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Baubiologie im Focus von ZimmerMeisterHaus

(10.2.2008) Ein eigenes Heim zu schaffen, sozusagen der Nestbau für sich selbst und seine Lieben, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Das hat sich im Laufe der Jahrtausende nicht geändert. Dahinter steckt der Wunsch nach Schutz und Geborgenheit, nach einem Ort der Ruhe und Erholung. Das Haus wird zu einer Oase der Lebensqualität. Die Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen den Menschen und ihrer Wohnumwelt sowie das konsequente Umsetzen der daraus gewonnenen Erkenntnis - das ist Baubiologie.


Für Gesundheit und Wohlbefinden ist es nicht egal, wie wir wohnen. Die Verwendung natürlicher Baumaterialien, die intelligente Kombination derselben und die dem jeweiligen Zweck dienende richtige Entscheidung für einen bestimmten Baustoff sind von herausragender Bedeutung. Eine dem Haus und seinen Bewohnern angemessene und effiziente Heizung, die richtige Wahl der Wärmeverteilung und die Nachhaltigkeit des Systems spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Es ist faszinierend, wie durch gute Entscheidungen und kluge Planung Häuser entstehen, die gleichzeitig wohngesund, höchst energiesparend, ökologisch verträglich sind und wenig Folgekosten verursachen.

Der ganzheitliche Ansatz der Baubiologie ist dabei wegweisend.

ZimmerMeisterHaus sieht in der gleichnamigen bundesweiten Vereinigung und den über 80 Partnerbetrieben die besten Voraussetzungen für die Realisierung baubiologischer Häuser, Aufstockungen und Anbauten: Qualitätsstandards werden zentral erdacht und lokal von so genannten Holzbaumanufakturen (Zimmereien) völlig individuell umgesetzt.

Der primär verwendete Baustoff Holz bringt die zahlreichen hohen Anforderungen, die an ein baubiologisches Haus gestellt werden, souverän unter einen Hut. In Kombination mit Naturdämmstoffen (Holzfaser, Hanf, Flachs, Schafwolle oder auch Zellulose) bleibt die Haushülle diffusionsoffen und sorgt für den problemlosen Transport von Feuchtigkeit. Die Wärmedämmung ist weit besser, als es die gesetzlichen Vorgaben erfordern. Niedrigstenergiehäuser und Passivhäuser werden so in Holzrahmenbauweise realisiert.

Aber rechnerisch exzellente Wärmedämmung ist nicht alles. Auf eine gute Wärmespeicherung sollte ebenfalls geachtet werden. Speicherfähige Materialien im Innenbereich (einzelne Ziegelwände, Lehm, Holz, Holzweichfaserplatten) sind eine sinnvolle Ergänzung. Wie sehr Holzdämmstoffe ihren synthetischen oder mineralischen Pendants überlegen sind, zeigt sich beim sommerlichen Hitzeschutz. Wer kennt nicht extrem aufgeheizte Mansardenwohnungen im Sommer? Durch die günstige Phasenverschiebung bleiben mit Holzfaser gedämmte Räume im Sommer erheblich kühler. Holz sozusagen als natürliche Klimaanlage (vergleiche mit Beitrag "Mit Holzfaser-Dämmung im Haus einen "kühlen Kopf" bewahren" vom 5.9.2006).

Hohe Temperaturen an den raumseitigen Oberflächen der Außenwände verhindern unangenehme "Zugerscheinungen" durch Luftumwälzungen und sorgen für angenehme Atmosphäre. Die Raumlufttemperatur kann dann 2-3°C unter der in konventionellen Häusern liegen und man fühlt sich trotzdem wesentlich behaglicher. Relativ kühle Luft atmen und wohlige Wärme empfinden. Diese Wohnbehaglichkeit geht einher mit 5-6% weniger Heizkosten je Grad Celcius, um das die Raumlufttemperatur gesenkt werden kann. Baubiologen beklagen, dass diese Zusammenhänge in keiner offiziellen Energierechnung berücksichtigt werden.
Optimale Behaglichkeit wird durch Strahlungswärme erreicht, wie sie Grundöfen und Niedertemperaturwand- oder Fußbodenheizungen abgeben.

Hygroskopische Materialien regulieren darüber hinaus die Raumluftfeuchte, indem sie Wasserdampf aufnehmen und automatisch wieder abgeben können. Letztlich sollten auch natürliche Oberflächen (auch geölte oder gewachste) der künstlichen Variante vorgezogen werden, um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden. Sie erhalten die Qualität des Raumklimas.

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