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Schiefermix in rot und schwarz

(20.3.2008) Mit einer ungewöhnlichen Schieferfassade wurden drei Wohngebäude in Arnheim/NL saniert. Die zweifarbige Fassadengestaltung entstand auf Anregung der Architekten und in Zusammenarbeit mit den Mietern:

Die drei Wohnblöcke der Arnheimer Wohnungsbaugesellschaft "Volkshuisvesting" entstanden 1965 sozusagen auf der "grünen Wiese". Die 198 Wohnungen im linksrheinischen Stadtteil Malburgen (siehe Google-Street-View, Google-Maps und/oder Bing-Maps) sind sehr beliebt. Viele Bewohner leben hier seit dem Erstbezug und sind zusammen mit diesen Häusern alt geworden. Dabei schätzt die überdurchschnittlich alte Bewohnerschaft vor allem die gute Infrastruktur und die ausgezeichneten Verkehrsanbindungen zum Zentrum und zur Autobahn. Das Stadtviertel, das neben dem sozialen Wohnungsbau vorwiegend aus Reihenhaussiedlungen besteht, bietet kurze Wege zu Märkten, Schulen und Verwaltungen.

Im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen erhielten die Martini Architekten aus Amersfoort den Auftrag, die drei Gebäude außen und innen zu sanieren. Außen wurden die Fassaden gedämmt und neu gestaltet, neue Fenster eingebaut, Balkone und Flachdächer modernisiert und saniert. Innen wurden u.a. Bäder, Heizungen und Gasleitungen erneuert und eine mechanische Lüftung eingebaut.

Schieferfassade: Leicht und günstig

Die Außenwände der Wohnblöcke bestehen aus vorgefertigten Plattenelementen. Der Schichtenaufbau:

  • 10 cm Beton,
  • 6 cm Wärmedämmung und
  • 10 cm Ziegelverblender.

Die Verblendschale dieser Außenwandkonstruktion war zusammen mit den alten, einfach verglasten Fenstern sanierungsbedürftig. Um einen besseren Wärmeschutz zu erreichen, begeisterten sich die Architekten von Anfang an für eine vorgehängte, hinterlüftete und wärmegedämmte Schieferfassade. Sie ist nicht schwer und kann leicht auf die vorhandene Konstruktion aufbauen.

Die Architekten entwarfen eine gezogene Rechteckdeckung, wild gemischt aus blaugrauen und roten Schiefern und stellten diese Lösung den Bewohnern vor. Auf Musterflächen wurden die Schiefer in den Farbverhältnissen 70:30, 65:35 und 60:40 zur Entscheidung präsentiert - siehe auch Beitrag "Schiefer ist nicht zwingend 'schieferfarben'" vom 14.11.2005.


Viel Arbeit für das Handwerk: Wärmegedämmte Schieferfassaden sind gefragt.

Die Fassade besteht heute aus 70% InterSIN Schiefer in blaugrau und 30% ColorSklent in purpur von Rathscheck Schiefer. Mit 8 cm Wärmedämmung, Windschutzpapier und Hinterlüftung sichert die neue Fassade zusammen mit der bereits vorhandenen 6 cm Dämmung der Dreischichtplatte einen respektablen Wärmeschutz (Schnittzeichnung). Die ungewöhnliche wie elegante Schieferfassade wurde von Dachdeckermeister Thomas Jevsek aus Vreden bei Bocholt ausgeführt.

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