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Durch Pumpentausch getunte Wärmeerzeuger verlieren Zulassung!

(15.7.2008) Wird bei einem Heizsystem mit integrierter Heizungsumwälzpumpe die alte, ungeregelte Pumpen gegen eine neue Hoch-Effizienzpumpe getauscht, verlieren die Wärmeerzeuger ihre Gerätezulassung!

„Problematisch wird dies für den SHK-Fachhandwerker insbesondere beim Störfall z.B. eines Gas-Heizgerätes, weil ihn durch den nicht erlaubten Geräteeingriff dann die komplette Haftung trifft“, erklärt Andreas Christmann, Leiter Produktvermarktung bei Vaillant Deutschland. Derzeit würden jedoch vermehrt aus Gründen der Energieersparnis Wünsche an das Fachhandwerk herangetragen alte, ungeregelte Pumpen durch elektronisch geregelte Pumpen zu ersetzen - u.a. auch, um in den Genuss der staatlichen Förderung für Hoch-Effizienzpumpen zu kommen. Gerätezulassungen für moderne Wärmerzeuger mit integrierter Umwälzpumpe werden durch die Behörden jedoch ausschließlich für das Gesamtsystem erteilt. Werden also hierin wesentliche Komponenten wie die Pumpe verändert, verliert das gesamte Gerät seine Betriebszulassung!


Unkritisch sei der Pumpentausch dagegen bei Heizkesseln mit einer externen Umwälzpumpe. Doch auch hier müssten die Kennlinien der alten und neuen Pumpe verglichen werden, um die einwandfreie Funktion der Heizanlage zu gewährleisten. „Ein Pumpentausch macht grundsätzlich Sinn, wenn dadurch signifikant Energiekosten reduziert werden können“, betont Christmann. „Dabei dürfen jedoch keinesfalls sicherheitsrelevante Aspekte oder Haftungsfragen außer Acht gelassen werden, denn im Zweifelsfall fällt die Haftung immer auf den ausführenden SHK-Fachhandwerker zurück.“

Kritisch bewertet Vaillant auch den Pumpentausch in älteren Zwangsumlauf-Wasserheizern, bei denen eine bestimmte Wasserumlaufmenge im Gerät sicherzustellen ist. Hier können die Heizgeräte bzw. ihr Brenner nicht starten, wenn dies nicht garantiert ist. Dies wurde früher z.B. durch ein Überströmventil und einen differenzdruckgesteuerten Strömungsschalter sichergestellt. Nur wenn die neue hoch effiziente Pumpe auf eine feste Druckdifferenz eingestellt wird, könne der Brenner dann überhaupt in Betrieb gehen.

Damit stellt sich jedoch - genau wie bei Systemen mit ungeregelten Pumpen - die grundsätzliche Frage, ob ein kompletter Heizsystemwechsel nicht eine erheblich größere Ersparnis einbringt?!

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