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Bericht vom Symposium "Beheizung von Gewerbeobjekten"

(4.6.2008) Rund 40 bis 50 Prozent Energiekosten kann eine Industrieflächenheizung im Vergleich zu einer Warmluftheizung bei Industrie- und Gewerbehallen einsparen. Da die Fußböden auch mit Fußbodenheizung hoch belastbar sind und die Räume flexibel aufgeteilt und genutzt werden können, bieten sich moderne Flächenheizsysteme besonders für Industriebauten an. Dieses Fazit zogen die Referenten und Teilnehmer des Symposiums "Beheizung von Gewerbeobjekten", das Rotex am Firmensitz in Güglingen bei Heilbronn durchführte.


Für Manfred Schuldt vom Spezialunternehmen CBL Chemobau Industrieboden GmbH aus Leingarten sind Flächenheizungen ideal für Produktions- und Lagerhallen: "Es ist nicht zu verstehen, warum immer noch so viele Industrie- und Gewerbeimmobilien ohne Fußbodenheizungssysteme ausgestattet werden. Es gibt keine Nachteile mehr", sagte Schuldt in seinem Vortrag. Die wichtigsten Vorteile einer Industrieflächenheizung bzw. Fußbodenheizung in Industrie- und Gewerbebauten umfassen sowohl energetische als auch betrieblichorganisatorische und physiologische Aspekte.

Energieeinsparung

Durch die ständig steigenden Energiepreise sollten heute vor allem die laufenden Betriebskosten bei der Auswahl des Heizsystems entscheiden. Ab rund zehn Euro Investitionskosten pro Quadratmeter Fläche sind Fußbodenheizungen vergleichbar mit anderen Lösungen. Bei den laufenden Betriebskosten ist eine Fußbodenheizung allen anderen Systemen deutlich überlegen - so der Tenor des Symposiums. So liege der Mehrverbrauch für Deckenstrahlplatten bei ca. 10% und bei Luftheizungen bei ca. 30%. In Verbindung mit einem Brennwertkessel (z.B. Rotex Gasheizunit GHU; Bild) könne die Einsparung sogar auf bis zu 45% ansteigen.

Das Heizrohr des Rotex Systems 70 könne ebenfalls aktiv zur Energieeinsparung beitragen. Durch die größere Temperaturspreizung, im Auslegungsfall bis zu 20 K, werde der Massenstrom deutlich reduziert. Dies habe kleinere Umwälzpumpen und somit deutlich weniger Stromverbrauch zur Folge.

Speicherfähigkeit des Systems

Die von einer Luftheizung erzeugte Wärme verflüchtigt sich in einer großen und hohen Halle relativ schnell. Anders bei einer Fußbodenheizung. Hier dient die Masse des Fußbodens zugleich als Speichermedium. Die Speicherfähigkeit der Fußbodenheizung führt dazu, dass auch bei kurzfristig drastisch erhöhter Wärmeabgabe der Fußbodenheizung (z.B. offenes Rolltor), der Wärmeerzeuger nicht auf diese eventuelle Spitzenleistung ausgelegt werden muss, sondern lediglich auf die Summe des Wärmebedarfs dimensioniert werden kann. Bei der Verwendung von speicherfreien Heizflächen werden die Wärmeerzeuger bis zu 50% größer ausgelegt, um auch einem kurzfristig auftretenden Leistungsbedarf nachkommen zu können.

Belastbarkeiten

Die Tragfähigkeit der Bodenkonstruktion wird durch die im Betonboden bzw. Estrich verlegten Rohre nicht eingeschränkt.

Hallen mit Industrieflächenheizung können sehr flexibel genutzt werden, da die Wärme gleichmäßig verfügbar ist und das Temperaturdesign individuell ausgelegt werden kann. Spätere Umnutzungen sind somit kein Problem. Auch die zulässigen Einbohrtiefen zur Befestigung von Einbauten können durch entsprechende Estrichhöhen gewährleistet werden.


Behaglichkeit

Industriehallen sind zugleich Arbeitsstätten und müssen den Beschäftigten ein entsprechend angenehmes Raumklima bieten. Hallen mit Industrieflächenheizungen gelten durch das nahezu isotherme, gleichmäßige Raumtemperaturprofil als besonders behaglich. Die Wärme entsteht dort, wo sie gebraucht wird. Im Gegensatz zu den Gebläsen einer Luftheizung entsteht kein Zug, es gibt keine lästigen Luftströme, Staub oder Schadstoffe werden nicht verwirbelt und die Heizung arbeitet geräuschlos.

Dezentrale Wärmeerzeuger von Vorteil

Weiteres Potential, um Investitionskosten und Energie einzusparen, eröffnet die Rotex GasHeizUnit (GHU). Die GHU ist ein kompletter Gasbrennwertkessel, der nach dem "Plug & Play"-Prinzip anschlussfertig in einem Verteilerschrank in der Halle installiert ist. Eine GHU erwärmt bis zu 800 m² Fußbodenheizung. Damit entfallen alle Investitionskosten für ein separates Kesselhaus oder einen Heizraum und die notwendigen Verteilleitungen zur Fußbodenheizung sowie die daraus resultierenden Energieverluste. Bei größeren Objekten kann jeweils eine GHU einzelne Hallenteile erwärmen.

Die Vorteile einer Fußbodenheizung mit GHU wurden im Symposium am Beispiel von Immobilienobjekten einer Baumarktkette aufgezeigt, mit Hallen von rund 10.000 m² Fläche. Die jährlichen Betriebskosten fallen hier mit 18.000 Euro bei einer Fußbodenheizung System70 mit GHU gegenüber 30.000 Euro bei einer Luftheizung klar zugunsten des Rotex Systems aus.

Ein Werksrundgang rundete das Symposium ab. Rotex hat in den Jahren 2007/2008 eine neue Produktionshalle errichtet, die von einer GHU mit System 70 beheizt wird. Die vor Ort erfassten Messwerte verdeutlichten den Besuchern die Effizienz und Rentabilität der Heizungslösung.

Weiterführende Unterlagen zum Symposium können bei Rotex per E-Mail an fbh@Rotex.de angefordert werden.

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