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Neue Haustürschwelle macht Zugluftdackel Konkurrenz

(18.2.2008; fensterbau/frontale-Vorbericht) Eigentlich ist die Erich Möller GmbH aus dem nordhessischen Borken "nur" ein Fenster- und Haustürenbauer, der auf der Basis der am Markt angebotenen Profile Fenster und Türen produziert. Nun haben aber die Hessen im Bereich der Haustürschwellen eine komplette Eigenentwicklung gestemmt und wollen diese auf der fensterbau/frontale vorstellen. "Bedingt durch die immer stärker werdenden Anforderungen in puncto Wärmedämmung, Ästhetik und Verarbeitung waren wir quasi gezwungen, selbst etwas zu entwickeln" erklärte Thomas Klein, Vertriebsleiter der Erich Möller GmbH, im Pressegespräch.

Dabei ist das Problem nicht neu. Fast alle Profilhersteller bieten ihren Kunden thermisch getrennte Alu-Bodenschwellen an. Diese sind jedoch den steigenden Anforderungen besonders in Verbindung mit Dreifachverglasungen oder hoch wärmegedämmten Haustüren immer seltener wirklich gewachsen. Tauwasserbildung, Schimmelbefall und Undichtigkeiten sind die Folge. Die existierenden Neuentwicklungen beschränken sich auf PVC/Alu-Kombinationen oder GFK-Bodenschwellen.

Neu ist die Verwendung von WPC-Material (Wood Plastic Composites), einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, der bei der Möller-Haustürschwelle als Grundkörper genutzt wird. Die Vorteile sind die freie, 3-dimensionale Formbarkeit des Werkstoffs und die größere Feuchteresistenz. Gegenüber Vollkunststoffen lässt WPC eine wesentlich höhere Steifigkeit und einen deutlich geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten erwarten.

Aber so ganz wurde auf die Verwendung von Metall dann doch nicht verzichtet. Ein Edelstahlwinkel bildet den optischen äußeren Abschluss der Schwelle, die mit 3 Dichtungsebenen ausgestattet ist:


Als äußere Abdichtung ist die seit Jahrzehnten etablierte m-förmige Magnetdichtung eingebaut. Sie dichtet die äußere Fuge unter dem Türflügel ab. Das funktioniert ohne jegliche Mechanik und ist wartungsfrei. Dieses Dichtsystem setzt die Erich Möller GmbH eigenen Angaben zufolge schon seit 1994 ohne jegliche Reklamationen ein. Als zweite Dichtung ist eine zusätzliche Mitteldichtung im Schwellenbereich angebracht, die zum einen eine weitere Abdichtung darstellt und zum anderen eine Luftkammer oberhalb der Schwelle erzeugt, die wiederum wärmedämmend ist. Als innere Dichtung bleibt dann noch die Anschlagdichtung des Flügelprofils.

Ein weiteres Merkmal dieser Schwelle sei die leichte Verarbeitung, verspricht Thomas Klein. Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel bei der GFK-Verarbeitung seien hierbei nicht erforderlich. Im Grunde genommen sollen wenige gerade Schnitte genügen, um die Schwelle dem jeweiligen Profil anzupassen. Auch die Konstruktion der Schwelle lasse weiteres Potential erkennen. Viele Kunden wünschten sich bereits jetzt so eine Bodenschwelle, um ungehindert und barierefrei nach draußen zu gelangen. Dies war bislang oft mit thermischen oder konstruktionsbedingten Problemen behaftet. Die Möller-Schwelle ist jedoch mit einer Beschlagsnut ausgestattet, die sämtliche Beschlagsbauteile aufnehmen könne. Zweiflügelige Balkontüren in Stulpausführung mit Haustürschwelle seien so kein Problem.

Passivhaustauglich mit einem Uf-Wert von 0,9 W/m²K

Besonders interessant dürfte die Möller-Schwelle für Passivhausbauer sein. Bei Passivhäusern ist die Diskrepanz zwischen Füllung und Schwelle noch viel stärker ausgeprägt. In fast allen auf dem Markt befindlichen Passiv-Haustüren sind derzeit Bodenschwellen mit Uf-Werten von deutlich über 1,4 W/m²K verbaut. Oft wird diese Tatsache jedoch verschwiegen und führt hier zu den bereits erwähnten Problemen. Für die Haustürschwelle der Erich Möller GmbH geben die Hessen dagegen einen Uf-Wert von 0,9 W/m²K, was sie für Passivhaustüren prädestiniert. Aus diesem Grund will die Erich Möller GmbH in Zusammenarbeit mit Obuk Haustürfüllungen künftig Kunststoff Passiv-Haustüren anfertigen, die in ihrer Form und Gestaltungsvielfalt kaum Wünsche offen lassen sollen. Derzeit (Stand Februar 2008) befinde sich ein Prüfkörper beim Institut für Fenstertechnik.

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