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BFW Konjunkturumfrage Frühjahr 2008

(12.5.2008) Die unternehmerische Immobilien- und Wohnungswirtschaft blickt nicht mehr ganz so optimistisch in das Jahr 2008 wie noch im Herbst 2007. Für das laufende Jahr rechnet die Branche mit einer leicht verbesserten Geschäftslage und signalisiert ein Plus an Investitionen. Insbesondere in Ballungsgebieten wird ein starker Rückgang der Leerstände prognostiziert, der sich in 2009 fortsetzen wird. Jedoch beunruhigt der starke Einbruch der Baugenehmigungen die Branche. Zudem wurde erneut bestätigt, dass die ländlichen Regionen weiter verlieren werden. Dies geht aus der Konjunkturumfrage des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hervor, die am 8. Mai 2008 im Rahmen des BFW Immobilien Kongresses in Berlin vorgestellt wurde.

"Die gute gesamtwirtschaftliche Situation schlägt auch auf die Immobilienbranche durch. Wenn auch nicht ganz so stark wie im Jahr 2007 sind die Geschäftserwartungen sowie Investitions- und Beschäftigungspläne der Branche für 2008 weiterhin positiv", sagte der BFW-Vorsitzende Walter Rasch am 8. Mai in Berlin zu den Ergebnissen der Umfrage unter 1.600 Unternehmen. 30 Prozent bewerten ihre Geschäftslage mit gut, 26 Prozent gehen für 2008 von einem günstigeren Geschäftsverlauf aus. Wie auch im Herbst 2007 beabsichtigen 24 Prozent die Investitionen in 2008 zu erhöhen. Die Umsatzsteigerungen vieler Unternehmen werden 2008 zum größten Teil in steigenden Gewinnen zum Ausdruck kommen. Bei der Beschäftigung stehen insbesondere bei den Verwaltern die Zeichen auf Zuwachs. Beabsichtigten im Herbst 2007 elf Prozent neue Mitarbeiter einzustellen, sind es im Jahr 2008 bereits 18 Prozent.

Die Umfrageergebnisse stützen zudem die These, dass die Finanzmarktkrise noch keine nachhaltigen und gravierenden Auswirkungen auf die deutsche Immobilien- und Wohnungswirtschaft hat. Lediglich neun Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich die Finanzkrise negativ auf ihre eigene Finanzierung und Liquidität auswirke. Zwar werden die Investmentumsätze im Immobilienbereich die Rekorde des Vorjahres 2007 nicht erreichen und kreditfinanzierte Transaktionen schwieriger, jedoch stellt sich nach einer deutlichen Abkühlung im ersten Quartal 2008 schon jetzt eine merkliche Beruhigung ein.

"Überschattet wird die positive Branchenentwicklung vom starken Nachfrageeinbruch im Wohnungsneubau", stellte Rasch einen konjunkturellen Schwachpunkt heraus. Mit einem Genehmigungsrückgang von rund 28 Prozent 2007 hat der Wohnungsneubau einen historischen Tiefpunkt erreicht und wird sich 2008 noch verstetigen. "Nach Einschätzung vieler Bauträger wird der Wohnungsneubau vor allem aus zwei Gründen zurückgehen. Einerseits wird mit der Erbschaftsteuerreform die Immobilie als Steuersparinstrument abgeschafft. Andererseits werden Verschärfungen der energetischen Anforderungen, deren Umsetzung auf lange Sicht nicht kostendeckend sind, den Neubau gegenüber Bestandsobjekten benachteiligen", erläuterte der BFW-Vorsitzende. So erstaunt es nicht, dass Bauträger pessimistischer in die Zukunft schauen als der Rest der Branche: 27 Prozent erwarten sinkende Gewinne, 23 Prozent wollen die Investitionen reduzieren und 13 Prozent planen Beschäftigungsabbau.

Weiterhin Verlierer des Konjunkturaufschwungs sind außerdem die ländlichen Regionen. Dieser Trend verstärkt sich in 2008. Die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für 2008 sehen im ländlichen Raum 42 Prozent bzw. 37 Prozent negativ, im Bundesschnitt hingegen nur 14 bzw. neun Prozent.

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