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Xella-Architektur-Wettbewerb: "Bauen im Bestand" ist ausgezeichnet

(6.7.2008) Nahezu 70 Einsendungen gingen ein, als das Unternehmen Xella, Duisburg, in Kooperation mit "Am Sonnenplatz", dem Kundenmagazin der Allianz Dresdner Bauspar AG, einen Wettbewerb zum Thema "Bauen im Bestand" auslobte. Aufgerufen wurden sowohl Bauherren als auch Architekten, bereits realisierte oder in Planung befindliche Projekte wie Umbau, Ausbau oder Aufstockung einzureichen. Zu gewinnen waren Baustoffe aus dem Xella-Produktsortiment im Gesamtwert von 10.000 Euro.


Aus den vielen Objekten wählte die Jury Mitte Juni 2008 die Preise 1 bis 4 sowie einen Sonderpreis und zwei Anerkennungen aus. Zu den Juroren zählten ...

Die zugrunde gelegten Auswahlkriterien waren Kreativität, die Angemessenheit der Baumaßnahmen sowie ein nachvollziehbares, konsequent umgesetztes Konzept.

Der erste Preis ging an die Memminger Architekten SoHo Architektur für die Umnutzung einer ehemaligen Schlosserei zu einem Wohngebäude (Bild oben). Mitten in der Memminger Altstadt wurde das einst heruntergekommene Gebäude zu neuem Leben erweckt. Die Bauherren legten Wert auf zeitgemäße, ästhetisch anspruchsvoll gestaltete Lebensräume (Innenausbau: Fermacell). Der Architekt fand in dieser Konstellation ein ideales Experimentierfeld, um dem Thema "Wohnen in der Stadt" ein qualitätsvolles Ansehen zu verleihen. Es wurde versucht, funktionale Erfordernisse der heutigen Zeit zu erfüllen und sich an gestalterische Traditionen zu halten, ohne sie nachzuahmen.

Für den Umbau und die Sanierung eines Gründerzeithauses wurde das Büro Martini Architekten, Bonn, mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute und unter Denkmalschutz stehende Wohnhaus in der Bonner Südstadt wurde umfassend saniert und modernisiert (Sichtmauerwerk in Kalksandstein). Im Sinne der Denkmalpflege sind die hochwertigen Wohnräume von einem verantwortungsvollen Umgang mit der alten Bausubstanz gekennzeichnet. Auch die Straßenfassade wurde komplett in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege restauriert. Das Ergebnis zeigt historischen Charme mit exklusiver Wohnqualität.

Mit einer Wohnraumerweiterung in Schwaikheim erzielten K+H Architekten, Stuttgart, den dritten Platz (Bild rechts). Die Hülle des Anbaus als Wohnraumerweiterung bildet eine durchgängig über den Wand- und Dachbereich geführte Edelstahlverkleidung mit nicht brennbarer Unterkonstruktion. Dabei wurde viel Wert auf eine hohe Ausführungsqualität gelegt. Dächer, Wandfarben der angrenzenden Häuser sowie das Grün der Umgebung spiegeln sich in der Fassade. Der Innenausbau wurde mit Fermacell ausgeführt. Aus- bzw. Einschnitte im Giebelhaus ergeben die Öffnungen.

Eine Garagenaufstockung als Wohnraum in Lehrte durch Architekt Axel Nieberg, Hannover, erhielt den vierten Preis. Die Lamellen gliedern die Fassade und mindern unerwünschte Einblicke. Sie verleihen dem einfallenden Licht im Innenraum einen weichen Charakter. Eine der darunter liegenden vorhandenen Garagen wurde zum neuen Eingangsbereich umgenutzt. Der Aufgang zum Wohnbereich liegt im separaten Treppenhaus-Cubus aus gebrochenen Betonsteinen. Der Wohnriegel ist durch seine allseitigen Glasfassaden und fließenden Raumübergänge transparent und offen. Die Innenräume sind geprägt durch einfache, natürliche Baumaterialien (Ytong, Sichtbeton, Eichenparkett) sowie imposante Lichtstimmungen. Die reduzierte Formensprache verleiht den Räumen die gewünschte Ruhe. Das Gebäude ist ein Beispiel für Ressourcen sparendes Bauen. Es zeigt, wie durch Nachverdichtung im Bestand eine außergewöhnliche Wohnqualität erreicht werden kann.

Obwohl in diesem Wettbewerb nur Wohnungsbauten gefragt waren, wurden vereinzelt auch Objektbauten eingereicht. Der Sonderpreis ging an Architekt Thomas Möhlendick, Braunschweig, für den Umbau und die Sanierung einer Kemenate in Braunschweig. Die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaute Kemenate ist das älteste weltliche Gebäude Braunschweigs. Für die Wiederherstellung des Gesamtensembles wurde ein moderner, zweigeschossiger Baukörper mit Satteldach gestellt. Im Zusammenspiel mit der Jakobskapelle und dem Gemeindezentrum ergibt sich städtebaulich ein Ensemble, das an den historischen Kirchhof erinnert. Es wird als Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude genutzt. Der verglaste Zwischenbau dient als Foyer und erschließt beide Gebäude. Die Umbaumaßnahmen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde unter der Berücksichtigung moderner Architekturvorstellung.

Für den Umbau einer Anfang des 20. Jahrhunderts in Hamburg erbauten Villa erhielt Architekt Axel Nieberg, Hannover, eine Anerkennung. Das architektonische Ziel war neben der Erstellung hochwertiger Innenräume (Ytong) auch eine städtebauliche Verbesserung der Straßenansicht.

Eine weitere Anerkennung erhielt das Architekturbüro Hackl und Klammer, Röthis/Österreich, für das Haus im Haus. Dabei erhielt das bestehende Haus eine Wohnraumvergrößerung durch den Einbau eines neuen Volumens in den ehemaligen Wirtschaftstrakt.

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