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Architekturpreis "Gut bedacht 2007" zum dritten Mal verliehen

(22.4.2008) Zum dritten Mal hat Braas gemeinsam mit dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) den Architekturpreis "Gut bedacht" ausgeschrieben. Mehr als 64 Architekten und Planer aus dem deutschsprachigen Raum hatten ihre Arbeiten eingereicht. Bereits am 12. März 2008 fand im Vortragssaal des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt am Main in festlichem Rahmen die Preisverleihung statt.


Gut bedacht v.l.n.r.: Prof. Hinrich Baller (Vorsitzender der Jury), Stephan Häublein und Johannes Müller (1. Preis), Markus Gentner (2. Preis), Malte Just und Till Burgeff (3. Preis), Heike Suhren und Ralf Streckwall (4. Preis), Dr. Rudolf Rauss (Monier GmbH), Ernst J. Storzum (BDB); Bild vergrößern

Der Architekturpreis "Gut bedacht" zeichnet beispielhafte, bereits realisierte Bauwerke aus, die das geneigte Dach als optimal integrierten Bestandteil der Gesamt-Architektur auffassen. Die große Vielfalt der Gestaltungsvarianten geneigter Dächer darzustellen, ist ein besonderes Anliegen dieses Wettbewerbs. Dabei soll die Dachausbildung nicht besonders spektakulär sein, sie soll sich im Rahmen des "Normalen" bewegen. Großer Wert wird zudem auf eine sorgfältige konstruktive Durchgestaltung und Detaillierung des Dachs sowie des darunter liegenden Dachraums gelegt.

Am 25. Oktober 2007 hatte die Jury unter der Leitung von Prof. Hinrich Baller, Berlin die Preisträger ermittelt. Weitere Mitglieder der Jury waren:

  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Gengnagel, Tragwerkplaner, Berlin, München
  • Dipl.-Ing. Tatjana Vautz, Architektin, Stuttgart, Preisträger 2005
  • Dr.-Ing. Gabriele Krüner, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Monier GmbH, Oberursel
  • Dipl.-Ing. Hartmut Miksch, Architekt, Mitglied des BDB-Präsidiums, Berlin

Die Jury hatte sich entschieden, vier Preise zu vergeben:

Der erste Preis, dotiert mit 6.000 Euro, wurde dem Team H²M Architekten aus Kulmbach, Stephan Häublein und Johannes Müller, zugesprochen. In Bayreuth-Gesees hatten sie ein bestehendes Siedlungshaus um einen Bereich für die Töchter der Familie erweitert (Bild rechts). Dabei waren restriktive Vorgaben der Genehmigungsbehörde, die sich vor allem auf das Satteldach sowie die Verwendung roter Dach-Ziegel bezogen, zu beachten. Das Ergebnis ist ein kleiner Anbau von 77 m², dessen Dach und Außenwände vollständig mit naturroten Braas Turmalin Dach-Ziegeln gedeckt bzw. bekleidet sind.

U.a. begründete die Jury die Vergabe des ersten Preises für dieses Objekt folgendermaßen: "Das Haus kann leicht umgenutzt, sogar separiert werden und so dem laufenden Generationenwechsel folgen. Die Turmalin Dach-Ziegel - auch an den Wänden - umhüllen die Räume, unterbrochen und geöffnet von Glasfensterflächen für den Ausblick. Die eingefügten Galerieflächen im Inneren geben dem Dachraum erlebbare Atmosphäre und unterstreichen die individuellen Bereiche der beiden Kinder - ein wenig Märchenhaus und doch ganz praktisch und ästhetisch im Kontrast zum Haus der Eltern."

Für ein Einfamilienhaus in Lilling in der Fränkischen Schweiz, das in der Gliederung der Baukörper sorgfältig auf die Maßstäblichkeit des Ortes Rücksicht nimmt, erhielt der Architekt Markus Gentner, att architekten, Nürnberg, den zweiten Preis in Höhe von 4.000 Euro (Bild unten). Passend zu den klar definierten Baumassen wählte er ein Dach mit Braas Teglit in der Farbe Granit.


Zum zweiten Preis führte die Jury aus: "Die Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zum Einfamilienhausbau in dörflichen Strukturen dar. Die Aufteilung eines, die üblichen Größenordnungen sprengenden Bauvolumens in drei dem dörflichen Kontext entsprechende Gebäudeeinheiten erreicht die Wahrung des dörflichen Maßstabes. Die Gebäudestellung markiert einen "Eingangshof", der die Wohngebäude erschließt. Die seitliche zaunartige Begrenzung wird allerdings als "modisch" empfunden. Die sichere Architektursprache verleugnet nicht den heutigen Bauzeitpunkt. Die Grundrisse folgen offensichtlich den Bewohnerwünschen. Insgesamt gelingt es, die Gebäudeanlage wie selbstverständlich in das dörfliche Umfeld zu integrieren."

Mit 2.500 Euro ging der dritte Preis an die Architekten Just.Burgeff aus Frankfurt am Main, die dort ein Zentrum für die Schwedische Gemeinde umgebaut und erweitert haben. Das markante, steil geneigte Dach des Gemeindesaals ist mit Braas Turmalin Dach-Ziegeln in Grau gedeckt. Die Kritik der Jury zu diesem Preis: "Drei um einen Hof gruppierte Bestandsgebäude aus den 1950er Jahren mit Flachdächern wurden zu einem großen Volumen zusammengefasst, um den Bedürfnissen der schwedischen Gemeinde Rechnung zu tragen. Ein extrem steiles Dach betont den neuen, flexibel nutzbaren, großen Raum. Von außen bleibt die Dachform klar ungestört ablesbar und zeigt die feierliche Atmosphäre. Im Innenraum wäre die sichtbare Konstruktion wünschenswert gewesen. Dachneigung (65°) und Farbe transportieren ganz selbstverständlich schwedische Bautradition nach Frankfurt, ohne sich anzubiedern."

In der Uckermark wurde durch die Berliner Architekten Suhren Streckwall ein Wohnhaus in ein ehemaliges Stallgebäude integriert (Bild unten). Dieses Objekt wurde mit dem vierten Preis in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet. Das großflächige Dach ist mit matten Braas Achat 10 Dach-Ziegeln in Naturrot neu eingedeckt. Die Juroren würdigten das Projekt so: "Die Arbeit wird als ein wertvoller Beitrag in dem für die Zukunft wichtigen Aufgabengebiet 'Bauen im Bestand' gesehen. Der Umgang mit der historischen Konstruktion erfolgt behutsam und es gelingt, die neue Nutzung 'Wohnen' mit dem Historischen als Stallgebäude zu verbinden. Kritikpunkt ist dagegen die Verwendung von Dachflächenfenstern, die das Bild der großen Dachfläche stören. Es stellt sich weiterhin die Frage, ob eine historische Biberschwanzdeckung das Vorhaben eines behutsamen Eingangs mit dem Bestehenden nicht besser unterstützt hätte. Der große Innenraum der Halle vermittelt eindrucksvoll die Größe des Gebäudes und macht die Konstruktion des historischen Pfettendachstuhls erlebbar. Die neue Fassadengestaltung wird als gelungen angesehen."


Der Erfolg des Architekturpreises "Gut bedacht", der sich in den Projekten der Preisträger, aber auch zahlreichen weiteren Entwürfen widerspiegelt, zeigt, dass dieser Preis einen interessanten, weiterhin viel versprechenden Weg geht. Der nächste Architekturpreis "Gut bedacht" wird im Jahr 2009 ausgelobt. Dies hatte der Vorsitzende der Monier GmbH, Dr. Rudolf Rauss, in seinem Vortrag bereits zugesagt.

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