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Wo Bio-Brennstoff drauf steht, muss weniger CO₂ 'rauskommen

(29.11.2007) Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg verpflichtet Immobilienbesitzer zum Einsatz erneuerbarer Energien bei der Gebäudeheizung. Dazu gehören auch Biogas und Bioöl. Allerdings ist beim Einkauf nicht erkennbar, welche der angebotenen Bio-Brennstoffe tatsächlich dem Klimaschutz dienen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg fordert eine klare und verbindliche Kennzeichnungspflicht über einen nachweislichen Klimaschutzbeitrag von Bio-Brennstoffen.

Der Absatz von Holzpelletsanlagen boomt. Alleine in Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Holzpelletsanlagen zwischen 2003 und 2005 auf 7500 verdreifacht. Die Verfeuerung von Holzpellets wird als umwelt- und ressourcenschonend beworben. "Nur erfahren Verbraucher nicht, wo die Bäume gewachsen sind und welche ökologischen Konsequenzen mit ihrer Abholzung verbunden sind", so Eckhard Benner, der verbraucherpolitische Sprecher der Verbraucherzentrale. "Den Pellets ist nicht anzusehen, ob sie aus nachhaltiger Waldnutzung vor Ort oder radikalem Kahlschlag in sensiblen Ökosystemen stammen und tausende Kilometer transportiert wurden." Daher fordert die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg für Bio-Brennstoffe ein Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem, das die Kohlendioxidemission über die gesamte Produktions- und Transportphase berücksichtigt. Dass die Produktion von Bio-Brennstoffen extrem klima- und umweltschädlich sein kann, zeigt nicht zuletzt das Beispiel Palmöl - siehe beispielsweise Beitrag "Klimakiller Palmöl - das schmutzige Geschäft mit erneuerbarer Energie" vom 20.3.2007.

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