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Baustoff-Fachhandel in zweiter Jahreshälfte 2007 mit Einbußen

(3.2.2008) Trotz positiven Auftakts in den ersten sechs Monaten musste der Baustoff-Fachhandel im Jahr 2007 wieder einen Dämpfer hinnehmen. Das zeigt die Blitzumfrage unter den Mitgliedsfirmen des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), Landsberg, zu Jahresbeginn. Danach erzielten die bundesweit 919 Unternehmen an den insgesamt 2.169 Betriebsstätten 5,4 Prozent weniger Umsatz als im Ausnahmejahr 2006. Ursache dafür war laut BDB-Präsident Max Schierer in erster Linie der einbrechende Wohnungsneubau. Die aktuelle Stimmung in der Branche ist geteilt. Während die Hälfte der Händler zuversichtlich auf 2008 blickt, erwartet jeder Zweite für sein Unternehmen eine bestenfalls ausreichende Entwicklung.

"Der Wohnungsbau hat 2007 unter den Folgen der Sonderkonjunktur des Vorjahres gelitten. In 2006 führten das Auslaufen der Eigenheimzulage aber auch die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung dazu, dass viele private Bauherren ihre Projekte vorgezogen haben. Dieser Effekt hat das bauwirtschaftliche Wachstum 2006 mehr als erwartet gefördert und gleichzeitig die Bauaktivitäten 2007 gelähmt", erläutert BDB-Präsident Schierer. Im ersten Halbjahr lagen die  Umsätze noch 4,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bis zum Frühsommer profitierte die Branche von Auftragsüberhängen aus dem Vorjahr. Die Lücke danach war quasi programmiert. "Die Baugenehmigungszahlen sind in den ersten drei Quartalen 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 30 Prozent eingebrochen, bei Eigenheimen sogar um mehr als 40 Prozent", so Schierer. Auch die Nachfrage nach Bauleistungen im Bestand blieb unerwartet unter Vorjahresniveau. "Der Wohnungsbau ist damit endgültig zum Problemfall geworden, nachdem er die Bauwirtschaft in den Jahren der Rezession getragen hatte", resümiert Schierer. "Mit Blick auf diese Entwicklung erscheint der Rückgang in unserer Branche moderat." Positiv sind die Daten, die den Arbeitsmarkt betreffen. Die Zahl der Beschäftigten blieb stabil, die der Auszubildenden wuchs sogar um 4,3 Prozent. Damit wurde die traditionell überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote auf 8,7 Prozent gesteigert.

Nachfrage sinkt bei Privatkunden deutlicher

Der Umsatz mit Privatkunden hatte unter der Neubauflaute am stärksten zu leiden. Ein Minus von 9 Prozent stand am Jahresende zu Buche. Das Geschäft mit gewerblichen Kunden ging mit -4,3 Prozent weniger stark zurück. Wie der Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, mussten die Baustoff-Fachhändler in Hessen (-8,7%) die deutlichsten Umsatzrückgänge hinnehmen. Mit Bayern (-7,4%) und Baden-Württemberg (-5,2%) waren aber auch zwei Länder signifikant betroffen, in denen der Eigenheimbau eine traditionell große Rolle spielt. Dagegen kamen Rheinland-Pfalz (-2,1%), Hamburg (-2,9%) und Schleswig-Holstein (-3,53%) glimpflicher davon.

69,6 Prozent der Unternehmen gehen im 1. Halbjahr 2008 von weiter fallenden Umsätzen aus, nur 8,4 Prozent erwarten, dass ihr Umsatz schwach steigen wird. "Wenn wir das Potenzial im Bereich 'Energetische Modernisierung' weiter erschließen und die Hausbesitzer motivieren, wird die Branche aber nicht in eine neue Krise schlittern", blickt Verbandspräsident Schierer verhalten optimistisch in die Zukunft.

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