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Basst scho: Trägerlose Deckenschalung und langlebiger Kunststoffschalhaut

(14.5.2008) Sie ist leicht, langlebig und verspricht perfekte Betonoberflächen: Beim Neubau eines Forschungs- und Bürokomplexes soll die Kunststoffschalhaut Ecoply derzeit beweisen, was in ihr steckt, und in Kombination mit dem trägerlosen Rahmenschalsystem Topec Maßstäbe in puncto Schnelligkeit und Qualität setzen. Schau'n wa mal.


"Basst scho" - auf Hochdeutsch "passt schon" - lautet das eher zurückhaltende Urteil von Polier Toni Raspel auf die Frage, wie denn sein erster Einsatz mit dem neuen Duo Topec/Ecoply verlaufen sei. Doch wer die Franken kennt, weiß um das verborgene Lob in der schlichten Aussage. Eigentlich ist der gestandene Max Bögl-Mitarbeiter kein Fan von Modulsystemen an der Decke. Doch beim Neubau eines 32 Meter hohen riegelförmigen Gebäudekomplexes (60 x 160 Meter) auf dem ausgedehnten Firmengelände der Schaeffler Gruppe (u.a. Produzent der INA Wälz- und Gleitlager) in Herzogenaurach drängte sich der Einsatz der trägerlosen Aluminium-Rahmenschalung nahezu auf. So sahen es jedenfalls der Arge-Partner Mauss Bau (Erlangen) und die in Sachen Schalung betreuende Hünnebeck-Werksvertretung Gebr. Mayer aus Fürth.

Knapp 30.000 Quadratmeter Decken sind auf der Großbaustelle in Sichtbetonqualität zu schalen: Hauptsächlich durchgängige Flächen mit Stützen in Raummitte, kaum Passbereiche, Deckenhöhe im Schnitt 3,90 Meter, Deckenstärke 35 Zentimeter. "Optimale Einsatzbedingungen für das trägerlose Topec-System" bestätigen auch Dipl.-Ing. Stephan Both (Leiter AV) und Mimmo Juliano von der Mauss Arbeitsvorbereitung. Beide kennen und schätzen das Einsparpotenzial von Systemschalungen.

Und doch handelt es sich in Herzogenaurach um eine Premiere: Die hier eingesetzten Topec-Tafeln sind mit Hünnebecks neuer Vollkunststoffschalhaut Ecoply belegt (siehe auch Beitrag "Schalplatten aus dem Hightech-Labor" vom 4.10.2007). Das hochfeste Schalhaut-Leichtgewicht (ca. 7,50 kg/m²) aus faserverstärktem Propylen sorgt nicht nur für leichteres Ausschalen, einen deutlich gesunkenen Reinigungsaufwand und wesentlich höhere Einsatzspiele der Topec-Tafeln. ("Mindestens doppelt so viele wie mit konventionellen Tafeln, wahrscheinlich mehr", so Schalexperte Detlef Andres von Gebr. Mayer). Vor allem liefern die Ecoply-Platten aufgrund ihrer Oberflächeneigenschaften ein gleichbleibend hochwertiges Betonbild ohne jede Verfärbung. Die Sichtbetonoberfläche ist unter anderem deshalb qualitativ besonders gut, weil die Ecoply-Platte absolut passgenau im Aluminiumrahmen sitzt. Ausblutungen, wie sie beim Einsatz konventioneller Tafeln an diesen "Störstellen" immer mal wieder auftreten können, werden durch die hohe Passgenauigkeit zwischen Tafel und Rahmen deutlich reduziert. "Das erzielte Betonbild ist unglaublich glatt und gleichmäßig", schwärmt Andres. Hinzu kommt das vom Architekten geforderte geordnete Fugenbild, das die in Herzogenaurach bevorzugt eingesetzte Großtafel (180 x 180 Zentimeter) perfekt erfüllt.

Unter den kritischen Augen von Bauleiter Martin Enzenhöfer und Polier Toni Raspel habe der Topec/Ecoply-Einsatz bisher die in ihn gesetzten Erwartungen uneingeschränkt erfüllt - nicht nur in puncto Handling und Oberflächenqualität. Auch beim Thema Schnelligkeit scheint das Decken-Duo Maßstäbe zu setzen: So können die bis dato erreichten schnellen Ein-, Ausschal- und Umsetzzeiten die etwas höheren Lohnkosten der firmeneigenen Einschaler auffangen und ausgleichen. Eine extern eingekaufte Schalungsdienstleistung käme nicht zwangsläufig preiswerter.


"Das Topec-System mit seiner leichten, schnellen Montage von unten, den simplen Handgriffen Tafel einhaken, hochschwenken und abstützen ist eben die entscheidenden 0,3 h/m² schneller", begründet Schalexperte Andres die mit Topec realisierbaren Schalzeiten von unter 0,2 h/m². Gemeinsam mit Arbeitsvorbereiter hat er sich zudem um eine optimale Taktplanung bemüht, die mit kleinstmöglicher Vorhaltemenge den bestmöglichen Baufortschritt erzeugt. "Eigentlich wären wir für die knapp 30.000 Quadratmeter Deckenflächen mit ca. 2.000 Quadratmetern Topec ausgekommen", weiß Andres. Doch aus "Beschleunigungsgründen" - es stehen nur acht Monate Rohbauzeit zur Verfügung - sind es dann sicherheitshalber doch 2.800 Quadratmeter geworden.

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