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Variotec und Maxit entwickeln extrem schlankes WDVS

(20.3.2008) Variotec hat zusammen mit dem Putzprofi Maxit ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) entwickelt, das durch den Einsatz von Vakuumdämmung besonders schlank ausfällt: QASAmax soll bei gleichem Dämmwert gegenüber einem herkömmlichen WDVS bis zu 13 cm Aufbaustärke sparen. Das System verspricht nicht nur in der Bausanierung kürzere Montagezeiten und schlankere Anschlussdetails. Im Neubau gewinnen Bauherren sogar bis zu 10 Prozent kostbarer Nutzfläche hinzu.


Mit nur 7,5 cm Aufbauhöhe kommt QASAmax extrem schlank daher. Auch Fensterleibungen lassen sich so nachträglich noch sehr platzsparend dämmen.

Egal ob im Neubau oder bei der Sanierung von bestehenden Gebäuden: Wer heutzutage energieeffizient bauen will, kommt an einer gut dämmenden Gebäudehülle nicht vorbei. Zwar lässt sich eine bestehende Fassade z.B. mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aus Styropor auf Passivhausniveau dämmen, jedoch summieren sich dabei die Dämmstärken schnell auf 20 cm und mehr. Soll das Gebäude auch an der Traufe, dem Ortgang oder im Bereich der Fensterleibungen auf Passivhausniveau gedämmt werden, schnellen nicht nur die Kosten für breitere Sockelschienen oder Fensterbänke in die Höhe, sondern auf den Handwerker wartet auch ein größerer Montageaufwand. Zudem reduziert die an den Fensterleibungen umlaufende bis zu 20 cm starke Dämmung den Lichteinfall ins Gebäudeinnere: Bei einem 1 x 1,2 m großen Fenster reduziert sich demnach die zu Verfügung stehende Fensterfläche bereits um knapp 40 Prozent (vergleiche mit Beitrag "art: architektonische Selbstverstümmelung durch Wärmedämmung" vom 25.11.2007). Die ästhetischere, aber energetisch fragwürdigere Lösung heißt oft, in den Problemzonen dünner zu dämmen. Ein anderes Problem beschäftigt immer häufiger deutsche Gerichte: Mit den fetten Standard-WDVS verletzen sanierungswillige Bauherren schnell die Abstandsflächen zu anderen Grundstücken. (Bild rechts: Ein herkömmliches WDVS mit 200 mm stark gedämmter Leibung aus Polystyrol trägt dick auf.)

QASAmax setzt Fassaden auf Diät

Um die beschriebenen Probleme ästhetisch und kostensparend zu lösen, hat der Passivhausspezialist Variotec unter dem Namen QASAmax ein besonders schlankes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) entwickelt. Die lediglich 7,5 cm starken Platten, klassifiziert in die Feuerwiderstandsklasse B1, gibt es in den baugängigen Rastermaßen 600 x 1200 mm und 600 x 600 mm. Die dreilagigen Platten bestehen aus einer wandseitig 10 mm und einer außenseitig 30 mm dünnen Polystyroldämmung (PS) sowie bereits integrierten Lochungen für den Einbau der Tellerdübel. Der 3,5 cm schlanke, in der Mitte befindliche Kern aus Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) bringt es auf eine äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,004 W/mK. Der umlaufende 20 mm breite Rand aus PS soll die Anpassung der Platten ermöglichen:


Prinzipieller Aufbau von QASAmax. Die Vakuumdämmung schützt eine äußere und innere Lage Styropor. Der Propfen dient als optisch sauberer Abschluss des Tellerdübels und hilft, Wärmebrücken und damit Algenbildung auf der Fassadenoberfläche zu vermeiden.

Der Einbau gestaltet sich einfach: Nach dem Anbringen des Sockelprofils trägt der Handwerker vollflächig den Kleber auf. Danach werden die Platten in die etwa 1 cm starke Schicht eingedrückt und mit Kunststoff-Tellerdübeln jeweils in Plattenmitte befestigt. Sobald der Kleber sich verfestigt hat, verdübelt der Handwerker QASAmax zusätzlich im PUR-Randbereich. Danach werden die Fugenstöße sowie die Dübelköpfe mit einer ausgleichenden Polystyrolschicht flächenbündig an die Platten angepasst. Das hilft dabei, die Fugen bzw. die Dübelköpfe thermisch zu entkoppeln und diese nicht nach kurzer Zeit als optischen Mangel an der Fassade wiederzufinden. Zum Schluss trägt der Handwerker den Unterputz mit Gewebeeinbettung sowie den Oberputz auf.

Die Platten werden im Verband verlegt. Sollten an einigen Stellen die Platten, z.B. an Leibungen oder in Eckbereichen, nicht die für den Einbau notwendigen Größen aufweisen, muss der Handwerker ein Aufmass anfertigen. Innerhalb von drei Werktagen liefert Variotec die gewünschten Größen auf die Baustelle. Auch Spezialplatten für Anbauteile wie Markisen oder Satellitenschüsseln kann das Neumarkter Unternehmen liefern.

QASAmax bietet nicht nur extrem schlank gedämmte Fassaden, sondern soll dem Handwerker gegenüber üblichen WDVS auch 50 Prozent der Einbauzeit einsparen - unter anderem entfällt der exakte Zuschnitt der 20 bis 30 mm starken Dämmblöcke und der aufwändige Einbau von Brandschutzriegeln an Fenstern und Türen durch das bereits vorhandene Grundraster. Auch die Gerüststandzeiten sollen laut Variotec nur 40 Prozent der sonst üblichen Zeit betragen.

Geld sparen durch optimierten Wandaufbau

Im Neubau punktet das WDVS mit Nutzflächengewinnen von bis zu 10 Prozent. Das zeigt auch das Beispiel: Wird die Außenwand eines viergeschossigen Passivhauses aus ...

  • 24 cm starken Mauerwerk,
  • 16 cm dickem Standard-WDVS und
  • je 2 cm Innen- und Außenputz (U = 0,17 W/m²K)

... errichtet, kommt das Gebäude bei einer umlaufenden Wandstärke von 44 cm auf eine Nutzfläche von 6500 m². Werden die Außenwände nun jedoch aus ...

  • nur 15 cm starken Außenwänden,
  • 7,5 cm QASAmax und
  • 2 cm Außenputz errichtet,

... beträgt die Wandstärke bei gleichem Wärmedämmwert nur noch 24 cm. Der Nutzflächengewinn beläuft sich auf 375 m² für das komplette Gebäude. Bei einem Verkaufspreis von 2500 Euro/m² Nutzfläche gewinnt der Bauherr abzüglich der 20 Euro/m² Mehrkosten durch QASAmax an einer 4500 m² großen Fassade fast 850.000 Euro. Je größer das Gebäude, desto umfangreicher fällt also der Gewinn aus.

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