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Hybrid-Wärmezentrale mit erneuerbaren Energien bei der Altbausanierung

(14.8.2008) Die neue Hybrid-Wärmezentrale ThermiPro von MHG kombiniert Wärmepumpe, Gas-Brennwertkessel und Pufferspeicher in einem  Gerät. Die ThermiPro verfügt zudem serienmäßig über eine Solareinbindung zur Trinkwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Damit sollen künftig auch Besitzer von älteren Wohngebäuden mit niedrigerem energetischen Standard ihren Heiz- und Warmwasserbedarf nahezu vollständig mit erneuerbaren Energien abdecken können:


Viele Hausbesitzer suchen nach einer Lösung, die sie von den Preisentwicklungen bei Öl und Gas unabhängiger macht. In dieser Situation ist neben der modernen Brennwerttechnik insbesondere die Wärmepumpe eine zukunftsorientierte Option. Allerdings reicht die energetisch sinnvolle maximale Vorlauftemperatur einer klassischen Wärmepumpe für viele Altbauten mit ihren alten Heizkörpern nicht aus; und dann muss zugeheizt werden - z.B. mit dem fest in der Wärmepumpe eingebauten elektrischen Heizstab, was allerdings die Stromkosten in die Höhe treibt. Alternativ könnte eine Fußbodenheizung für geringe Vorlauftemperaturen eingebaut oder eine Heizungsanlage aus verschiedenen Einzelkomponenten zusammengepuzzelt werden - bestehend aus z.B. Wärmepumpe, Öl- oder Gas-Brennwertkessel und Speicher.

MHGs Hybrid-Wärmezentrale ThermiPro eröffnet einen weiteren Weg: Sie kombiniert Wärmepumpe, Brennwerttechnik und Speicher in einem kompakten, anschlussfertigen Gerät, erläuterte Markus Niedermayer, geschäftsführender Gesellschafter der MHG Heiztechnik GmbH anlässlich einer Produktpräsentation in Buchholz.

Bei der Entwicklung des ThermiPro setzten die MHG Ingenieure überwiegend auf bewährte Komponenten. Neu konzipiert wurde lediglich der drucklose 500-Liter-Pufferspeicher. Als Herzstück der Hybrid-Wärmezentrale verfügt der Speicher serienmäßig über eine Wärmetauscherschlange zur solaren Anbindung. Die Trinkwarmwasser-Tauscherschlange erwärmt das Trinkwasser im Durchlaufverfahren. Darüber hinaus ist im ThermiPro Gehäuse eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 7,3 kW verbaut. Das Wärmepumpen-Modul ist weitestgehend baugleich mit der bereits seit 2007 erhältlichen ThermiStar L-Version, für die ein COP von mindestens 4,1 angegeben ist. Diese Komponente ist auch mit Kühlmodul lieferbar (COP = Coefficient of Performance, mehr dazu in diesem Beitrag).

Für die Abdeckung von Spitzenlasten sorgt der integrierte Gas-Brennwertkessel, der eine modulierende Betriebsweise in Leistungsbereichen zwischen 4,4 und 25 kW ermöglicht. Die Systemregelung aus dem Hause Siemens steuert alle Gerätekomponenten sowie einen Mischerkreis. Sie ist darüber hinaus auf die Integration einer vierten Wärmequelle ausgelegt. Über ein Zusatzmodul kann so ein weiterer Heizkreis integriert werden. Als Ausstattungsoption ist eine Fernbedienung erhältlich.

Bei den thermischen Solaranlagen bietet MHG wahlweise die Flachkollektor-Komplettsysteme Solarmat FL (erhältlich in Harfen- oder Mäander-Ausführung) oder das Röhrenkollektor- Komplettsystem Solarmat CPC.

  • Im Sommerbetrieb kann die thermische Solaranlage vollständig und quasi kostenlos für die Warmwasserbereitung sorgen.
  • In der Übergangszeit stellen Wärmepumpe und Solaranlage die benötigte Energie für die Heizung und Warmwasserbereitung bereit. In dieser Phase entstehen lediglich Kosten für den Strombedarf der Wärmepumpe.
  • Bei Unterschreiten des Bivalenzpunktes von ca. 0 Grad Celsius schaltet die Wärmepumpe ab, der Gas-Brennwertkessel sowie die Solaranlage übernehmen die Heizarbeit und Warmwasserbereitung.

"Statistisch gesehen wird der Gefrierpunkt bei weniger als 20 Prozent der Jahresheizarbeit unterschritten. Umgekehrt bedeutet das, dass bei Einsatz unserer Hybrid-Wärmezentrale in unseren Breitengraden in jedem Fall mehr als 80 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt", betont Markus Niedermayer. Folglich sollten die durch Installation des ThermiPro realisierbaren jährlichen Energieeinsparungen recht hoch sein: Wie MHG vorrechnet, lassen sich auf Basis der aktuellen Preise für Öl und Gas bei einem Gesamtverbrauch von 25.000 kWh und 20 bzw. 15 Prozent Abdeckung des Energiebedarfs durch die thermische Solaranlage bzw. den Gas-Brennwertkessel  mehr als 1.500 Euro jährlich einsparen.

Darüber hinaus profitieren Betreiber einer ThermiPro Hybrid-Wärmezentrale maximal von staatlichen Fördermitteln: Durch die Förderung der Wärmepumpe und der Solaranlage sowie die kumulierten Kombi-Boni können bei 10 Quadratmetern Kollektorfläche aktuell 3.750 Euro vom Anschaffungspreis in Abzug gebracht werden.

Einsatz auch ohne Gasanschluss möglich

In Regionen ohne flächendeckende Gasversorgung kann für den ThermiPro auf Flüssiggas zurückgegriffen werden. Aufgrund des sehr niedrigen Gasverbrauchs sollten Behälter mit einem Volumen von 500 oder 1.000 Litern ausreichen. Aktuell führt die MHG Sondierungsgespräche mit Flüssiggas-Anbietern mit dem Ziel, den Kunden bei Bedarf bundesweit Komplettlösungen für Flüssiggas anzubieten.

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