesitzer mit einem Bußgeld belegt werden.
  • Eine nachträgliche Dämmung von Rollladenkästen ist empfehlenswert.
  • Auch Reflexionsplatten zur Dämmung von Heizkörpernischen sind sinnvoll.
  • Vorhänge und Jalousien können dafür sorgen, dass die kalte Luft zwischen Fenster und Stoff "stehen bleibt" und vor allem nachts als dämmendes Luftpolster wirkt.

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