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Busch-Jaeger inszeniert berühmtes Deckenfresko in Würzburger Residenz

(25.1.2008) Ein wahrlich kaiserlicher Anblick bietet sich dem Besucher beim Betreten des Treppenhauses der Würzburger Residenz (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps): Bereits nach den ersten Schritten aus dem kühlen flachen Vestibül fallen die Höhe des Raums und seine Helligkeit ins Auge. Entlang den weißen Treppenstufen hebt sich der Blick über den Wendepodest bis hin zu der atemberaubenden Decke mit ihrem italienischen Fresko. Wo bereits Könige und Kaiser ein und aus gingen, erfreut sich heute die Öffentlichkeit an den prachtvollen Räumlichkeiten. Ein besonderes Highlight stellt das von 2003 bis 2006 aufwendig restaurierte Deckenfresko des venezianischen Malers Giovanni Battista Tiepolo dar. Hervorgehoben wird dieser einzigartige Blickfang durch eine ausgefeilte Lichtregie auf der Basis von Gebäudesystemtechnik der Busch-Jaeger Elektro GmbH.

Speziell entwickelte Leuchten und Glühlampen rücken sowohl das Treppenhaus als auch das Kunstwerk ins rechte Licht: Über das Controlpanel (Bild aus dem Beitrag "EIB/KNX-Controlpanel von Busch-Jaeger optimiert" vom 7.7.2006) der Lüdenscheider kann die Lichtstimmung im Aufgang zum "Weißen Saal" gesteuert werden. Neben der automatischen Lichtregelung durch Signale einer Wetterstation besteht auch die Möglichkeit, die Beleuchtungsintensität individuell zu regeln. Dies erweist sich insbesondere bei offiziellen Empfängen und größeren Veranstaltungen als sinnvoll, denn ein festliches Ambiente bedarf auch einer entsprechenden Beleuchtung.

Schloss Versailles, Schloss Schönbrunn, Residenz Würzburg - diese drei bedeutenden Bauten des Barock werden häufig im gleichen Atemzug genannt. Ihnen gemeinsam sind eine beeindruckende Fassade und ein prunkvolles Inneres. Im Gegensatz zu ihren "größeren" Brüdern sollte die Residenz jedoch ursprünglich keine Kaiser oder Könige, sondern die Würzburger Fürstbischöfe beherbergen.


1719 von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn in Auftrag gegeben, dauerte es jedoch insgesamt 61 Jahre bis zur Vollendung des barocken Kleinods. Mit Bravour wurde diese Mammutaufgabe von dem damals noch jungen und unbekannten Architekten Balthasar Neumann bewältigt. Er vollbrachte es, aus den divergierenden Wünschen der Bauherrenfamilie, den konkurrierenden Entwürfen führender Architekten sowie den Ideen zahlreicher Dekorationskünstler ein homogenes Gesamtkunstwerk zu erschaffen. Eine Besonderheit stellt dabei die Offenheit der Architektur dar. Das Gebäude wurde so konstruiert, dass die Gäste geschützt vor der Witterung mit ihren Kutschen direkt in das Vestibül fahren konnten. So gelangten auch die hohen Gäste trockenen Fußes in das einladende Treppenhaus der Würzburger Residenz.

Der heutige Besitzer, die Bayerische Schlösserverwaltung, hat sich den Erhalt des 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Gebäudes zur Aufgabe gemacht. Besonderes Augenmerk wurde dabei vor allem auf das Treppenhaus gelegt, in dem das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt aufwendig restauriert wurde. Die Kunstwerke von Tiepolo hatten in den vergangenen rund 220 Jahren stark unter Schimmelpilz, Verschmutzung und sich ablösenden Farbschichten gelitten. Bei den dreijährigen Restaurierungsarbeiten konnten die Szenen und Bilder, welche die vier Kontinente und verschiedene Götter zeigen, in ihren Originalzustand gebracht werden. Die Installation eines auf die Raumarchitektur abgestimmten Beleuchtungssystems bildete bei der Restaurierung des Treppenhauses eine wesentliche Komponente des Gesamtkonzepts.

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