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Tiefensee verleiht Deutschen Architekturpreis 2007 in München

(4.12.2007) Bundesminister Wolfgang Tiefensee hat heute in München den mit 30.000 Euro dotierten Deutschen Architekturpreis verliehen. (Die Entscheidung darüber fiel bereits im Juli.) Der renommierte Preis geht dieses Jahr an das Münchner Architekturbüro Fink & Jocher für das Studentenwohnheim auf dem Campus der Technischen Universität München - siehe Google-Maps.


Die Jury würdigte insbesondere das innovative Energiekonzept des Bauwerks: Durch Einsatz von Brennwerttechnik(!) und eine geschickte Anordnung von Außen- und Innenräumen sei das Campusgebäude beispielhaft für Energieeffizienz und Klimaschutz. Das Bundesministerium fördert den von der E.ON Ruhrgas(!) ausgelobten Preis im Rahmen der 'Initiative Architektur und Baukultur'.

"Mit dem Preis wollen wir Bauten bekannt machen, die für die Gestaltung der Umwelt und die Verwendung umweltschonender Energiearten beispielhaft sind, und mit diesen guten Beispielen für unsere Ziele werben", erläuterte Bundesminister Tiefensee sein Engagement.

Der Deutsche Architekturpreis greift auch dieses Jahr wieder ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf: "Energieeffizienz und Klimaschutz sind heute auch im Baubereich die größten Herausforderungen. Mit intelligenten Entwürfen tragen Architekten und Ingenieure dazu bei, Energie zu sparen und den Einsatz nachwachsender Energiequellen zu stärken", so Tiefensee. "Der Architekturpreis 2007 beweist, dass die Architektinnen und Architekten in Deutschland die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit erkannt und Lösungen entwickelt haben. Diese Lösungen müssen Schule machen."

Bundesminister Tiefensee würdigte in seiner Rede ausdrücklich das Engagement der E.ON Ruhrgas, die seit Jahren den Deutschen Architekturpreis fördert, und die Arbeit der Bundesarchitektenkammer als Schirmherr des Preises. "Ohne den Einsatz von Wirtschaft, Verbänden und engagierten Privatpersonen kann Baukultur nicht gedeihen", so Tiefensee.

Auch die Rolle der Bauherren könne nicht überschätzt werden: "Baukultur und Klimaschutz brauchen aufgeschlossene Bauherren. Gutes Bauen, Qualität und Energieeffizienz kann nur gemeinsam mit den Bauherren gelingen", sagte Tiefensee. Er freue sich deshalb besonders, dass nach dem ersten Preis im Jahr 2003, als das Kanzleramt mit dem renommierten Preis ausgezeichnet wurde, auch dieses Jahr wieder ein Bundesbau unter den prämierten Projekten zu finden ist: Eine der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen geht dieses Jahr an die Architekten David Chipperfield und Alexander Schwarz für das Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar, dessen Kosten zur Hälfte der Bund trägt. Das zeige, so Tiefensee, dass die Qualitätsoffensive des Bundes erfolgreich ist und der Bund als Bauherr seine Vorbildfunktion ernst nimmt.

weitere Auszeichnungen zum Deutschen Architekturpreis 2007 (dotiert mit 5.000 Euro)

  • Freie Universität Berlin, Berlin
    Foster + Partners, London
     
  • Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der
    Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Cottbus
    Herzog & de Meuron, Basel
     
  • Mercedes-Benz Museum, Stuttgart
    UN Studio - van Berkel & Bos, Amsterdam
    Museumsentwurf: Prof. HG Merz, Stuttgart
     
  • Dokumentationshaus Hinzert, Hinzert
    Wandel Hoefer Lorch + Hirsch, Saarbrücken

Anerkennungen zum Deutschen Architekturpreis 2007 (dotiert mit 1.000 Euro)

  • Ausstellungsgebäude Brühlsche Terrasse, Dresden
    Auer + Weber + Architekten, Stuttgart
    und Rolf Zimmermann, Dresden
     
  • Zeche Zollverein Schacht XII, Kohlenwäsche, Essen
    Heinrich Böll und Hans Krabel, Essen
     
  • S(ch)austall, Ramsen
    FNP Architekten, Stuttgart
     
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Aalen
    MGF Architekten, Stuttgart
     
  • Wolkenlabor des Instituts für Troposphärenforschung Leipzig
    Schulz & Schulz Architekten, Leipzig

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