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"Grünes" Lob aus Brüssel für Wiener Uniqa Tower

(24.2.2008) Seit 21.2.2008 darf der UNIQA Tower (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps) offiziell das GreenBuilding-Zertifikat der EU führen. Die Österreichische Energieagentur, die GreenBuilding in Österreich betreut, zeichnete das markante Gebäude in Wien 2 als "Energiebewussten Neubau" aus. Der UNIQA Tower ist damit der erste Büroneubau in Österreich und europaweit einer der ersten, für den dieses Zertifikat ausgestellt wurde.

Dr. Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, überreichte UNIQA Vorstand Dr. Gottfried Wanitschek das GreenBuilding-Zertifikat als "Energiebe­wuss­ter Neubau". Dabei betonte Unterpertinger die Signalwirkung: "Das GreenBuilding-Zertifikat spiegelt Ihre ökologische Vorreiterrolle wider. Ich bin davon überzeugt, dass die erfreulichen Energiekennzahlen des UNIQA Tower die Entscheidungsträger in der Branche zur Nachahmung inspirieren werden."

Dr. Gottfried Wanitschek: "Wir haben beim Bau des UNIQA Tower vielfältige ökologische Anstrengungen vorgenommen - wir verfügen hier u.a. über ein umweltfreundliches Heiz- und Kühlsystem. Wir nutzen Erdwärme und Fernwärme, wodurch wir den jährlichen CO₂-Ausstoß um 84 Tonnen reduzieren konnten. Wir freuen uns, dass diese Bemühungen nun auch von offizieller Seite bestätigt und anerkannt werden."

Herkömmliche Glasbauten bestechen meist nicht durch Energieeffizienz - siehe dazu auch Beitrag "Stoppt Klimadiskussion den Vormarsch der Glasfassade?" vom 8.6.2007. Beim von Neumann + Partner geplanten UNIQA Tower ist das anders. Um die bestmögliche Raumqualität für die 1.100 Beschäftigten zu schaffen, wurde eine Partnerschaft mit Altherm Engineering und arsenal research eingegangen. Diese ermöglichte es, sowohl die Situation im Sommer als auch im Winter zu analysieren und in der Folge das Gebäude zu optimieren. So konnten ideale Bedingungen in puncto Beleuchtung, Lüftung, Heizung und Kühlung erzielt werden.

Mit einer Wärmeleistung von 880 kW deckt die Wärmepumpe ca. ein Drittel des Wärmebedarfs. Sie trägt so zu einem umweltfreundlichen Betrieb des Gebäudes bei. Für die Wärmepumpe wurden zwei Rückkühler auf dem Dach des Towers situiert, um Free-Cooling und eine zusätzliche Rückkühlung bei vollem Energiespeicher zu ermöglichen. Insgesamt wurden zu diesem Zweck 44 Kilometer Absorberleitungen in Energiepfählen in einer Tiefe von 34,5 Metern verlegt. Dadurch verbraucht der UNIQA Tower um bis zu 40% weniger Energie als vergleichbare Gebäude.

Das von der EU initiierte GreenBuilding-Programm will vorhandene wirtschaftliche Effizienzpotenziale bei Dienstleistungsgebäuden darstellen und ausschöpfen. Die Dokumentation der Wirtschaftlichkeit möglicher Maßnahmen soll dazu führen, dass eine Vielzahl von rentablen Investitionen umgesetzt wird. In Österreich betreut die Österreichische Energieagentur das GreenBuilding-Programm und berät Unternehmen und Politik in allen Fragen der Energieeffizienz.

Energiesparende Maßnahmen nach den Grundsätzen der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative beim Projekt Praterstraße 1 mit Architekt Jean Nouvel

Auch für das derzeit in Bau befindliche Hotelprojekt auf der Praterstraße 1 evaluierte UNIQA mögliche energiesparende Maßnahmen auf ihre Kosten und deren wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen. Realisiert werden der Einsatz von Energiepfählen und Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung aus Kälteerzeugung, Lüftungs- und Klimaanlagen aus Abwasser, Sonnenkollektoren für Warmwasserbereitung, Einsatz von Brunnenwasser u.a. zur Fassadenkühlung und für die Kühltürme, sowie der Einbau energiesparender Beleuchtungssysteme.

In Summe sollen mit einem Gesamtinvestment von rund 2,6 Mio. Euro für die angeführten Maßnahmen - zusätzlich zum Baubudget - laut Berechnungen des Fachplaners eine CO₂-Reduktion von 645 Tonnen und eine Energiekosteneinsparung (Strom, Fernwärme) auf Basis 11/2007 von rund 450.000 Euro pro Jahr erzielt werden können.

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