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Sanierung von feuchtem Mauerwerk - von innen

(28.7.2008) Ob eine Außen- oder die Innensanierung für die Trockenlegung der Wand auf Dauer besser geeignet ist - darüber gibt es in Bau-Fachkreisen zurzeit erhebliche Diskussionen. Die "traditionelle" Außensanierung ist durchaus umstritten; neue Verfahren der Innensanierung setzen sich allmählich durch. Wie auch im Juli 2008 beim Bielefelder Haus Abendfrieden, einer Senioreneinrichtung der v. Bodel­schwingh­schen Anstalten Bethel - siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps. Das Stiftsgebäude, das auf eine lange Tradition zurückblickt, wurde zu einem Wohnbereich mit Versorgungssicherheit in christlicher Gemeinschaft umgebaut. Aufgrund der veränderten Konzeption und des baulichen Zustands wurden die von den Bielefelder Architekten Pappert + Weichynik geleiteten Modernisie­rungs­maß­nahmen unumgänglich, zu denen auch eine teilweise Sanierung des Kellermauerwerks gehört.


Bei der Sanierung des Kellermauerwerks kam der Sperrputz von Sotano zum Einsatz. Der Hemeraner Hersteller verweist auf eine deutlich vereinfachte und kostengünstigere Anwendung gegenüber herkömmlichen Maßnahmen zur Abdichtung von außen. Vor allem aber in der langjährigen Betrachtung sei das eigene System wesentlich wirkungsvoller.

"Bei vielen Bauherren, Planern, Architekten und Baufirmen herrscht oft noch die althergebrachte Überzeugung, dass man die Wände zur Entfeuchtung immer von der Außenseite freilegen und abdichten müsse", erklärt Martin Spickhoff, der als technischer Berater für Sotano vielerorts im Einsatz ist, um Sanierungen fachkundig zu begleiten. Seiner Ansicht nach wird ein wichtiger Faktor in der "Glaubensfrage zur Außen- oder Innensanierung" zu wenig beachtet: "Schäden, die mit erhöhter Feuchtigkeit im Mauerwerk einhergehen, sind zumeist nicht durch die Feuchtigkeit selbst, sondern durch das Auskristallisieren von Salzen an der Wandoberfläche verursacht. Dieses zu stoppen, ist der wesentliche Ansatz, um eine Mauer dauerhaft zu schützen."

Aufgeblähte Salzkristalle sprengen den Putz

Der hauptsächliche Schaden entsteht durch ausgeschwemmte Salze - leicht zu erkennen an den weißen Flecken im Umfeld des lädierten Putzes. Diese werden durch die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk gelöst und aufgrund der Dampfdruck-Diffusion an die Wandoberfläche auf der Innenseite transportiert. Wegen des dabei auftretenden Wechsels vom flüssigen in den festen Aggregatzustand vervielfacht sich das Volumen der Salzkristalle; das Salz "sprengt" somit den Putz ab. Dieser Prozess tritt nicht überall gleich stark auf.

Das Sotano-Verfahren wurde im Haus Abendfrieden auf 120 m² zunächst an den Bereichen angewendet, die besonders betroffen sind. Weitere Flächen sollen folgen. Der Wandaufbau wird in vier Gängen fertig gestellt. Das verspricht kurze Bauablauf-Zeiten für eine schnelle, zuverlässige Trockenlegung, so der Sachverständige für Schimmelpilzerkennung, -bewertung und -sanierung.

Eine Außensanierung allein verhindere nicht das weitere Auskristallisieren, zumal lediglich ein Zentimeter Wandstärke pro Monat ohne entsprechende Unterstützung eines klassischen Sanierputzes abtrocknet. Je nach Wanddicke kann dieser Prozess mitunter Jahre dauern - Jahre, in denen auch noch kein neuer Putz (außer Opfer- oder Sanierputz) aufgetragen werden könne. Martin Spickhoff: "Deshalb ist eine Innensanierung in jedem Fall sinnvoll, und in den meisten Fällen kann man sich das Ausschachten an der Außenwand sparen. Das minimiert den ganzen Aufwand und die Kosten der Sanierung ganz erheblich.

Sicherer Feuchteschutz mit erweiterter Gewährleistung

Die Verarbeitung der über den Fachhandel vertriebenen Sotano-Produkte soll recht einfach sein, wird aber ausschließlich von Fachbetrieben ausgeführt. Die Bielefelder Baufirma Sieweke übernahm die Sanierung im Haus Abendfrieden und setzte verschiedene Sotano-Produke ein. Gegen kapillar aufsteigendes Wasser wurde eine Horizontalsperre geschaffen. Dafür mussten Löcher in die Wand gebohrt werden, die per Druckinjektion mit Sotano Likosil verpresst wurden (siehe Bild rechts oben). Den geschädigten Putz entfernten die Fachleute vollständig. Dann wurde grobkörniger Vorspritzmörtel aufgetragen, der 12 Stunden zum Abbinden braucht. Am nächsten Tag folgte das Aufsprühen von Sotano Likosil als Salzsperre, um das Salz zu binden. Anschließend konnte der Sperrputz in einer Schichtdicke von ca. 15 mm aufgetragen werden.


Wegen der Produkteigenschaften und der Kompetenz des verarbeitenden Betriebs gibt Sotano über einen Fremdversicherer eine zehnjährige Gewährleistung. Damit wird sichergestellt, dass der Träger der Einrichtung, die Westfälische Diakonissenanstalt Sarepta, den Mieterinnen und Mietern durch die Modernisierung schon nach kurzer Zeit hochwertige Räumlichkeiten in stilvollem Ambiente bieten kann.

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