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Bald Dachkraftwerke statt Windkraftwerke?

(1.4.2008) Seit Jahren prägen Windräder zunehmend vor allem ländliche Gegenden und finden nicht nur Beifall, sondern immer häufiger auch Kritik. Viele betrachten sie als Verschandelung der Landschaft, Anwohner klagen über Stroboskopeffekte, Infraschall sowie permanente Windgeräusche, und Naturschützer weisen auf die Gefahr der Rotorblätter für Vögel hin. Schwindende Energiereserven und rasant steigende Preise für fossile Brennstoffe machen aber den Verzicht auf die Ausbeute der Windenergie praktisch unmöglich, zumal in hiesigen Breiten die Sonne als Energielieferant auch nicht immer verfügbar ist.

Einen möglichen Alternativweg für Windenergie hat im vergangenen Jahr bereits der italienische Elektromotorenhersteller Lafert zusammen mit einem schottischen Partner mit dem Angebot von Mini-Windrädern für den britischen Hausgebrauch beschritten. Aber mit der Dimensionierung der Anlagen werden zwar die genannten Belastungen kleiner, bleiben aber letztlich doch erhalten.

Dem gegenüber arbeitet eine internationale Forschergruppe in Kopenhagen zur Zeit an einer völlig anderen Technik, um die Windenergie ganz smart und ohne bewegliche Teile zu nutzen. Einen vorläufigen Milestone bildet eine Piezo-Beschichtung für Kunststoffdachbahnen und Dachpfannen, mit deren Hilfe die kinetische Energie des Windes (Stichworte: Windruck und Windsog) direkt in nutzbare elektrische Energie umgewandelt werden kann. Allerdings ist die Ausbeute noch sehr gering, so dass eine kommerzielle Nutzung noch nicht absehbar ist. (Zur Erinnerung: Einen vergleichbaren Ansatz verfolgen französische Forscher, die einen Mini-Generator entwickelt haben, mit dem sich aus der Kraft aufprallender Regentropfen immerhin ausreichend viel Strom gewinnen lässt, um empfindliche Sensoren mit Energie zu versorgen - siehe Beitrag "Raindropvoltaik? Strom aus der Wucht von Regentropfen" vom 26.3.2008).

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