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Über 100 Solatubes erhellen 200 süße Arbeitsplätze

(24.7.2008) In Amerika ist die "Solatube" (übersetzt Sonnenröhren) seit vielen Jahren etabliert. Gemeinsam mit inzwischen 16 Partnerunternehmen aus ganz Deutschlands fängt die Interferenz Daylight GmbH seit 2006 auch auf den deutschen Dächern das Sonnenlicht ein, um es tagsüber zur kostenlosen Beleuchtung der Innenräume zu nutzen. Dass bei steigenden Energiepreisen die Nachfrage nach derartigen Tageslichtsystemen spürbar zunimmt, beweist ein Kundenbeispiel aus der Region Mönchengladbach. Die Mars GmbH mit Sitz in Viersen hat in zwei Einbaustufen ihren gesamten Verwaltungstrakt mit über 100 Sonnenröhren ausstatten lassen (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Ergebnis: Die 200 Mitarbeiter in der Verwaltung arbeiten heute tagsüber fast ausschließlich mit Tageslicht. Ergänzendes Kunstlicht wird dort nur noch in geringem Umfange nachgeregelt.


Vor den Umbauten wurden nur die Mitarbeiter in der Verwaltung, die unmittelbar am Fenster saßen, tagsüber ausreichend mit Tageslicht versorgt. Ziel war es, alle 200 Arbeitsplätze in der Verwaltung mit Tageslicht auszustatten und gleichzeitig die Energiekosten für die künstliche Beleuchtung abzusenken.

Im Dezember 2006 und im November 2007 hat das Interferenz Team daraufhin in insgesamt sechs Arbeitswochen die über 100 Sonnenröhren vom Typ "Solatube DS 21c" in das Dach des Verwaltungsgebäudes eingebaut. Jede Solatube besteht aus ...

  • einer Acrylglaskuppel auf dem Dach,
  • einer hochreflektierenden Röhre in der Zwischendecke und
  • dem Lichtverteiler, der sichtbar in der Raumdecke sitzt.

Die Acrylglaskuppel auf dem Dach fängt das Sonnenlicht ein und leitet dieses über die Sonnenröhre in die Innenräume. Im Falle des Schokoriegelherstellers beträgt die Rohrlänge pro Solatube etwa 2-3 Meter, jeweils abhängig vom Abstand der Außenkante des Daches bis zur eigentlichen Zimmerdecke. Dort schließt dann das Endstück - der sogenannte Diffuser - die Solatube maßgerecht ab und verteilt das einströmende Sonnenlicht gleichmäßig im Raum.

Im Zuge des Solatube-Einbaus wurden zudem alle Kunstlichtleuchten mit neuen elektronischen Vorschaltgeräten und einer tageslichtabhänigen Steuerung mit Lichtsensor aufgerüstet, sodass jetzt genau gemessen wird, wie viel Tageslicht gerade über die Sonnenröhren in das Großraumbüro gelangt. Abhängig von der jeweiligen Tages- und Jahreszeit, der Sonneneinstrahlung und der Bewölkung kann somit die ergänzende Kunstlichtzufuhr punktgenau gesteuert werden. Das Ergebnis kann sich lassen: Der Energieverbrauch für die Kunstlichtleuchten im Verwaltungstrakt der Mars GmbH soll tagsüber um rund 80% gesenkt werden können.

"Das Unternehmen profitiert somit in doppelter Hinsicht von den Sonnenröhren", so Interferenz-Chef Markus Korsch. "Zum einen spart Mars Deutschland tagsüber Energiekosten für Kunstlicht ein, zum anderen können die Verwaltungsmitarbeiter nun viel gesünder und entspannter im natürlichen und hellen Tageslicht arbeiten".

Die Solatube ist in unterschiedlichen Varianten für verschiedene Raumgrößen und Deckenarten erhältlich. Ausschlaggebend für die Lichteinwirkung ist der Durchmesser der Sonnenröhren:

  • Für kleine Räume, wie z.B. Badezimmer oder Flure, bietet Interferenz die Solatube DS 160 (Durchmesser ca. 300 mm) an.
  • Die größere ca. 400 mm-Variante Solatube DS 290 ist für Wohnzimmer, Treppenräume und Küchen gedacht.
  • Für offene Decken oder den Einsatz in Bürogebäuden oder Fabrikhallen empfiehlt Interferenz  Sola Master DS 21c mit einem quadratischen Lichtaustritt von 600mm x 600mm. Wer die Lichtzufuhr dosieren will, kann sich sogar einen Dimmer einbauen lassen.

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