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Schüco wächst durch Energy² zweistellig

(30.4.2008) Die Schüco International KG konnte das Geschäftsjahr 2007 mit einem Wachstum von 12,2 Prozent abschließen und steigerte den Umsatz auf 1,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit stieg erstmals auf über 5.000 (2006: 4.700). Die Weichen für weiteres Wachstum seien zudem bereits gestellt, denn viele herausragende Projekte seien in den letzten zwölf Monaten begonnen worden.


Schüco auf der BAU 2007; Bild aus dem Beitrag "'Schüco E² Fassade' - Die Energiefassade" vom 5.2.2007

Die Schüco Gruppe investierte 2007 weltweit rund 50 Millionen Euro (2006: 37 Millionen Euro). So wurde am Standort Bielefeld das neue Schüco Technology Center (STC) mit einem für Bürogebäude einzigartigen Energiekonzept errichtet und die Osttribüne der SchücoArena mit einem außergewöhnlichen Solardach gekrönt. Am Standort Groß-Rohrheim entstand eine Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlage mit einer Leistung von einem Megawatt (MW). Damit leistet Schüco auch einen Beitrag zur Senkung des CO₂-Ausstoßes: Allein diese drei Anlagen sparen pro Jahr rund 620 Tonnen CO₂ ein.

Die Bedeutung des internationalen Geschäfts ist 2007 für Schüco erneut gestiegen: Die Exportquote betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 54,7 Prozent (2006: 49,5 Prozent) und überschritt damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die 50-Prozent-Marke. Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 49,6 Prozent (2006: 49,5 Prozent).

Das Jahr 2007 war laut der Einschätzung Schücos in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Eines der wichtigsten gesellschaftlichen Diskussionsthemen war der drohende Klimawandel. Für Schüco eine ausgezeichnete Grundlage, um auf die vielfältigen Lösungsmöglichkeiten hinzuweisen, die das Unternehmen unter dem Leitmotiv "Energy² - Energie sparen und Energie gewinnen" entwickelt hat. In Gesprächen mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger, beim Austausch mit Al Gore (zur Erinnerung: Schüco präsentierte und unterstützte "Eine unbequeme Wahrheit") und im Dialog mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wie mit Bundesaußenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier gelang es, Schüco als gefragten und kompetenten Gesprächspartner zu positionieren. Das Engagement in der von Dr. Michael Otto ins Leben gerufenen Klimaschutzinitiative "Zwei Grad - Deutsche Unternehmer für den Klimaschutz" rundete die vielfältigen Aktivitäten auf politischer Ebene ab.

Die Entwicklung der internationalen Märkte

Zu den stärksten Motoren des erfolgreichen Geschäftsjahres zählten die internationalen Märkte. Wie Schüco berichtet verzeichneten sie 2007 nahezu durchweg zweistellige Wachstumsraten, wie etwa der Absatz von Solar-Produkten in Spanien und von Metallbau-Erzeugnissen in Großbritannien; ähnliche Zuwächse gab es in Frankreich und Italien. Insgesamt kommt der Bereich South West Europe (SWE) auf ein Plus von 28 Prozent.

In Osteuropa sind insbesondere die Länder Tschechien und die Slowakei hervorzuheben, die um rund 40 Prozent zulegen konnten. Der Bereich North Central East Europe (NCE), der darüber hinaus Märkte wie Polen, Skandinavien, die baltischen Staaten und die Benelux-Länder umfasst, konnte insgesamt um 18 Prozent zulegen. Hervorzuheben ist, dass Tschechien, die Slowakei und die Benelux-Staaten in allen drei Geschäftsbereichen Metallbau, Kunststoff und Solar zugelegt haben und damit das Leitmotiv Energy² besonders erfolgreich umsetzten.

Der Bereich International wuchs um mehr als 42 Prozent, wobei die prozentualen Zuwachsraten in einzelnen Ländern, z. B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, der Ukraine und der Türkei, noch deutlich höher ausfielen. Lediglich der chinesische Markt entwickelte sich unterproportional, da die Akzeptanz der hohen Qualität der Produkte von Schüco noch nicht ausreichend war.

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Bild aus dem Beitrag "Schücos Sicht auf die Fensterzukunft" vom 18.4.2008

Die Entwicklung der drei Geschäftsbereiche

Wichtigster Eckpfeiler für Schüco war einmal mehr der Metallbau (MB) mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro weltweit (plus 9,9 Prozent). Auch in Deutschland konnte wieder ein solides Umsatzwachstum erreicht werden. Ein wichtiger Faktor für diesen Gesamterfolg war die flächendeckende Einführung von SAP in Deutschland.

Der Geschäftsbereich Kunststoff (KS) wurde in Deutschland vom Rückgang des privaten Wohnungsbaus beeinflusst, konnte dafür jedoch wichtige Anteile im europäischen Ausland hinzugewinnen und so insgesamt den Vorjahresumsatz behaupten. Dies bekräftigt erneut die Notwendigkeit der bereits 2006 eingeleiteten Neuordnung dieser Sparte mit der Bereinigung der Vertriebswege sowie der Konzentration wichtiger KS-Bereiche in Weißenfels/Sachsen-Anhalt.

Für den Bereich Solar gab es 2007 besondere Herausforderungen: Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen in Organisation und Ausrichtung dieses Bereichs wurden ergriffen, um den nachhaltigen Erfolg in dieser Sparte zu sichern. Trotz dieser schwierigen Randbedingungen haben es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Solar in disziplinierter Teamarbeit geschafft, den zuvor aufgestellten Plan zu erreichen und den Umsatz um gut 30 Prozent auf 420 Millionen Euro zu steigern.

Darüber hinaus hat Schüco 2007 umfangreiche Maßnahmen in Angriff genommen, um die mengen- und qualitätsmäßige Sicherung mit Material, hier vor allem bei Photovoltaik-Modulen, langfristig zu sichern. Ziel von Schüco ist es, sich als "qualitativer Marktführer" zu positionieren. Gleichwohl muss ein differenzierteres Bild gezeichnet werden: Während die Photovoltaik um gut 30 Prozent wuchs, konnte sich die Solarthermie nicht vom allgemeinen deutschen Markttrend des Jahres 2007 entkoppeln und musste einen Rückgang (-10 Prozent) hinnehmen. Erfreulich dagegen der mit gut 100 Prozent starke Umsatzzuwachs bei der Unterkonstruktion "PVLight", bei der Schüco auf die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Werkstoff Aluminium bauen kann (siehe Beitrag "Schüco präsentiert PV-Komplettsystem" vom 22.6.2007).

Meilensteine 2007

In den letzten Monaten fanden gleich mehrere bedeutende Messen statt. So wurde im Januar 2007 auf der internationalen Ausstellung BAU (München) die zukunftsweisende Energy²-Fassade vorgestellt. Auf der Intersolar (Freiburg) hat sich Schüco erstmals als solarer Komplettanbieter präsentiert (Grafik rechts aus dem Beitrag "'Schüco E² Fassade' - Die Energiefassade" vom 6.2.2007).

Im Sommer 2007 startete das Gemeinschaftsunternehmen "Malibu GmbH & Co. KG", am dem Schüco und die E.ON AG mit je 50 Prozent beteiligt sind. Mit dieser Großinvestition in Höhe von rund 100 Millionen Euro werden rund 150 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Der Bau der 40 MW großen Produktionsanlage in Osterweddingen bei Magdeburg geht zügig voran: am 7. Februar 2008 war Grundsteinlegung, am 24. April Richtfest. Ende 2008 werden dort die ersten Dünnschicht-Module für Bürofassaden produziert. Mit der in Bielefeld beheimateten Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung von Malibu unterstreicht Schüco seine Kompetenz "rund um die Gebäudehülle" und sichert sich damit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die Zukunft (siehe Beitrag "Schüco und E.ON wollen Photovoltaik wirtschaftlicher machen" vom 31.7.2007).

Schüco ist heute im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern in der Lage, ein komplettes dezentrales Energiemanagement für Einfamilienhäuser wie Großobjekte aus einer Hand anzubieten. Mit den Systemlösungen von Schüco können aus der Sonnenenergie Strom, Wärme und Kälte produziert werden. Zugleich stellte das Unternehmen im letzten Jahr ein Konzept für Einfamilienhäuser vor, womit diese durch Wärmepumpen, Solarwärme und Photovoltaik mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen und damit die Energiekosten auf ein Minimum senken.

Das Jahr 2007 ist auch geprägt vom Neubau des Schüco Technology Centers (STC) am Standort der Unternehmenszentrale in Bielefeld. In nur einem Jahr erhielt das Unternehmen mit der Schüco Lounge eine neue gastronomische Einrichtung sowie moderne Trainings- und Schulungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Kunden. Das STC ist darüber hinaus das bislang größte eigene Referenzobjekt in punkto Klimaschutz. Ein ausgeklügeltes Energiekonzept mit einer Erdwärmepumpenanlage, Solarkollektoren, PV-Modulen und einer besonders wärmegedämmten Fassade senkt die jährlichen CO₂-Emissionen um mehr als 50 Prozent. Der perfekte Beleg für das Funktionieren des Schüco Leitbildes "Energy² - Energie sparen und Energie gewinnen".


Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG.

Ausblick 2008 - Grundsteine für ein erfolgreiches Jahr gelegt

Einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Jahr im Bereich Metallbau ist die weitere Internationalisierung im Rahmen des Leitbildes Energy². In der Sparte Kunststoff hat sich langsam auch der deutsche Markt wieder erholt; für Schüco die Möglichkeit, den eingeschlagenen Kurs der Effizienzsteigerung in 2008 fortzusetzen. Solar rechnet trotz anhaltender Engpässe im PV-Module-Bereich mit weiteren Steigerungen; insbesondere auch bei allen Produkten zur solaren Wärmeerzeugung (siehe z.B. Beitrag "Solargefütterte Erdwärmepumpe HPSol hat Praxistest bestanden" vom 29.4.2008).

Angesichts des positiven Marktausblicks aller Sparten ist für 2008 wiederum eine deutliche Umsatzsteigerung das Ziel von Schüco. Gleichwohl bleibt abzuwarten, wie sich fundamentale globale Konjunktur- und Wirtschaftsdaten entwickeln werden. Die Entwicklung der weltweiten Finanzmärkte, vor allem in den USA, und der Anstieg der Rohstoffpreise spielen hierbei eine große Rolle. Für Schüco ist eine der wichtigsten Aufgaben für 2008, die mengen- und kostenmäßige Materialversorgung für alle drei Bereiche MB, KS und Solar zu sichern. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise und einer wachsenden Nachfrage durch die intensive Bautätigkeit auf vielen internationalen Märkten können Preissteigerungen im Laufe der nächsten Monate notwendig werden.

Die Schüco International KG ist in das 1. Quartal 2008 mit einer Umsatzsteigerung von plus 20 Prozent gestartet. Besonders erfreulich ist, dass auch der private Wohnungsbau in Deutschland angezogen hat. Die Belastungen aus 2007 durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung und den Wegfall der Eigenheimzulage gehören damit der Vergangenheit an.

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