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Befestigung von Walzblei

(7.8.2008) Starke Winde, heftiger Regen, hohe Temperaturschwankungen: Zunehmend extreme Wetterkapriolen stellen Handwerker vor ganz besondere Herausforderungen. Der zuverlässige Schutz von Dach und Fassade gewinnt immer mehr an Bedeutung. Damit rückt nicht nur die Auswahl der Baustoffe, sondern auch deren fachgerechte Befestigung in den Mittelpunkt. Nur so lassen sich Qualitätsarbeiten gewährleisten und Reklamationsansprüchen wirksam vorbeugen.


Gesimsabdeckung: Kombination verschiedener Befestigungsarten

Stabile Befestigungen allein sichern noch keinen dauerhaften Halt. Im Gegenteil: Die heutigen Wetterbedingungen erfordern Materialien, die sich ebenso sicher wie flexibel verhalten. Walzblei erfüllt diese Voraussetzungen in besonderem Maße. Das Metall verfügt per se über ein hohes Eigengewicht, das eine gute Grundstabilität gewährleistet. Kommt darüber hinaus die richtige Befestigungstechnik zum Einsatz, kann Walzblei auch extremen Wetterschwankungen trotzen.

Die Grundanforderung von Bleibefestigungen ist immer gleich und folgt dem Prinzip: große Lasten tragen, starkem Windsog trotzen und hohe Temperaturschwankungen tolerieren. Um einen optimalen Halt zu garantieren, sollten immer Nägel, Schrauben oder Hafte verwendet werden, die aus Kupfer, Messing oder Edelstahl bestehen. Dies bewahrt zuverlässig vor korrosionsbedingten Folgeschäden.

Die Kenntnis und gezielte Anwendung von Befestigungstechniken ist in der Praxis von großer Bedeutung. In der Regel kommt eine Kombination aus direkten und indirekten Befestigungsarten zum Einsatz. Direkte Befestigungen an der Oberkante von Bleiblechen fungieren als fester Ankerpunkt, während indirekte Befestigungen ausreichend Spielraum für thermisch bedingte Ausdehnungen bieten. Je nach baulicher Gegebenheit sind unterschiedliche Befestigungstechniken angeraten. Detaillierte Informationen bieten die Technischen Regeln der Gütegemeinschaft Bleihalbzeug e.V., die auf deren Homepage abrufbar sind.

Eine sachgerechte Befestigungstechnik ist (nicht nur) beim Einsatz von Walzblei entscheidend. Je nach Anwendung können Handwerker zwischen folgenden Varianten wählen und diese auch kombinieren:

Direkte Befestigungen auf Holz: Das Eigengewicht des Bleiblechs erfordert bei einer hölzernen Unterlage ein besonderes Augenmerk. In aller Regel erfolgt die Befestigung an der Oberkante der Bleibleche mit Nägeln. Diese werden bei querformatigen An- und Abschlüssen im Abstand von rund 75 Millimetern in einer Nagelreihe eingeschlagen. Schare im Längsformat bis 1,80 Meter und querformatige Eindeckungen mit über 2,25 Millimeter Blechdicke erfordern zwei Nagelreihen mit einem Abstand von rund 25 Millimetern. Bei Längsformaten über 1,80 Meter und einem Dachneigungswinkel über 40 Grad werden drei Nagelreihen empfohlen. Der Mindestabstand zwischen den Reihen beträgt rund 25 Millimeter.

Direkte Befestigungen in Mauerwerksfugen: Bei Walzblei-Anschlüssen am Mauerwerk ist eine sorgfältige Vorkontrolle der Fugen maßgeblich. Bei einer stabilen Fugenkante und eine Fugentiefe von mindestens 25 Millimetern ist ein sicherer Halt gewährleistet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann mit Bleikeilen die Fugeneinkantung des Anschlusses dauerhaft befestigt werden. Eine Ausführungsvariante bietet sich mit Bleiwolle, die durchlaufend in der Fuge verstemmt wird - siehe auch Beitrag "Bleiwolle ergänzt Saturnblei: dicht!" vom 15.5.2007.

Indirekte Befestigungen: Beim Einsatz von Walzblei, insbesondere bei großflächigen Anwendungen, muss die Längenausdehnung des Materials Berücksichtigung finden. Daher werden Längs- und Querverbindungen von Bleischaren indirekt, mit oder ohne Hafte ausgeführt. Der Haftabstand sollte in Längsverbindungen 400 Millimeter nicht überschreiten. Die Abstände in den Querverbindungen richten sich nach der Gebäudehöhe, dem Dachbereich und der Scharbreite. Sie betragen zwischen 350 und 400 Millimeter.

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