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Energiesparhäuser (vom Bauträger) oft eine Mogelpackung?

(15.6.2008) Tausende Hausbesitzer sind davon bedroht, öffentliche Fördermittel, die für Energieeinspar-Maßnahmen gewährt wurden, zurückzahlen zu müssen. Die meisten Energieausweise beim schlüsselfertigen Neubau seien nämlich mangelhaft; die errechneten Energiewerte würden in der Realität oft nicht erreicht - zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Verbands Privater Bauherren (VPB), zu der alle 2007 von VPB-Bausachverständigen geprüften Energieausweise gemäß EnEV für Neubauten herangezogen wurden.

„Das Ergebnis der VPB-Untersuchung ist für uns alarmierend", resümiert der VPB-Vorsitzende Thomas Penningh. Offenbar haben viele Anbieter schon bei simplen Rechenvorgängen Probleme: Fast 60% aller vom VPB untersuchten Nachweise hätten teilweise gravierende Rechenfehler. Aber selbst wenn die Berechnung stimmt, hapere es an der Ausführung: In gut 54% aller untersuchten Fälle wurden die in der Rechnung angenommenen Materialien auf der Baustelle gar nicht verwendet. Häufig, so stellte der VPB fest, ersetzten Bauunternehmer auf eigene Faust die in der Rechnung vorgesehene Dämmung entweder durch dünnere Dämmstoffe oder durch völlig andere Materialien. „Viele Bauherren bekommen kein Energiesparhaus, sondern eine echte Mogelpackung.“

53% aller geförderten Bauten erfüllen nicht die Förderbedingungen

„Aber es kommt noch schlimmer“, kritisiert Verbraucherschützer Penningh: Etwa 40% der Energieausweise im Neubau entsprächen überhaupt nicht den Vorschriften der EnEV. Und über die Hälfte, nämlich 53%, aller Bauten, die durch öffentliche Zuschüsse und Kredite gefördert werden, erfüllten nicht einmal die Förderbedingungen. „Prüfen die Geldgeber hier gezielt nach, was sie sich ja ausdrücklich vorbehalten, dann verlieren die Bauherren ihren Förderanspruch und müssen womöglich bereits gezahlte Gelder zurückerstatten“, mahnt der VPB-Fachmann.

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