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Karten zur europäischen Raumentwicklung im Rahmen der Territorialen Agenda

(4.11.2007) Am 25. Mai 2007 verabschiedeten die für Raumentwicklung zuständigen Minister der EU in Leipzig die Territoriale Agenda der Europäischen Union, die Zusammenwachsen und Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsstaaten fördern soll. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) erstellte zur Unterfütterung der Aussagen der Territorialen Agenda zwei Hintergrundberichte, die nun als Sonderveröffentlichungen erhältlich sind. Beide Berichte fassen Informationen zusammen, die bei Entscheidungen über Standorte für Produktion oder Vertriebszentren oder die Erschließung neuer Absatzmärkte helfen können.


Die Raumstruktur Europas auf Seite 17 der "Karten zur Europäischen Raumentwicklung"

"Europa wächst zusammen" befasst sich mit transnationalen Programmen und Projekten, insbesondere mit Kooperationen zwischen europäischen Ländern und deren Ergebnissen, Wirkungen und Nutzen.

Vielleicht noch interessanter sind die "Karten zur Europäischen Raumentwicklung": Sie erläutern grundlegende Strukturen und Trends der europäischen Regionen und Städte. Ausgewählte Visualisierungen zeigen die regional unterschiedlichen Potentiale, Stärken und Schwächen Europas und seiner Regionen und Städte auf.

Eingangstext und eine Basis-Karte erinnern zunächst daran, dass der Integrationsstatus der europäischen Länder verschieden ist und z.B. bisher nicht alle EU-Mitglieder dem Schengener Abkommen beigetreten sind, diesem aber z.B. Island und Norwegen als Nicht-Mitglieder angehören. Über die Beitrittskandidaten zum Abkommen und die EU-Beitrittskandidaten gibt die Karte ebenso Aufschluss wie über die Mitglieder der Europäischen Freihandelszone und des Europarates.

Die nächsten Karten beschäftigen sich mit der Bevölkerungsentwicklung in den verschiedenen Regionen Europas und vergleichen dabei auch differenziert natürliche und Wanderungssalden sowie die Entwicklung von Städten und deren Umland. Bei der Interpretation muss allerdings darauf geachtet werden, dass nicht immer die gleichen Untersuchungszeiträume zugrunde liegen.

Aus einem Vergleich der jährlichen Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts und dessen absoluter Höhe lassen sich wirtschaftliche Stärke und Entwicklung der Regionen ablesen: Besonders positiv fällt hier der Süden Irlands auf, wo sowohl Absolutwert als auch Wachstumsrate besonders hoch sind. Umgekehrt weisen der Norden Portugals, der überwiegende Teil Süditaliens, weite Teile Rumäniens, aber auch einige Regionen Ostdeutschlands besonders niedrige BIPs und Wachstumsraten auf. Besonders große Absatzpotenziale versprechen Gebiete wie die baltischen Staaten, in denen zwar das BIP selbst noch relativ niedrig, aber dessen Wachstumsrate bereits sehr hoch ist.

Wenn dann die Karte zur Förderfähigkeit im Rahmen der EU-Ziele "Konvergenz" bzw. "Wettbewerbsfähigkeit" auch noch bestätigt, dass - wie im Beispiel der baltischen Staaten - auf Fördermittel gehofft werden kann, spricht das zusätzlich für die positive Entwicklung der dortigen Wirtschaft.

Weitere Karten zeigen u.a. infrastrukturelle Aspekte, technologische und natürliche Risiken sowie Prognosen zur Entwicklung des Durchschnittsalters und des Klimas nach Regionen.

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