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T 9, T 8 und S 11 - Fluch oder Segen einer frühen Geburt?

(15.1.2008; Deubau-Bericht) Gefüllte und hoch wärmedämmende Mauersteine waren ganz sicher einer der Trends des Jahres 2007 und der Deubau 2008. So liegt die nominelle Messlatte aktuell immerhin schon bei einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,065 W/mK (siehe Beitrag "Bims-Leichtbeton-Mauerstein mit 0,065 W/mK" vom 11.1.2008). Entsprechend haben die Protagonisten Bisotherm, KLB, Mein Ziegelhaus, Unipor und Ytong die Mauerwerks-Schlagzeilen der letzten Monate geprägt. Die Pioniere bei den gefüllten Mauersteinen, nämlich Poroton und Wienerberger bzw. Schlagmann, hatten dagegen in dieser Zeit mit erhöhtem Aufmerksamkeitswert für hoch wärmedämmende Wandbaustoffe durch die EnEV- und Energiepass-Diskussionen hin und wieder das Nachsehen in der Berichterstattung. Denn die mit Perlit gefüllten Poroton-Steine waren im Vergleich nicht mehr besonders neu - wenngleich ebenfalls hoch wärmedämmend auf vergleichbarem Niveau.

Soweit der Fluch der frühen Geburt. Der Segen derselbigen ist aus Sicht von Poroton und Wienerberger, dass sich ihre Ziegel bereits in der Praxis bewähren konnten, während "die anderen" noch an Prototypen feilen oder die Serienfertigung just erst anläuft. Immerhin seien schon mehr als 10.000 Wohngebäude mit den gefüllten Poroton-Ziegeln T 9, T 8 und S 11 errichtet worden. Und so haben Poroton und Wienerberger die Deubau vehement genutzt, um an ihre "alten" gefüllten Mauerziegel mittels gebauter Tatsachen zu erinnern.

zertifiziert ökologisch

In punkto Ökologie wurden die Eigenschaften der Perlit-gefüllten Ziegel vom Institut für Baubiologie in Rosenheim (IBR) mit dem Prüfsiegel "sehr empfehlenswert" ausgezeichnet. Denn das mineralische Vulkangestein Perlit ist, wie der gebrannte Ton, frei von Schadstoffen und resistent gegen Schädlinge und Schimmelpilze - ideale Voraussetzungen für ein wohngesundes Zuhause. Umweltverträglichkeit und Reduzierung des Energieverbrauchs überzeugten auch die Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt e.V. (AUB), die den Markenprodukten ihr Zertifikat verlieh. Nicht zuletzt versprechen die statischen Eigenschaften durch hohe Druckfestigkeit eine lebenslange Wertbeständigkeit. Die Ziegel wehren laut Wienerberger zudem radioaktive Strahlen ab und zeichnen sich durch hohen Feuchte-, Schall- und Brandschutz aus. Die Feuerwiderstandsklasse F90-AB verleiht dem Poroton-T 9 und -S 11 darüber hinaus die Eignung für Gebäude mit erhöhten Brandschutzanforderungen, wie z.B. Reihenhäuser oder mehrgeschossige Wohnanlagen.

Poroton-T 8 und -T 9

Der Poroton-T 9 mit einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0.09 W/mK ist insbesondere für die Realisierung von Energiesparhäusern im geförderten KfW-60- bzw. KfW-40-Standard geeignet. Der Poroton-T 8 mit λ = 0.08 W/mK sei gar geeignet als Wandbildner bis hin zum Passivhausniveau. Bereits in Wandstärken von 30 bis 42,5 cm übertreffen die T 9 und T 8 die Anforderungen der EnEV 2007 - eine zusätzliche Fassadendämmung wird dabei nicht benötigt. An heißen Sommertagen fördert das winddichte Ziegelmauerwerk zudem ein ausgeglichenes Raumklima und macht Klimaanlagen ggf. überflüssig.

Poroton-S 11: Der Schallschützer für den Objektbau

Ideal für den mehrgeschossigen Wohnungs- und Objektbau ist der hoch wärme- und schalldämmende Poroton-S 11 mit einem Schallschutzwert von R'w,R = 51 [48] dB bei nur 36,5 [30,0] cm Wandstärke. Dank der verwendeten Abstimmung von porosiertem Ton und Perlit-Füllung lässt der Objektziegel gute Voraussetzungen für einen bestmöglichen Schallschutz erwarten. Durch die besonders dicken massiven Ziegelstege gewinnt der Poroton-S 11 außerdem ein Plus an Stabilität und Sicherheit. Mit einer Rohdichte von 0,9 und einer Mauerwerksdruckspannung von 1,2 MN/m² kann der Objektziegel eine Belastung von bis zu 120 t auf 1 m² "wegstecken" und ist damit hohen statischen Anforderungen gewachsen. Gleichzeitig eignet er sich mit einer Wärmeleitzahl von 0,11 W/mK bereits bei einer Wanddicke von 30 cm für monolithische Außenwände von Wohngebäuden im 2007er EnEV-Standard.

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