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In alten Leuchtstoffleuchten schlummert PCB

(7.5.2008) "Alte Kondensatoren enthalten vielfach das Umweltgift PCB. Sie sollten deshalb vorsorglich ausgetauscht und geordnet entsorgt werden", empfiehlt Klaus Holbe, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Starkstromkondensatoren. Das Umweltgift PCB ist gesundheitsschädlich und krebserregend. So koste beispielsweise ein neuer Leuchtenkondensator nur wenige Euro und sei in der Regel schnell ausgetauscht. Wenn im Schadensfall das Isolieröl austrete, sei der Aufwand um ein Vielfaches höher als ein präventiver Austausch der Kondensatoren.

Explodiert ein alter Kondensator in einer Büroleuche, addieren sich Kosten für Schadstoffmessungen, Renovierung von Büroflächen sowie des Nutzungsausfalls von Räumlichkeiten schnell zu Beträgen jenseits von 10.000 Euro. Ergänzend müssen die nicht direkt quantifizierbare Gesundheitsbelastung der Mitarbeiter und die allgemeine Umweltverschmutzung berücksichtigt werden. Generell sei ein Tausch spätestens nach 20 Jahren angeraten, empfiehlt der ZVEI -Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Seit Beginn der 80er Jahre wird PCB nicht mehr in der Produktion von Kondensatoren verwendet - lange vor dem offiziellen Verbot im Jahr 1989. Es sollen jedoch noch viele alte PCB-haltige Kondensatoren im Einsatz sein.

Die schadstoffhaltigen Kondensatoren sind zum Teil über mehrere Jahrzehnte in vielen Anwendungen, wie zum Beispiel in Leuchten mit Leuchtstofflampen, eingesetzt worden. Die alten Bauteile haben häufig das Ende ihrer Lebensdauer lange überschritten, werden aber viel zu selten gewechselt. "Wir stellen eine wachsende Zahl besorgter Nachfragen fest. Leider erfolgen die Anrufe immer erst dann, wenn es bereits zum Schadensfall gekommen ist", berichtet Ronald Hänßler, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt im Fachverband Starkstromkondensatoren. Betroffen sind beispielsweise die Betreiber von Gewerbegebäuden und Industrieanlagen.

"Wir können mit dem PCB-Merkblatt des Fachverbands Starkstromkondensatoren in vielen Fällen weiterhelfen und klären, ob im schadhaften Kondensator tatsächlich PCB enthalten war. Häufig lassen sich die besorgten Nachfragen aber nicht beantworten, da die Hersteller der Kondensatoren heute nicht mehr auf dem Markt vertreten sind", erläutert Hänßler.

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