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Elektrosmog-, Luft- und Dampfsperre im Verbund

(15.11.2007) Die Welt will immer und überall erreichbar sein. Die Kehrseite ist eine kontinuierlich steigende Anzahl von Sendeanlagen der Mobilfunk-Anbieter, die bevorzugt an erhöhten Punkten - wie zum Beispiel auf Dächern - installiert werden. Von diesen Anlagen gehen ständig niederfrequent gepulste Hochfrequenzsignale aus, deren Auswirkungen auf biologische Vorgänge oder auf das Nervensystem von Mensch und Tier noch intensiv erforscht werden. Ein vorbeugender Schutz gegen die Strahlung empfiehlt sich in jedem Fall. Dies gilt vor allem dann, wenn Kinder diesen Einflüssen ausgesetzt sind.

Vor einigen Jahren wurde auf der Grundschule in Negenborn eine Mobilfunk-Sendeanlage installiert, die von Anfang an auf heftigen Protest vor allem der besorgten Eltern stieß. Da die Anlage durch eine vertragliche Bindung der Gemeinde noch bis 2009 stehen bleiben muss, wurde nach einer Lösung gesucht, um die Schulkinder so weit wie möglich von der davon ausgehenden hochfrequenten Strahlung abzuschirmen. Die Chance dazu bot sich, als das Dach des Schulgebäudes aus dem 19. Jahrhundert in den Sommerferien 2007 zur Sanierung anstand. Der neue Dachaufbau besteht aus einer Luft- und Dampfsperre, einer Wärmedämmung aus 140 Millimeter mineralischem Klemmfilz, einer diffusionsoffenen Unterdeckbahn und einer harten Bedachung aus braunen Tonziegeln.


Als Luftdichtheitsschicht kam dabei mit Delta-Reflex eine Bauverbundfolie zum Einsatz, die nicht nur die Wärmedämmung vor Diffusions- und Konvektionsfeuchte schützt. Das Material bietet auch eine 99-prozentige Schutzwirkung gegen elektromagnetische Strahlenbelastung im Frequenzbereich von 300 MHz bis 10 GHz. Dies ist in einer Studie von Professor Dipl.-Ing. Peter Pauli vom Lehrstuhl für HF- und Mikrowellentechnik an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und Dr.-Ing. Dietrich Moldan vom Institut für Umweltananalytik in Iphofen festgestellt worden. In der Studie waren traditionelle Baustoffe wie auch spezielle Abschirmmaterialien an über 300 verschiedenen Prüfmustern auf ihre Wirkung bei der Dämpfung hochfrequenter Strahlen hin untersucht worden.

Die besondere multiple Schutzwirkung von Delta-Reflex ist Ergebnis ihres speziellen Materialaufbaus. Zwischen einer hochtransparenten Polyesterfolie und einer schwer entflammbaren Polyethylenfolie eine Gitterarmierung und eine Aluminiumschicht korrosionsfrei eingebettet. Diese Kombination aus vier Materialschichten garantiert nicht nur einen sd-Wert von über 150 Metern und damit eine hohe Sicherheitsreserve gegen Diffusionsvorgänge zum Schaden von Wärmedämmung und Dachkonstruktion. Bei fachgerechtem, d.h. luftdichtem Einbau bewirkt das Material auch eine Energieeinsparung von bis zu 10 Prozent, was einer zusätzlichen Dämmung von ca. zwei Zentimetern entspricht. Erhöht wird dieser Energiespareffekt noch durch die Aluminiumeinlage, die nach Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg eine Wärmereflexion von ca. 50 Prozent ermöglicht und die gemäß der zitierten Studie zudem für die Strahlenschutzwirkung von über 40 dB (99.9%) verantwortlich ist.

Nach den Sommerferien konnten die Eltern ihre Kinder mit deutlich besserem Gefühl wieder zur Schule schicken. Auch dem aufgeheizten Klima in der Gemeinde kam das zugute.

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