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Export trägt Wachstum der elektrischen Installationstechnik

(10.4.2008; light+building-Bericht) Die Unternehmen der elektrischen Installationstechnik blicken nach mehreren Jahren Flaute wieder auf eine positive Geschäftsentwicklung. "Das Jahr 2007 war für unsere Branche überaus erfolgreich", bestätigte Godehard Schneider, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Installationsgeräte und -systeme, auf der Messe light+building in Frankfurt am Main. Auf vier Prozent bezifferte er das Wachstum in Deutschland. Insgesamt betrug 2007 der Branchen-Umsatz aus deutscher Produktion 3,4 Mrd. Euro.

Die 160 Mitglieder des Fachverbands profitierten 2007 vor allem  von der starken Nachfrage aus dem Ausland. Dies sei der Hauptgrund für die gute Lage, so Schneider. Der Exportanteil liege bei über 50 Prozent. Die beginnende Auflösung des Investitionsstaus im Bereich der öffentlichen Hände sowie anziehende Aufträge von Unternehmen ließen 2008 eine ähnlich gute Entwicklung erwarten. Besonders bei Bauten im Besitz von Bund, Ländern und Kommunen gebe es Nachholbedarf.

Erfreulich sei zudem, dass wegen der guten konjunkturellen Lage die Zahl der Mitarbeiter in den Jahren 2006 und 2007 um jeweils rund vier Prozent auf über 55.000 gewachsen ist.

"Die positive Stimmung wird durch einen Wermutstropfen getrübt", merkte Schneider kritisch an. Das Wachstum im privaten Wohnungsbau sei zum Teil durch Vorzieheffekte verursacht gewesen. Der Wegfall der Eigenheimzulage und die höhere Mehrwertsteuer hatten zu einer Sonderkonjunktur geführt, so dass sich die Zahl der Baugenehmigungen seit 2003 halbiert hat. "Das wirkt sich auch 2008 aus. Angesichts des völlig überalterten Gebäudebestands erwarten wir jedoch wachsenden Renovierungsbedarf", gab Schneider sich zuversichtlich.

Elektrische Installationstechnik Produktion in Deutschland (2007 geschätzt)

Wachstumsimpulse erwartet der ZVEI-Fachverbandsvorsitzende von den politischen Vorgaben, den CO₂-Ausstoß drastisch zu reduzieren. "Dies bietet enorme Chancen für Elektrohandwerk und deren Partner in Handel und Industrie", so Schneider. Er machte anhand von Studien deutlich, dass sich Energiespar-Investitionen zügig amortisieren und wiederholte die ZVEI-Forderung, Investitionen in energiesparende Gebäudetechnik auf Mieter umlegen zu können: "Nur wenige Vermieter investieren freiwillig in moderne Technologie, solange sie allein die Kosten tragen müssen und ausschließlich die Mieter den Nutzen haben."

Nach Jahren der Zurückhaltung investieren Bauherren jetzt weltweit mehr in Gebäudesystemtechnik. In immer mehr Immobilien steuert solche Technik Heizung, Fenster und Rollläden, ruft Lichtszenen ab oder schaltet Alarmanlagen ein. KNX ist der dafür in Deutschland entwickelte weltweite Standard, um Haustechnik per Kabel, Funk oder via Stromnetz zu steuern. (Schneider ist auch Präsident der KNX Association, Brüssel.)

Sorgen bereitet Schneider der Ingenieur-Mangel in den Entwicklungsabteilungen. Niedrigeres Interesse und die Bevölkerungsentwicklung würden den Nachwuchsmangel weiter verschärfen. Er fordert vom Staat schnell neue Impulse. "Sonst wird unsere Vorreiterrolle in den Schlüsseltechnologien gebremst".

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