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Brandabschottung von Leerrohren

(27.2.2008) In der Elektroinstallation sind Leerrohre heutzutage Standard. Denn in Gebäuden mit häufig wechselnder Nutzung müssen nicht selten Kabel neu verlegt oder umgelegt werden, um den Nutzungsanforderungen gerecht zu werden. Dabei erfordert neben der Elektrizitätsversorgung vor allem die moderne, sich schnell entwickelnde Kommunikationstechnik maximale Flexibilität für die Zukunft. Leerrohre sind hier eine bewährte Hilfe. Sie führen durch weite Teile eines Gebäudes und werden in der Regel auch durch Brandwände geleitet, die nach dem Abschottungsprinzip dazu dienen, die Ausbreitung von Bränden in Gebäuden zu verhindern. Leerohre gehören hier natürlich zu den möglichen Brandübertragungswegen. Sie müssen deshalb mit entsprechenden Brandschutzsystemen gegen das Durchdringen von Feuer abgesichert werden.


Schemadarstellung: Brandabschottung von Leerrohren

Herkömmliche Systeme zur Abschottung von Kabeldurchführungen mit Mörtel oder Mineralfaserplatten kommen dabei nur bedingt in Frage, da die Leerrohre in jedem Geschoß aufgetrennt und abgedichtet werden müssen - und das ist dann endgültig. Wird ein Leerrohr durch ein Schott geführt, sollte der Innenraum des Rohres jedoch offen bleiben, damit nachgezogen werden kann. Das Schott muss also in der Lage sein, diese Öffnung im Brandfall innerhalb kurzer Zeit selbständig und sicher zu schließen.

Die von der Firma Wichmann Brandschutzsysteme aus Attendorn entwickelten und seit mehr als 20 Jahren bewährten Kabelboxen WD90 "System Wichmann" sind eines der wenigen zugelassenen Abschottungssysteme, die diesen Anforderungen gerecht werden.

Kabelboxen WD90 sind Stahlblechkästen, die innenseitig mit Brandschutzpaketen ausgekleidet sind. Die Kästen können in Wänden und Decken (WD) eingesetzt werden. Sie bleiben im Innenraum offen, verschließen die Öffnung erst im Brandfall und haben eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (S90).

Das in den Brandschutzpaketen eingesetzte Palusol hat laut Wichmann gegenüber anderen Brandschutzmaterialien den Vorteil, dass es schon ab ca. 100°C aufbläht und damit auch bei Schwelbränden mit geringerer Wärmeentwicklung Schutz bietet.

Die Kabelboxen WD90 "System Wichmann" sind vom Deutschen Institut für Bautechnik bauaufsichtlich unter der Nummer Z-19.15-202 zugelassen. Es können ...

  • alle Arten von Kabel ohne Begrenzung des Durchmessers sowie
  • starre und flexible Kunststoffleerrohre nach DIN EN 50086 bis zu einem Durchmesser von 63 mm

... durchgeführt werden. Der Innenraum kann zu 100% belegt werden und es müssen keine Kabelabstände beachtet werden.


Querschnitt durch eine Box nach einem Brandversuch

Die Möglichkeit Leerrohre abzuschotten, bietet einige Vorteile: Unzugängliche Stellen in Versorgungsschächten müssen nur noch einmalig abgeschottet werden. Aufwendige Instandsetzungsarbeiten bei Nachinstallation von Kabeln entfallen vollständig. Neue Kabel werden einfach durch die installierten Leerrohre gezogen und die Abschottung selbst muss nie zerstört werden.

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