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Poroton-Ziegel mit dicken Außenstegen versprechen Schutz vor Putzrissen

(14.5.2008) Immer wieder beschäftigen sich Bauunternehmer, Planer und Sachverständige mit Rissen in der Fassade. Zusätzlich können neben den lästigen optischen Beeinträchtigungen als Folge auch Schäden in der Wandkonstruktion auftreten. In der Fachliteratur wird bei einer Rissbreite von mehr als etwa 0,2 mm eine technische Beeinträchtigung nicht mehr ausgeschlossen. Doch wie können diese zum Teil gravierenden Schäden im Wandaufbau verhindert werden?


Die Ursachen für Putzrisse sind vielfältig: unter anderem ...

  • falsche Materialkombination,
  • fehlerhafte baukonstruktive Durchbildung des Gebäudes,
  • nicht ausreichend berücksichtigte Schwindverformungen Bindemittel gebundener Mauersteine,
  • zu große Deckendurchbiegungen oder
  • fehlerhaft ausgeführte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS).

Der Einsatz von Poroton-Ziegeln mit Perlitfüllung soll aufgrund der dicken Außenwandungen die Gefahr von Rissen minimieren. Grundsätzlich gilt: Die monolithische Bauweise ermöglicht einen "einfachen Schichtaufbau" und somit eine deutliche Reduzierung der Verarbeitungsschritte. Ganz im Gegensatz zum mehrschichtigen Aufbau eines WDVS. Fehleranfälligkeiten werden so bereits im Vorfeld verringert. Wesentlich sei zudem das günstige Formänderungsverhalten des Poroton-Putzgrundes. Die maßgebliche Mauerwerksnorm DIN 1053-1 attestiert dem Mauerziegel dazu Bestwerte.

Bewährte Bauweise und Systemempfehlung

Der anerkannte Experte für Mauerwerksbau, Dr.-Ing. Peter Schubert, beleuchtet in seiner Untersuchung "Zur Verputzbarkeit von Perlit gefüllten hoch Wärme dämmenden Ziegeln" die Vorzüge der Poroton-Produkte. Laut Schubert bieten vor allem die Ziegel T 9, T 8 und S 11 dank ihrer massiven Außenstege optimalen Schutz gegen Risse. Ein bewährtes System ist demnach die Kombination folgender Materialien:

  • Leichtputze, Putzmörtelgruppe P II, nach DIN V 18550 und Druckfestigkeitsklasse CS II mit einer Normdruckfestigkeit von 1,5 bis 5 N/mm² nach DIN 998-1.
  • Während in der Ziegelnorm (DIN V 105-2, Wärmedämmziegel) eine Mindestbreite des Außensteges von 10 mm vorgeschrieben wird und in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen Mindestwerte von zum Teil deutlich unter 10 mm erlaubt sind, beträgt die Mindestdicke des Außensteges bei den hoch Wärme dämmenden Perlit gefüllten Poroton-Ziegeln 15 mm.

"Dadurch wird eine deutlich höhere Sicherheit vor Putzrissen erreicht. Der Putzgrund ist robuster, unempfindlicher und gewährleistet so eine problemlose Verputzbarkeit", erläutert Schubert. Auch unvermeidbare ungünstige Eigenschaftsabweichungen der Putze werden so abgedeckt. Faktoren, die in Kombination mit der monolithischen Bauweise zusätzlich Feuchte- und Frostschutz garantieren.

Die Optimierung dieser Hochleistungsprodukte senkt damit nicht nur langfristig die Kosten, sie überzeugt Verarbeiter durch den wirtschaftlichen Einsatz. Ein Vorzug, der die zunehmende Nachfrage der neuen Produktfamilie erklärt.

Quelle: Dr.-Ing. Peter Schubert; Zeitschrift "Mauerwerk" 12. Jahrgang (2008), Heft 1, Seite 33-35

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