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Erdölreserven für Jahrzehnte

(23.1.2008) Hohe Ölpreise sind keinesfalls Folge eines Mangels an Ölreserven. Denn mit rund 179 Milliarden Tonnen sind die gesicherten konventionellen Rohölreserven der Welt nach Angaben der Mineralölwirtschaft derzeit so groß wie niemals zuvor. Als Reserven gelten die mit heutiger Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Erdölmengen. Hinzu kommen rund 332 Milliarden Tonnen Ressourcen. Das sind nachgewiesene oder geologisch mögliche Vorkommen, die zwar bekannt sind, aber mit heutiger Technik nicht wirtschaftlich gefördert werden können.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), eine Fachbehörde des Bundeswirtschaftsministeriums, weist in einer aktuellen Studie weltweit sogar 229 Milliarden Tonnen Rohöl als sichere Reserven aus, weil sie bereits einen Teil der nicht-konventionellen Schwerstölvorkommen in Venezuela als Reserve bewertet.

Weltweite Ölvorkommen

Nach heutigem Welterdölverbrauch, der sich aufgrund der erhöhten Nachfrage vor allem aus China auf 3,92 Mrd. Tonnen gesteigert hat, würden allein die gesicherten Reserven für rund 46 beziehungsweise 58 Jahre ausreichen. Doch Experten warnen seit jeher vor solchen Hochrechnungen, weil sie jeweils nur eine Momentaufnahme darstellen. Wesentliche Faktoren bleiben dabei nämlich unberücksichtigt, insbesondere der technische Fortschritt und die Erschließung neuer Ölvorkommen. Ein Rückblick verdeutlicht die Problematik derartiger Hochrechnungen: In den vergangenen 60 Jahren haben sich die gesicherten Ölreserven stetig erhöht, obwohl in diesem Zeitraum auch der jährliche Ölverbrauch kontinuierlich anstieg:

  • 1940 umfassten die bestätigten Welterdölreserven rund 6 Mrd. Tonnen,
  • 1980 lagen sie bei 88 Mrd. Tonnen, und
  • für 2007 registriert die Mineralölwirtschaft nun 179 Mrd. Tonnen.

Das beachtliche Potenzial neuer Lagerstätten zeigt sich an einem aktuellen Beispiel. Im November 2007 wurde im Santos-Becken vor der Küste Brasiliens ein neues Öl- und Gasvorkommen mit mutmaßlich mehr als einer Milliarde Tonnen Öleinheiten entdeckt. Geologen erwarten in dieser Region weitere beachtliche Funde. Zu den größten neu entdeckten Ölvorkommen der letzten Jahre zählen unter anderen das Kashagan-Feld in Kasachstan mit 1,76 Mrd. Tonnen Öleinheiten sowie Felder in China, Iran und Angola.

Darüber hinaus ermöglichen technologische Fortentwicklungen in der Fördertechnik eine immer effizientere Ausschöpfung der vorhandenen Lagerstätten. Höhere Reserven ergeben sich zudem durch neuartige Bohrtechniken und Methoden, Offshore-Bohrungen in immer tieferen Gewässern durchführen zu können. Aktuell sind Erschließungen in 3000 Metern Tiefe möglich.

Es sind auch gestiegene Preise, die es erlauben, zuvor unwirtschaftliche Lagerstätten nun wirtschaftlich zu erschließen. Bestes Beispiel dafür sind die Ölsande in Kanada. Bereits 24,1 Milliarden Tonnen dieser Vorkommen zählen seit einigen Jahren zu den gesicherten Welterdölreserven. Daher liegt Kanada heute nach Saudi-Arabien auf Platz zwei der Länder mit den größten gesicherten Erdölreserven.

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