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Flexible Wände bringen Bewegung ins ganze (Künst­ler-)Haus

(11.12.2007) Ob Hotel, Verwaltungsgebäude, Tagungszentrum oder Freizeiteinrichtung - flexible Raumkonzepte sind zum wichtigen Erfolgs- und Rentabilitätsfaktor geworden. Gefragt sind variable Flächen, die sich immer wieder neu und ohne großen Aufwand dem geänderten Bedarf anpassen. Architekten und Betreiber machen hier mit modernen Trennwandsystemen mobil.


Malen, töpfern oder bildhauern, tanzen, singen oder entspannen: Im Galerie und Künstlerhaus Spiekeroog hat Stillstand keine Chance. Inmitten einer autofreien Umgebung zeigt das neu eröffnete Domizil der Kunst auf der grünen Nordsee-Insel, dass Mobilität keine Frage von vier Rädern ist. Hier wird Beweglichkeit groß geschrieben: geistig, körperlich - und vor allem räumlich.

Der 2.500 Quadratmeter große Neubau zeichnet sich durch eine flexible und effiziente Flächennutzung aus: Professionelle Workshops und Kurse zu Kunst, Kultur, Gesundheit und Entspannung finden ebenso Platz wie kreative Managementseminare, Ausstellungen und Vernissagen sowie Veranstaltungen verschiedenster Art. "Die Aufgabe des Architekten bestand im Wesentlichen darin, ein offenes und multifunktionales Haus zu entwerfen", erläutert Niels Stolberg die Grundidee, alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Bremer Beluga-Reederei sowie Initiator und Inhaber des Galerie- und Künstlerhauses. Das Ziel ist erreicht, mit einem geschickten architektonischen Mix aus Glas, rustikalem Backstein und Moveo, dem mobilen Raumtrennsystem von Dorma Hüppe (siehe auch Beitrag "Bewegliche Trennwände von DORMA Hüppe mit Anleihen aus dem Flugzeugbau" vom 16.12.2005).

Die variable Flächengestaltung ist nicht nur in Freizeit- und Bildungseinrichtungen, in Stadthallen, Konferenz- und Tagungszentren, Universitäten und Schulen ein hochaktuelles Thema. Auch in modernen Büros, in denen immer wieder neue Teams an unterschiedlichen Projekten arbeiten, müssen sich die Räume kontinuierlich an den jeweiligen Bedarf anpassen: in Form, Größe und Wirkung. Wirtschaftlichen Erfolg hat auf Dauer nur, wer seine Flächen effizient ausnutzt. Architekten, Planer und vor allem Betreiber setzen daher verstärkt auf bewegliche Trennwände, mit denen sich jeder Grundriss beliebig oft variieren lässt.

Gefragt sind technisch wie ästhetisch ausgefeilte Lösungen, die möglichst vielfältige Verwendungen erlauben - öffnen und schließen allein reicht längst nicht mehr aus. Moderne Systeme müssen nicht nur optimalen Schallschutz, und ausgereifte Technik gewährleisten, sondern sich auch einfach und ohne große Muskelkraft bedienen lassen. Materialien, Proportionen und Oberflächenoptik spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.


Optisch ansprechend und kinderleicht zu bedienen

Das variable Schienensystem des Raumtrennprogramms Moveo bietet zahlreiche Möglichkeiten, Flächen immer wieder neu zu gestalten. Ganz bequem und ohne besondere Fachkenntnis können die Elemente einzeln verschoben werden: Über die so genannte ComforTronic wird das Aus- und Einfahren der Dichtleisten der Elemente serienmäßig elektronisch gesteuert. Dicht an dicht geparkt, nehmen diese nur minimalen Raum ein. Die Palette der Oberflächen reicht von Edelholzfurnieren über Metalldekore und Laminate bis hin zu Varianten mit magnethaftenden und beschreibbaren Oberflächen.

Dank Leichtbauweise ist Moveo laut Dorma bis zu 50 Prozent leichter als übliche Lösungen. Damit lässt sich das System auch im Bestand oder in besonders hohen Räumen integrieren, wo der Einbau bislang aus statischen Gründen nicht möglich oder mit hohen Zusatzkosten verbunden war. Gleichzeitig beschleunigt das reduzierte Gewicht in Kombination mit der ComforTronic den Auf- und Abbau: Der Umbau sei etwa doppelt so schnell erledigt wie bei herkömmlichen Trennwänden.

Ungestörtes Mit- und Nebeneinander im Künstlerhaus

Die Räume gestaltenden Moveo-Elemente sind nicht nur ausgesprochen leicht, sondern gelten zudem als ausgesprochen stabil. Die Verbundbauweise soll zuverlässig Rauch- oder Lärmbelästigungen aus dem Nachbarraum verhindern - bei ausgezeichneten Schallschutzwerten von bis zu RW 55 Dezibel. Diesen Aspekt weiß auch Unternehmer Niels Stolberg zu schätzen: "Für uns war es wichtig, dass wir ganz unterschiedliche Workshops und Veranstaltungen zur gleichen Zeit durchführen können, ohne dass sich unsere Teilnehmer und Gäste gegenseitig stören. Die hervorragende Schalldämmung ist exakt an die Bedürfnisse des Galerie- und Künstlerhauses angepasst."

Entsprechend flexibel konnte das Haus gestaltet werden. Der größte Teil der Flächen ist multifunktional ausgerichtet. Durch die Kombination verschiedener Moveo-Elemente entstanden Werkstätten und Ateliers sowie Räumlichkeiten für Seminare, Lesungen, Konzerte und vieles mehr. Mit der Integration beweglicher Glastrennwände aus dem System Dorma Varitrans - etwa im lichtdurchfluteten Eingangsbereich - konnte zusätzlich ein hohes Maß an Offenheit und Transparenz erzeugt werden:


Trennwände und Einrichtungsvarianten wurden insgesamt so gewählt, dass die Nutzung durchweg variabel ist. "Der Bewegungsraum im Untergeschoss kann zum Beispiel für Tanz-, Theater- und Gesundheitsseminare genutzt werden. Die anderen Räume stehen in ähnlicher Form Künstlern aller Richtungen offen", erläutert Stolberg. Zwischen 16 und 40 Personen lassen sich so bequem in einem Einzelraum unterbringen.

Für Lesungen, Konzerte, Kleinkunstveranstaltungen und größere Schulungen stellt das so genannte Forum (großes Bild) im Obergeschoss Platz für bis zu 200 Personen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl der Künstlerhaus-Gäste wird durch individuellen Service Sorge getragen. "Selbst Hochzeiten können hier adäquat gefeiert werden. Der gegebenenfalls unabhängig davon weiter laufende Gastronomiebetrieb wird dabei ebenso wenig gestört wie zeitgleiche Veranstaltungen", verweist Niels Stolberg auf den optimalen Moveo-Schallschutz. Für zusätzliche Gruppen lassen sich drei einzelne Seminarräume vom Forum abtrennen oder miteinander kombinieren, in denen es sich ruhig und konzentriert arbeiten lässt. "Der Aufbau aller Wände im Haus mit über 70 Einzelelementen ist in rund einer halben Stunde abgeschlossen. Der Umbau stört das laufende Tagesgeschäft nicht", berichtet der Künstlerhaus-Chef zufrieden. Ein zusätzliches Plus, das nicht zuletzt die Entspannung suchenden Gäste zu schätzen wissen.

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