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Thermostatventile gestern und heute

(12.2.2008) Das Thermostatventil ist heute Standard in jeder modernen Heizungsanlage. Das war nicht immer so. Danfoss-Gründer Mads Clausen erfand den Regler in den dreißiger Jahren und tüftelte so lange daran herum, bis das Ventil zum Erfolgsmodell für das bis heute familiengeführte Unternehmen wurde:


Danfoss-Regler aus den 1950er Jahren

Klein, rund und unscheinbar - aber mit großer Wirkung: Das Thermostatventil leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schont die Geldbeutel der Verbraucher. Die Idee für einen Regler, der eine konstante Temperatur von 18 Grad sicherstellen sollte, hatte Danfoss-Unternehmensgründer Mads Clausen bereits in den dreißiger Jahren. 1946 entwickelte er schließlich einen Prototyp. Das erste thermostatische Heizkörperventil brachte Danfoss dann 1952 auf den Markt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Heizung ausschließlich über Handventile geregelt, mit denen eine genaue Temperatureinstellung unmöglich war. Sie funktionierten nach dem "Auf-Zu"-Prinzip - mit dem Ergebnis: Entweder war es in den Räumen zu heiß oder zu kalt.

Die Erfindung des Thermostatventils löste eine kleine Revolution im Bereich der Wärmeregulierung aus und sorgte für bis dahin unbekannten Komfort bei sinkenden Heizkosten. Im Vergleich zu den Handventilen konnte mit den ersten Thermostaten bereits über zehn Prozent Energie eingespart werden. Trotzdem schien Clausen mit der Erfindung seiner Zeit voraus zu sein. Die Nachfrage bei den Verbrauchern war zunächst sehr gering. Der Däne forschte weiter und brachte 1965 das erste gasgefüllte Fühlerelement auf den Markt. Es reagierte noch sensibler auf Temperaturschwankungen als herkömmliche, flüssigkeitsgefüllte Fühler. Steigende Verkaufszahlen bescherte Danfoss 1966 das erste RAV-Ventil. Es ist besonders robust und bis heute - in immer wieder überarbeitetem Design - noch in einigen Haushalten im Einsatz. Für den Ersatz dieser Regler gibt es mittlerweile entsprechende Servicefühler.

Seinen eigentlichen Siegeszug begann der Heizkörperthermostat mit der Energiekrise 1972. Die Auswirkungen waren auch in Deutschland bald zu spüren: Im November und Dezember 1973 versuchte die Bundesregierung durch Sonntagsfahrverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen, den Ölverbrauch zu senken. Von 1973 bis 1974 stieg der Preis für eine Tonne Erdöl trotz der Dollarentwertung von 82,20 Mark (41,10 Euro) auf 223,87 Mark (111,94 Euro), das heißt um 172,2 Prozent. Kein Weg führte mehr am Energiesparen vorbei und die Nachfrage nach den Reglern verdoppelte sich. Unterstützt wurde der Erfolg von Danfoss-Thermostaten auch durch die Einführung der Heizungsanlagen-Verordnung, die ab 1978 die Umrüstung von Hand- auf Thermostatventile an Heizkörpern vorschrieb.

Temperaturfühler, Heizkörperthermostat, HeizkörperventilIn den neunziger Jahren boomte der Wohnungsbau und Danfoss verkaufte das 70- Millionste Thermostatventil. Den ersten programmierbaren Heizkörper-Regler führte das Unternehmen im Jahr 2000 ein. Dieser erlaubte es nun, in den einzelnen Räumen die Heizzeiten entsprechend den eigenen Bedürfnissen zu programmieren. Ein völlig neues und modernes Aussehen verliehen die Dänen dem bislang eher funktionell wirkenden Thermostatventil 2005 mit ihrer X-tra Collection. So schafften sie es, Design mit Funktionalität und Komfort zu vereinen. Deshalb ist der Regler heute mit gutem Grund fester Bestandteil jeder modernen Heizungsanlage (siehe auch Beiträge "Neue Design-Thermostatventile von Danfoss" vom 29.4.2004 sowie "Danfoss X-tra Collection auch in Schwarz und Anthrazit" vom 2005).

Nach einer Veröffentlichung des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) können Bewohner eines Einfamilienhauses beim erstmaligen Einbau der aktuellsten Thermostatventile 20 Prozent Energie einsparen. Auch eine Umrüstung lohnt sich: Beim Austausch von Modellen älter als 15 Jahre werden bei gleichen Heizgewohnheiten zehn Prozent weniger Energie verbraucht.

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