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E-Vergabe im Handwerk: Aufträge erfolgreich über das Internet gewinnen

(10.4.2008) Jährlich werden öffentliche Aufträge in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Euro bundesweit vergeben, davon rund 50 Prozent von den Kommunen und je 25 Prozent vom Bund und den Ländern. Diese Aufträge bilden ein wichtiges Geschäftsfeld für viele Handwerksbetriebe und können zunehmend auch auf den Internet-Seiten für Auftragsvergaben (so genannten E-Vergabe-Plattformen) akquiriert werden. Für die Teilnahme an öffentlichen Online-Ausschreibungsverfahren wird nach EU-Vorgaben bereits ab 2010 der Einsatz der elektronischen Signatur zwingend erforderlich sein. Daher müssen sich Handwerksbetriebe allmählich aktiv mit dem Thema elektronische Signatur auseinandersetzen, wenn sie künftig konkurrenzfähig bleiben wollen.

Per Mausklick ins Geschäft kommen

Vor allem kleinen Firmen verspricht eine Teilnahme an der E-Vergabe Vorteile, denn im Unterschied zu klassischen Ausschreibungen sollten sie damit viel Zeit und bares Geld sparen können. Über spezielle Suchmechanismen der E-Vergabe-Plattformen erhalten sie erstmalig Einsicht in aktuelle Ausschreibungen auch aus Nachbarkreisen und können so ihr Vertriebsgebiet ausweiten. Zudem müssen keine oder nur geringe Gebühren bei der Anforderung von elektronischen Ausschreibungsunterlagen entrichtet werden und der postalische Versand der Angebotsdokumente entfällt. Standardisierte Eingabemasken der E-Vergabe-Plattformen sind außerdem dabei behilflich, ärgerliche Formfehler zu vermeiden.

Auf der sicheren Seite mit der qualifizierten Signatur

Die Bundesregierung hat mit dem Signaturgesetz (SigG), das auf einer entsprechenden europäischen Richtlinie beruht, bereits 2001 den Weg für den elektronischen Datenaustausch frei gemacht. Die qualifizierte elektronische Signatur wurde darin der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt und ermöglicht seitdem eine rechtsverbindliche Online-Kommunikation auch mit Behörden. Technisch basiert die qualifizierte elektronische Signatur auf einem digitalen Zertifikat, das mit einem Personalausweis für die Online-Kommunikation vergleichbar ist. Nur diese auf einem qualifizierten Zertifikat basierende elektronische Signatur ersetzt die gesetzliche Schriftform - und ist somit nach dem Signaturgesetz rechtsgültig. Die Zertifikate, die den Anforderungen des deutschen Signaturgesetzes entsprechen, werden von speziellen Trustcentern angeboten. Dazu gehört auch S-TRUST, Trustcenter des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) und Ausgabestelle für digitale Zertifikate der Sparkassen-Finanzgruppe.

DSV und ZDH kooperieren für Handwerker-Lösungen

Um die elektronische Signatur speziell Handwerksbetrieben näher zu bringen, hat der Deutsche Sparkassenverlag (DSV) eine Rahmenvereinbarung mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geschlossen. Gemeinsam vermitteln sie grundlegendes Know-how rund um die elektronische Signatur für die Teilnahme an Online-Ausschreibungsverfahren. Die Signatur bietet jedoch noch weitere Vorteile: Die Absender können identifiziert und die Unverfälschtheit einer Nachricht oder eines Dokuments nachgewiesen werden. Der Einsatz der elektronischen Signatur wird für den Nutzer schnell zur Routine: "Die Signatur ist so einfach zu nutzen wie die ecKarte am Geldautomaten", sagt Hans Bernd Ditscheid, Leiter der Abteilung Informationstechnologien und Organisation vom ZDH. Nicht von ungefähr, denn das Verfahren ist sehr ähnlich. "Die persönlichen Daten sind auf einer Chipkarte gespeichert und zur rechtsverbindlichen Unterschrift gibt man seine geheime PIN-Nummer an einem mit dem PC verbundenen Kartenlesegerät ein", erklärt Matthias Kaufmann, Leiter der Sparte Kartensysteme beim DSV. "Die Signatur kann demnach technisch nicht missbraucht werden", betont Kaufmann. Mit Hilfe der elektronischen Signatur sind Handwerksbetriebe somit nicht nur bestens auf die E-Vergabe vorbereitet, sondern können darüber hinaus auch zahlreiche Auftrags- und Geschäftsprozesse vollständig auf digitaler Basis abwickeln - von der elektronischen Rechnungsstellung bis zur elektronischen Steuerabwicklung. Das spart Kosten und stellt einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen dar.

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