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Solare Kombi-Großanlagen optimal dimensionieren und betreiben

(27.12.2007; Download-Link am 9.8.2015 zuletzt korrigiert.) Solare Großanlagen (SGA) zur Brauchwassererwärmung sind bereits mehrfach erprobt und etablieren sich. Der Einsatz großer Kombianlagen, die sowohl das Warmwasser erwärmen als auch die Heizung unterstützen, steht dagegen erst am Anfang. Benötigt werden Erfahrungen über die optimale Dimensionierung von Kollektorfeld und Speicher, Verschaltung und Betriebsweise. Günstig für den Einsatz solcher Anlagen ist, wen das ganze Jahr über ein vergleichsweise hoher Bedarf an Warmwasser und Heizwärme vorliegt. Damit eignen sich beispielsweise Kliniken. Die neue BINE-Projekt-Info „Thermische Solaranlage - Rehaklinik“ (11/07) berichtet über Erfahrungen mit einer Kombianlage an der Rehaklinik Bad Frankenhausen - siehe auch Google-Maps:


Foto: BINE Informationsdienst - FIZ Karlsruhe

Auf den nach Süden orientierten Gebäuden der Klinik wurden im Sommer 2003 dachintegrierte Großkollektoren eingebaut. Diese sind in die konventionelle Haustechnik eingebunden. Sie erwärmen ...

  • die Zuluft für die Sanitärbereiche der Patientenzimmer,
  • das Brauchwasser der Klinik sowie
  • das Wasser der Therapieschwimmbecken.

Nach Schwierigkeiten zu Beginn des Probebetriebs soll das optimierte System inzwischen einen solaren Deckungsanteil von fast 40% erreichen.

Etwa jede fünfte in Deutschland installierte Solaranlage liefert neben warmem Wasser auch Wärme für die Gebäudeheizung. Dabei handelt es sich jedoch bisher überwiegend um Kleinanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Über deren solaren Ertrag entscheiden in erster Linie Ausführung und Dimensionierung der einzelnen Komponenten, aber weniger das Anlagenkonzept. Bei großen Kombianlagen sind hingegen vielfältige Systemvarianten möglich, aber nicht gleichermaßen effektiv. Erfahrungen zu einer optimalen Systemdimensionierung und -gestaltung werden mit Demonstrations- und Forschungsanlagen im Rahmen der Förderkonzepte „Solarthermie-2000“ bzw. „Solarthermie 2000 plus“ des Bundesumweltministeriums gesammelt.

Die Projekt-Info „Thermische Solaranlage - Rehaklinik“ ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe als PDF-Datei downloadbar.

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